Biographien rund um Junkers

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Die Biographien von Prof. Junkers und seiner Familie sind noch nicht enthalten. Sehen Sie bitte dazu die sehr ausführliche Hugo-Junkers-Homepage von Horst Zoeller.

Informationen, Fotos und Filme zum Leben und Werk von Professor Junkers finden Sie auf der Junkers-Homepage www.junkers.de

Achilles, Paul

geb. 01.08.1890

1929 Eintritt bei Junkers am 20. April, als Pilot beim Junkers-Luftverkehr Persien tätig; 1930 Flugkapitän-Diplom

Achterberg, Fritz (Dr.)

geb. 1901
gest. 12.06.1939 in Angermünde

Studium an den Technischen Hochschulen Danzig und Berlin; 1924 Pilotenprüfung, anschließend beim Deutschen Aerolloyd; 1926 Teilnahme an der offiziellen Abnahme des von Junkers bei Focke-Wulf bestellten Militärflugzeuges GL 18 bei der DVL in Adlershof am 11. August; im Mai 1932 Teilnahme an den ersten Katapultabschüssen der Junkers-Flugzeuge Ju 46 von den Dampfern "Bremen" und "Europa" im August Leitung des Einsatzes der Ju 52; Leiter der Erprobungsabteilung der Deutschen Lufthansa; 1935 Berufung in die Geschäftsleitung der Junkers-Flugzeug- und Motorenwerke; 1936 Teilnahme als technischer Leiter und Copilot von Untucht an den Erprobungsflügen einer mit Junkers-Schwerölmotoren ausgerüsteten Ju 86 von Dessau nach Bathurst; 1937 Berufung zum Vorstandsmitglied der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke und Betriebsführer der Junkers-Motorenwerke

Acosta, Bertram B.

geb. 1895
gest. 1954 in Denver

Bert Acosta war Anfang der 20er Jahre Pilot bei John M. Larsen. Er stellte im Jahre 1920 mit der JL 6 (F 13) einen Wirtschaftlichkeitsrekord und einen Dauerflugrekord auf. 1927 unternahm er zusammen mit mit Balchem, Byrd und Noville einen Monat nach dem Lindberg-Flug mit einer Fokker F 7 einen Transatlantikflug in West-Ost-Richtung. Acosta starb 1954 in einem Krankenhaus in Denver.

Aland, Erich

geb. 26.09.1897
07.01.1925 im Bodensee

1918 Marineflieger im 1. Weltkrieg; 1921 Pilot der Lloyd Ostflug GmbH; am 2. Mai 1922 Eintritt bei Junkers als Schlosser, ab 10. Juli 1922 als Pilot tätig; Prüfung als Junkers-Pilot im Febr. 1923; ab 11. Juni 1923 Teilnahme an der Junkers-Spitzbergen-Expedition (fliegt Ersatzteile nach); 1924 bei Dornier als Chefpilot eingestellt; 1925 Flugkapitän; stürzt am 7. Jan. 1925 mit Dornier "Delphin II" D-401 (Werknr. 28) bei einem Flug über dem Bodensee tödlich ab

Albrecht, Erich

gest. 19.12.1929 bei Neuruppin

1928 Flugkapitän der DLH; Start zum ersten Sibirienflug der Luft Hansa nach Irkutsk mit der Junkers W 33 "Ural" D-1472 zusammen mit v. Schröder und Bordmonteur Fritz Eichentopf am 27. August 1928; im September 1928 zweiter Sibirienflug mit gleicher Besatzung; 1929 zwei Nonstop-Postflüge zusammen mit v. Schröder und Fritz Eichentopf mit dem Spezial-Postflugzeug Arado V 1 von Berlin nach Sevilla; Nonstop-Postflug mit gleichem Flugzeug und gleicher Besatzung von Berlin nach Istanbul; Erkundungsflug mit gleicher Besatzung und gleichem Flugzeug zu den Kanarischen Inseln, beim Rückflug am 19. Dezember 1929 in der Nähe von Neuruppin abgestürzt

Amundsen, Roald

geb. 16.07.1872 in Borge
gest. 18.06.1928

1903 Forschungen in der Arktis; am 16. Dez. 1911 Erster am Südpol (Antarktis); 1913 erlernt Amundsen in Frankreich das Fliegen; im Januar 1922 Anfrage an Junkers auf Preis einer F 13 für Nordpolflug; März 1922 Flug mit einer F 13 (JL 6) von New York nach Washington und zurück; am 10. April Flug mit JL 6 (F 13) von New York nach Cleveland, Notlandung bei Clarion, Penn., dabei Bruch beider Flügel; Mai 1922 Probeflüge mit einer F 13 mit 185 PS-BMW in Mineola; Anfang Juni 1922 Abfahrt von Amundsen und Pilot Omdahl samt F 13 mit dem Schiff "Maud"; am 11. Mai 1923 hat Amundsen bei einem Probeflug Beschädigungen an seiner F 13 erlitten, nach auch sonstigen Erfahrungen bei Probeflügen sagt er im Juni 1923 den Nordpolflug beim norwegischen Kriegsministerium ab;

1924 bestellt die "Polar-Spedition Roald Amundsen" in Oslo zwei Dornier-Wal-Flugboote (Nr. 36 u. Nr. 37); am 21. Mai 1925 Start mit den beiden Dornier-Wal-Flugbooten (Kennung N-24 und N-25) zum Flug nach dem Nordpol von King's Bay aus (Pilot Ellsworth u. 4 Begleiter), Notlandung der N-24 nach achtstündigem Flug, Flugzeug wird aufgegeben, Weiterflug mit der N-25 nach 19 Tagen; am 11. Mai 1926 Überfliegung des Nordpols zusammen mit Ellsworth und Nobile mit Luftschiff "Norge" von Kings Bay aus.

Seit dem 18.06. 1928 verschollen bei der Suche nach der Besatzung des Luftschiffes "Italia" mit einem Latham-Flugboot u. 5 Begleitern; 1931 erneute Suche nach Amundsen nach Behauptungen, daß Amundsen in einer Eskimosiedlung leben würde.

Andrée, Salomon August

geb. 1854
gest. 1897

1876 Besuch in den USA; Interesse an der Ballonfahrt wird geweckt; 1882 anläßlich einer Spitzbergen-Expedition Entstehung des Planes, eine wissenschaftliche Expedition zum Nordpol im Ballon auszuführen; 1893 bis 1895 insgesamt 9 Aufstiege mit dem Ballon "Svea"; 1894 skandinavischer Höhenrekord mit 4387 Meter; 1896 mußte der geplante Start mit dem 4300 qm großen Ballon "Örnen" wegen ungünstiger Witterung verschoben werden; Start am 11. Juli 1897 mit den Schweden Knut Fraenkel und Nils Strindberg in dem Freiballon "Örnen" (Adler) von der Insel Danskö nordwestlich von Spitzbergen zu einem Flug zum Nordpol; am 14. Juli strandet der Ballon etwa 800 km vom Ausgangsort entfernt; die Besatzung mußte auf dem Eis niedergehen, weil der für das weitere Steigen notwendige Ballast fehlte; bei dem anschließenden Marsch nach Süden kamen die Männer nach kurzer Zeit ums Leben.

1930 Auffinden der Leichen von Andrée und Strindberg sowie von Tagebüchern und Fotonegativen der Expedition auf der Insel Vitö; anschließend auch Leiche von Fraenkel gefunden. Überführung der Leichen und Expeditionsunterlagen mit dem Dampfer "Bratvaag". Die Zeitschrift "Stockholms Tidningen" charterte zum Zweck der Berichterstattung eine F 13 der Aero O.Y. mit Piloten Liehr, der als erster eine Verbindung zum Dampfer herstellte.

Angelroth, Herbert-Armin

geb. 28.07.1891

Am 15. Aug. 1923 Eintritt bei Junkers; 1925 Abteilungsleiter der Junkers-Luftverkehr AG; ab 1. Januar 1926 zu Junkers-Flugzeug-Werk A.-G., Abt. Luftbild; kaufmännischer Leiter der Junkers Luftbild-Zentrale; am 30. Juni 1932 Ausscheiden bei Junkers

Angermund, Walter

geb. 15.10.1893
gest. im Oktober 1976 in München

Im 1. Weltkrieg Feldpilotenprüfung bei der FFA Schleißheim; anschließend Pilot, führte vorübergehend die Jagdstaffel 76, Freundschaft mit Udet, wurde im Luftkampf verwundet und kam anschließend zur Bayerischen Inspektion der Fliegertruppe; 1919 Oberleutnant; zur Luftfahrt-Friedenskommission abkommandiert; Gründung des Bayerischen Fliegerclubs.

1921 Verabschiedung aus der Reichswehr auf Veranlassung der internationalen Begleitoffiziere der Luftfriko, weil er Flugzeuge und Motoren unauffindbar machte; 1922 bis 1924 beim Junkers-Luftverkehr, leitender Beamter der Transeuropa-Union, Ende 1924 aus der Transeuropa-Union ausgeschieden;

1925 Propaganda-Chef im Udet-Flugzeugbau; Manager der "Udet-Flugtage"; 1926 Leiter der Lufthansa-Pressestelle; 1929 Erfindung einer Anlage zur gleichzeitigen Aufnahme und Abnahme von Lasten; erhält darauf ein Patent, Erprobung im Oktober 1929; nach 1933 Chef der Abteilung Presse und Propaganda des Deutschen Luftsportverbandes.

1937 reaktiviert; wechselt ins RLM über; persönlicher Referent des Generalluftfahrzeugmeisters Udet; Anfang 1938 Major beim Stabe des von General Udet geleiteten Technischen Amtes im RLM (Produktion, Flugbereitschaft sowie Bild- und Funkwesen);

1945 Oberst, in Kriegsgefangenschaft; lebt anschließend bis zu seinem Tod in Vilsbiburg; im Okt. 1976 gestorben, bestattet auf dem Waldfriedhof in München (alter Teil) am 13. Oktober 1976.

Arntzen, Heinrich (Johann ?)

geb. 11.09.1894 in Anholt i. Westf.

Studium Maschinenbau u. Aerodynamik an der TH Aachen, wandte sich danach der Fliegerei und dem Selbstbau von Flugzeugen zu und wird Ballonflieger und Besatzungsmitglied eines Lenkluftschiffes mit Sonderausbildung in Meteorologie und als MG-Schütze; 1913 FAI-Flugzeugführer-Patent Nr. 518, Eintritt in die Luftschiffer-, anschl. in die Fliegertruppe; ab Sept. 1914 Flugzeugbeobachter, wird vorzeitig zum Offizier befördert (Leutnant); vom Jan. bis März 1917 Bildoffizier eines Korps, vom März-Juli 1917 techn. Offizier beim Stab des Kommandeurs der Flieger einer Armee, vom Juli bis Dez. 1917 Pilot einer Jagdstaffel; Jan. bis Juni 1918 Führer einer Jagdstaffel.

Am 15. Januar 1923 Eintritt bei Junkers als Assistent des technischen Direktors der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G., organisatorische, wärmetechn. u. energiewirtschaftl. Aufgaben, Auswahl des einzustellenden techn. Personals (Spezialerfahrungen auf dem Gebiet der Wärmetechnik und Psychoanalyse); ab 1. Juni 1924 Leitung der Vermittlungsstelle zwischen der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. und dem Werk Fili; ab 1. August 1925 Leitung der Vermittlungsstelle für die ausländischen Fabrikationsbetriebe der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; ab Juli 1927 Vorbereitung der Jemen-Expedition und später Leitung dieser Expedition; 1928 Entwurf bzw. Entwicklung des Ganzmetall-Flugzeuges A 50; im Febr. 1929 Einfliegen der A 50; am 31. Dez. 1929 Ausscheiden bei Junkers.

Ab Jan. 1930 Leiter der Projektabteilung für werkstoffgerechte Anwendung von Metallen (bes. Duralumin) der Dürener Metallwerke A.G.; 1935 Gründung der "Arntzen-Leichtbau KG, Brackwede i.W.". 1945 wird seine Firma von den Allierten demontiert. 1950 eigenes Ingenieurbüro, Sonderaufgaben in der Wärme- und Energie-Wirtschaft, Leichtbau-Konstruktion und Orgelbau.

Augenreich, Ernst

geb. 1908
gest. 14.10.1965 in Köln

war bis zum Ende des zweiten Weltkrieges Leiter des Rechnungswesens im Motorenwerk Magdeburg der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke.

Nach 1945 widmete er sich modernen elektronischen Abrechnungsmethoden; 1956 in den Vorstand der Hugo-Junkers-Gesellschaft berufen; gehört zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft; 1959 stellv. Vorsitzender der Hugo-Junkers-Gesellschaft; Leiter der Händlerbetreuung bei der Auto-Union in Ingolstadt; 1965 gestorben an einer Herzerkrankung.

Baade, Brunolf C. (Prof. Dr.)

1925 bis 1935 Oberingenieur im Luftschiffbau in Acron (USA); 1936 Assistent von Ingenieur Alfred Gassner (Typenleitung und Betreuung des Ju 88-Programms); 1937 wird er mit der Typenentwicklung des Ju-88-Programms betraut; 1939 Oberingenieur; löst Gassner ab, der bei Kriegsausbruch aus den Junkerswerken ausscheidet; arbeitet später eng mit Prof. Heinrich Hertel zusammen, wird Typenleiter des Ju 287-Programmes.

Im April 1945 fällt die Ju 287 V 1 weitgehend zerstört in russische Hände; unter sowjetischer Aufsicht wird die V 2 und V 3 fertiggestellt und im September Personal und Flugzeug nach Podberesje bei Moskau verlegt; die Entwicklung des Baumusters wird unter Leitung von Baade fortgesetzt; Baade hat in der Sowjetunion den zweimotorigen Bomber Modell 150 geschaffen; 1948 Beginn der Produktion des sowjet. Düsenbombers SU-28 mit verbesserten Junkers-Strahltriebwerk Jumo-004 (schnellstes Flugzeug der Welt und erstes Flugzeug, mit dem Schallgeschwindigkeit erreicht wurde, Vorläufer der TU-150).

1952 Reise in die DDR, Besprechungen im Auftrag des sowjetischen Ministeriums für Flugzeugindustrie (MAP) mit führenden deutschen und sowjetischen Perönlichkeiten, um die Möglichkeiten für die Wiedereinrichung einer Flugzeugindustrie, im Dez. Inspektionsreise durch die DDR in Begleitung des sowjetischen Generals Lukin, Besichtigung der Werke, die für eine Verwendung als Flugzeugindustrie in Frage kommt (Pirna, Heidenau, Jumo-Werk in Köthen, Dessauer Firmen RAW, Elmo, Abus, Polysius und Elbe-Werk Rosslau); 1953 Rückkehr in die UdSSR; 1954 zusammen mit Prof. Bock wieder in der DDR; 1958 bis 1961 Entwicklung, Bau und Erprobung des Strahlverkehrsflugzeuges B 152 im Flugzeugwerk Dresden-Klotzsche; 1961 Einstellung des Flugzeugbaues in der DDR nach Absturz der B 152.

Babuschkin, Michail Sergejewitsch

Im Juni/Juli 1928 Teilnahme an der Expedition zur Rettung der Besatzung des Luftschiffes "Italia" (Nobile) als Pilot einer Junkers F 13; im August 1928 erhielt er dafür von Prof. Junkers das Junkers-Abzeichen; 1934 flogen der Pilot Babuschkin und der Bordmonteur Walawin mit einem mit Stricken zusammengebundenen Flugzeug "Sch.2" vom Tscheluskin-Lager ("Lager Schmidt") nach Wakarem.

Bardas Edler von Bardenau, Walter von

geb. 1879

1901 Beamter des Handelsministerium bei der Seebehörde in Triest; 1910 stellv. Direktor des Österreichischen Lloyd; im März 1918 Vorträge vor den bedeutendsten Repräsentanten von Industrie, Militär und Politik in Wien und Berlin über den Luftverkehr nach dem Kriege; am 26. Okt. 1918 wird in Wien die "Luftverkehrs-Studiengesellschaft mbH" gegründet, Vorbereitung des Luftverkehrs jeder Art, einziger Geschäftsführer Dr. Walter Bardas.

Am 15. März 1923 Antrag auf Zulassung zum Luftverkehr in Österreich (zusammen mit Junkers); am 3. Mai 1923 Erteilung einer Luftverkehrskonzession an Dr. Bardas; am 18. Juli 1923 Gründung der Österreichischen Luftverkehrs AG (Oelag), Dr. v. Bardas ist als Treuhänder mit 10 Mill. ö.Kr. beteiligt und im Verwaltungsrat der Öelag vertreten; im April 1924 scheidet Dr. v. Bardas aus der Oelag aus.

Bauer, Hubert

geb. 20.03.1902 in Rosenheim/Obb.

1919 bis 1923 Ingenieur-Studium; 1923 bis 1925 Vorrichtungs-Konstrukteur bei der "BAMAG AG" in Dessau; 1925 Kontroll-Ingenieur bei der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. bzw. bei der Tomtasch in Kaisserie; 1929 Betriebsingenieur bei den Bayerischen Flugzeugwerken; 1931 bis 1945 techn. Direktor und Leiter des Versuchsbaues bei den BFW (ab 1938 Messerschmidt AG), verantwortlich für den Versuchsbau und die Fertigung der meisten Messerschmidt-Flugzeuge (M23, Me 108, 109, 110, 262, 264).

1956 nach Wiederaufnahme des Flugzeugbaues in der BRD wieder bei Messerschmidt, Vorarbeiten, Planung und Durchführung für den Lizenzbau der ersten Bundeswehrflugzeuge Fouga "Magister" G.91, F-104G und Aufbau der Werft Manching und des Werkes Augsburg; 1957 wird er in den Vorstand der Messerschmidt AG berufen; 1959 30jähriges Jubiläum bei Messerschmidt; 1967 in den Ruhestand getreten, bis 1974 Berater der MTT AG und der MBB; 1971 erhielt er für seine Verdienste als Flugzeugbauer von internat. Rang das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.

Bauer, Karl

geb. 04.04.1884 in Altenmuhr i/Mfr.
gest. im September 1918

Bayerische Real- und Industrieschule; 1904 bis 1906 Technische Hochschule München (Diplom-Vorprüfung); 1906 bis 1909 Technische Hochschule Charlottenburg (Diplom-Hauptprüfung), praktische Tätigkeit in der MAN und in England; 1909 bis 1910 Ingenieur der Siemens-Schuckert-Werke, Berlin, im Kraftübertragungsbüro für Bergwerksanlagen beschäftigt; 1910 bis 1911 Konstrukteur im Büro KB5C der Siemens-Schuckert-Werke tätig, konstruktive Detailarbeiten an der Humphrey-Gaspumpe; 1911 bis 1912 Vertreter des Betriebsingenieurs für Motorenbau im Dynamowerk der Siemens-Schuckert-Werke; 1912 bis 1913 Betriebsingenieur des Drägerwerkes Lübeck, Leitung der Fabrikation, Konstruktion von Apparaten für die autogene Metallbearbeitung, Einführung der Teile-Normierung; 1913 bis 1915 Direktions-Assistent im Stammhaus der Telefonfabrik A.G., vorm. J. Berliner, Hannover; 1915 bis 1918 bei der Fliegertruppe Fliegerschule Feld und Betriebsleiter der Idflieg Werft Adlershof; Oberingenieur der Daimler-Motoren-Gesellschaft, Werk Sindelfingen (die Flugzeugfabrik wurde von ihm vollständig neu eingerichtet)

Am 1. Febr. 1918 Eintritt bei Junkers; zum Direktor der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. bestellt, am 18. Febr. 1918 zum neuen Vorstandsmitglied der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. bestellt, im September 1918 gestorben.

Bauer, Max (Dr.)

gest. im Juli 1929 in Shanghai

leitete während des 1. Weltkrieges die Zusammenarbeit der Obersten Heeresleitung mit der Industrie; im Winter 1923/24 wurde er von maßgebender russischer Stelle nach Moskau berufen und hat dort versucht, mit Junkers zusammenzuarbeiten; ab Febr. 1925 militärischer Berater des Königs von Spanien in Madrid und Junkers-Mitarbeiter, erarbeitet Vorschläge über das weitere Vorgehen von Junkers in Spanien und den Aufbau einer spanischen Luftverkehrsgesellschaft; ab November 1927 Ratgeber der chinesischen Regierung, bis zu seinem Tode weiterhin beratender Mitarbeiter der Junkerswerke.

Bauer, Peter Paul von (Dr.)

geb. 03.12.1889

1920 Vertreter einer Reihenbildvermessungs-Gesellschaft N.V. Techn. Maatschapy, Aerophoto, Amsterdam, einer Tochtergesellschaft v. Eduard Messter, Verhandlungen mit Junkers wegen Übernahme der Lizenz zur Luftbildvermessung für Kolumbien, anschließend Geschäftsführender Direktor und Leiter der wiss. Abteilung der Scadta; nach 1959 bewirtschaftet er seine Granja Forestal "La Nueva Carintia" in der Nähe von Puerto Varas im Süden Chiles.

Bauerhin, Kurt

ab 1921 Pilot bei Junkers; geht im Mai 1923 für Junkers nach Rußland, erreicht dort seinen 100.000 Flugkilometer; Flug im September 1923 mit der F 13 "Wachtel" von Charkow nach Rostow, Flugleiter des Junkers-Luftverkehrs Russland in Charkow; 1924 Pilot auf der Nachtflugstrecke Berlin-Stockholm, anschließend beim Junkers-Luftverkehr Persien; im Mai 1925 Ausscheiden bei Junkers.

1926 Pilot beim Reichsverkehrsministerium, gehört aber offiziell zur Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt; erhält am 24. März 1931 das Junkers-Diplom (500.000 km mit Junkers-Flugzeugen zurückgelegt).

Baur, Hans

geb. 19.06.1897 in Ampfing b. Mühldorf
gest. 17.02.1993 in München

Ludwigsrealschule in München; Kaufmannslehre; 1915 Einberufung zur Feldartillerie, anschl. erlernt er das Fliegen auf dem Flugplatz Gersthofen/Gablingen bei Augsburg (Unterabt. der Fliegerschule Schleißheim), Artillerieflieger an der Westfront; 1919 in Fürth, Militärluftpost, Kurierflieger auf der Strecke München-Nürnberg-Würzburg-Weimar.

1921 bis 1923 Pilot beim Bayerischen Luft-Lloyd; am 14. Mai 1923 Eröffnung der Flugstrecke München-Wien mit einer F 13; am 7. Oktober 1923 Rundflüge mit der F 13 Dz-41, Notlandung wegen Motordefekts in Langenzersdorff; 1924 bis 1925 Junkers-Pilot; 1925 Teilnahme am Deutschen Rundflug für die Junkers Luftverkehrs AG mit Focke-Wulf A-16b.

1926 bis 1933 Pilot der DLH; im Mai 1928 Eröffnung der Strecke München-Mailand-Rom; am 1. April 1931 Eröffnungsflug Berlin-München-Rom (zusammen mit Doldi); am 23. Mai 100. Alpenflug; 1933 Luftmillionär der DLH; ab Febr. 1933 Pilot von Hitler (bis 1945); Oberführer der SS, Chefpilot und Führer der Flugstaffel "Reichsregierung"; 1955 Rückkehr aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft, später wohnhaft in Herrsching am Ammersee.

Beck, Waldemar (Dr.)

geb. 02.07.1886 in Ibach (Schwarzwald)

ursprüngl. im diplomatisch-deutschen Dienst; 1911 erster Freiballonflug mit Leutnant Justi; 1913 flog er als Passagier mit dem berühmten französischen Kunstflieger Pégout in Genf Lehrgang in Jüterbog als Offiziers-Flugzeugbeobachter; 1915 Dienst als Beobachter in der Fliegertruppe; nach dem 1. Weltkrieg Tätigkeit in der Direktion der Deutschen Werft.

Im Juli 1925 zur Mitarbeit am Aufbau der Junkers-Luftverkehr AG nach Dessau berufen, beginnt mit der Herausgabe der "Luftpolitischen Monatsschau" (besteht mit Unterbrechungen mindstens bis 1961); 1926 freier Luftfahrt-Fachschriftsteller in Berlin.

Im zweiten Weltkrieg beim Generalstab der Luftwaffe (8. Abt.); 1945 amerikan. Kriegsgefangenschaft, anschl. lebt er zurückgezogen in Ibach bei St. Blasien im Hochschwarzwald, gelegentlich Mitarbeiter der "Flugwelt".

Becker, Emil

geb. 13.08.1874 in Juchov bzw. Landsberg a.d.Warthe
gest. 26.12.1960 München

Schlosserlehre bei der Firma Pauksch in Landsberg; am 18. Dez. 1915 Eintritt bei Junkers; am 27. Mai 1919 Erteilung der Prokura, Oberingenieur und verantwortl. Betriebsleiter der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; 1921 technisches Vorstandsmitglied und verantwortl. Betriebsdirektor der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; Entbindung von der Geschäftsleitung der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. auf eigenen Wunsch im Nov 1931; am 30. Sept. 1932 Ausscheiden bei Junkers, anschl. eigenes Ingenieurbüro in München

Beldimano, Alexandru

Rumänischer Gesandter in Berlin, mütterlicherseits deutscher Abstammung, Berater des deutschen Kriegsministeriums in Luftfahrtangelegenheiten, Besitzer einer Reihe Patente betr. Wegweisung für Passagierflugzeuge durch kleine elektrische automatische Wellenstationen, will eine Studiengesellschaft gründen, die Konzessionen für Luftreedereien in Deutschland und verbündeten Ländern erlangen und die Erfindung erproben soll, erarbeitet einen Plan zur die Einrichtung eines Luftverkehrs Berlin-Konstantinopel und läßt ihn patentieren.

Im Juli 1915 im Auftrag des Kriegsministeriums Abt. A 7 L Besichtigung des Baus der J 1 in Dessau; nach der Kriegserklärung von Rumänien gegenüber Österreich am 30. August 1916 gilt Beldiman als feindlicher Ausländer und muß aus dem Dienst des Kriegsministerium ausscheiden; im Sept. 1916 Eintritt bei Junkers, hat die Aufgabe, Junkers beim Verkehr mit Heeres- und Marinebehörden und Privatfirmen in Berlin und Umgegend behilflich zu sein; Ende 1916 wendet sich Beldiman gegen ein von der Marine unter der Bezeichnung J.M. 1 vorgeschlagenes Drei-Gondelflugzeug und schlug einen Entwurf vor, wie er in etwa 1917 mit dem R-Eindecker RI R 57/17 verwirklicht worden ist; 1917 Ausscheiden bei Junkers; später in Italien wohnhaft.

Bendemann, Friedrich (Prof. Dr.)

geb. 19.01.1874 in Berlin
gest. 14.12.1923 in Potsdam

Urenkel des Bildhauers Gottfried Schadow und Enkel des Düsseldorfer Malers und Akademiedirektors Eduard Bendemann; Schulzeit in Naumburg a.S. und Ilfeld a. Harz (Klosterschule); Einjährig-Freiwilliger im Großherzoglich-Hessischen Feld-Artillerie-Reg. Nr. 25 in Darmstadt, anschl. Reserveoffizier des Regiments praktische Arbeit in den Werkstätten von Jantzen & Schilinski in Hamburg; Familienbeziehungen zu Adolf Wörmann; Studium an der Technischen Hochschule Berlin.

Im Juni 1901 nach Abschluß des Hochschulstudiums Reise in die USA, dort Besichtigung von Kältemaschinen; Okt. 1901 Assistent unter Prof. Josse; 1905 Konstruktionsingenieur im Maschinenlaboratorium an der TH Berlin; 1906 Dissertation über Dampfströmung; 1908 Leiter der "Flugtechnischen Versuchsanstalt" (auf dem Gelände des Aeronautischen Observatoriums in Lindenberg, Kreis Beeskow); Untersuchungen an Luftschrauben natürlicher Größe; 1909 auf der ILA Vortrag über die Arbeit an der "Flugtechnischen Versuchsanstalt" in Lindenberg 1910 führte er im Aeronautischen Laboratorium der Gesellschaft für Flugtechnik in Lindenberg grundlegende Arbeiten über Luftschrauben durch (bis 1912), Gleitflüge mit seinem Assistenten Karl Grulich.

1912 ab Juni Leiter der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin-Adlershof (bis Dez.1920); ab Oktober 1912 Leitung des ersten Kaiserpreis-Wettbewerbs für den besten Motor in Johannisthal (bis Januar 1913); 1914 Führer der 2. Batterie des Reserve-Feldart.-Regt Nr. 25, Hauptmann; 1915 Rückkehr zum techn. Dienst in der Fliegertruppe und zur Leitung der DVL, leitete den wissenschaftl. Teil der Zeitschrift für Flugtechnik und Motorluftschiffahrt; 1919 DVL, später beim Reichsverkehrsministerium

Bentheim, Alexander von

geb. 01.04.1896

Eintritt bei Junkers am 23. Juli 1924; 1925 Referent der Junkers Luftverkehr AG; ab Januar 1926 bei Junkers-Flugzeug-Werk A.-G., Abt. Verkehr.

1930 propagandistische Leitung des Europa-Rundfluges des Junkers-Großflugzeuges G 38, erhielt von Prof. Junkers bei der Verkaufswerbung freie Hand; leitete dem im Gefängnis sitzenden Franco im November einen Brief zu, in dem er bedauert, daß Franco die G 38 nicht besichtigen kann, daraufhin sagt der spanische König die Besichtigung der G 38 ab und untersagt ihren Weiterflug; Prof. Junkers beordert Bentheim unverzüglich nach Dessau zurück; nach der Rückkehr Bentheims stellt sich heraus, daß sein Konzept für die G 38-Verkaufswerbung speziell auf militärische Argumente ausgerichtet war ("Die militärische Bedeutung der Junkers G 38 im Rahmen der spanischen Kriegspolitik"); nach diplomatischen Bemühungen setzte die G 38 ihren Europa-Rundflug fort.

1931 Leiter der Verkehrsabt. der Junkers-Flugzeugwerk A.G.; am 30. Juni 1932 Ausscheiden bei Junkers.

Bentheim, Constantin von

geb. am 4. Oktober 1886 in Münster/Westfalen
gest. am 2. März 1975 in Großhansdorf

1898-1904 Erziehung in der Preussischen Kadettenanstalt. 1904-1905 Seekadett in der Kaiserlichen Marine, Übertritt zur Preussischen Armee. 1906-1911 Leutnant im Infanterieregiment 95 in Coburg-Gotha. 1911 Abschied von der Armee, Übertritt in Kaiserlich-Osmanischen Heeresdienst als Oberleutnant. 1912-1914 Teilnahme am Tripoliskrieg und am Balkankrieg. 1914 Rückkehr in die Preussische Armee. 1914-1915 Kriegseinsatz an der Ostfront. 1916-1918 Kriegseinsatz als Flieger an der Westfront. 1919 Bataillonskommandeur im Freikorps des Grafen zu Eulenburg. 1919 Abschied als Hauptmann aus der Preussischen Armee. 1920 Besuch der Handelshochschule in Berlin.

Eintritt bei Junkers am 1. Januar 1922. Arbeit am Aufbau des Luftverkehrsunternehmens "Lloyd Ostflug". 1922 Mitglied einer Kommission in Moskau zur Einrichtung des Junkers-Werkes in Fili und einer Militärfliegerschule für die Reichswehr in der Ukraine. 1924-1925 Arbeit für Junkers in den Balkanstaaten und in der Türkei. Erwerb von Luftverkehrskonzessionen und Einrichtung eines Flugzeugwerkes in Kaisary in Anatolien. 1926 Übertritt von der Firma Junkers in die neugegründete Deutsche Luft Hansa. 1926-1927 Vertretung deutscher Luftfahrtinteressen in Moskau beim "Transeurasia-Projekt". 1926-1929 Arbeit am Ausbau des deutschen Luftverkehrs nach Südosteuropa und der Türkei. 1930-32 Flugleiter der Deutschen Lufthansa in Essen-Mühlheim. 1933-1934 Abteilungsleiter der Deutschen Lufthansa in Berlin. 1935-1936 Arbeit im Reichsverband der deutschen Luftfahrtindustrie als Beauftragter für Südosteuropa und Naher Orient. 1936 Verhaftung durch die Gestapo. 1937-1944 Verurteilung durch den Volksgerichtshof zu 7 Jahren Zuchthaus wegen Vorbereitung zum Hochverrat durch Mitarbeit in der "Schwarzen Front". 1944-1945 Nach Haftverbüßung im Zuchthaus Brandenburg an der Havel, Haftverlängerung in verschiedenen Konzentrationslagern, zuletzt in Buchenwald. 1946 Direktor des Werkes Siemens-Palnia in Berlin als Treuhänder der Stadt Berlin. 1947-1948 Kaufmännischer Direktor der Mineralölwerke Wintershall AG in Lützkendorf bei Halle / Saale. 1949/50 Übersiedlung nach Hamburg nach schweren Differenzen mit der SED. 1951-1953 Teilzeitarbeit bei der Deutschen Treuhand AG und der Barmenia Versicherung. 1954 Rentner in Hamburg.

Bergmann, Armin

geb. 1905
gest. 1969

1934 bis 1945 Leiter der Abt. Chemie bei Junkers; 1945 bis 1949 Leiter der Werkstoffprüfung bei Otto Fuchs, Meinerzhagen; 1949 bis 1969 Leiter der Laboratorien von Gebr. Rautenbach in Solingen.

Bernardi, Mario de

geb. 01.07.1893 Venosa (Potenza)
gest. 08.04.1959 Rom

1913 Pilotenschein; 1915 erster Italiener, der ein Flugzeug im Luftkampf abschoß; 1920 führte er den ersten italienischen Postflug aus.

Am 12. Okt. 1924 flog de Bernardi im Anschluß an die Coppa di Italia das Junkers-Sportflugzeug T-19/I.

Am 15. Nov. 1926 gewann er mit einer Macchi M-39 den Schneider-Pokal und war damit der schnellste Pilot der Welt; 1928 erster Pilot, der mit über 500 km Stundengeschwindigkeit flog; 1941 flog er das erste in der Welt überhaupt vollendete Düsenflugzeug Caproni CC-1 von Mailand nach Rom, war über 20 Jahre lang Chefpilot und Einflieger der Caproniwerke; 1955 begann er seine Idee zu verwirklichen und ein Volksflugzeug zu entwickeln, daß so billig sein sollte, daß es jeder kaufen könnte, vier Prototypen, dann war der Aeroscooter serienreif; 1959 starb bei der Vorführung seines einsitzigen 30-PS-Aeroscooter in Rom durch einen Schlaganfall.

Berndt, Hermann

geb. 05.11.1898
gest. 05.07.1928 in Bolivien

Eintritt bei Junkers am 25. Juni 1927, eingesetzt als Pilot bei der Luftverkehrsgesellschaft Lloyd Aereo Boliviano in Cochabamba, tödl. abgestürzt am 5. Juli 1928

Berner, Kurt

1922 Prokurist bei der Firma Robert Meyhofer in Königsberg Pr. (Inhaber Erich und Oswald Haslinger).

Am 1. Jan. 1923 Eintritt in die Junkers-Werke, Abt. Luftverkehr (Berlin); am 1. Okt. 1923 Übernahme in die Abt. Vertrieb der Junkers-Luftverkehr AG; ab 1. Mai 1925 kaufmännischer Leiter der Junkers-Vertretung "Esa" in Buenos Aires; Ende Aug. 1926 nach Deutschland zurückbeordert, anschl. Fachbearbeiter für die Auslands-Vertriebsabteilung der Junkers-Flugzeugwerke; Ausscheiden bei Junkers am 31.12. 1927.

Berr, Carl

1923 bis 1925 Junkers-Pilot; 1926 bis 1939 Pilot und Flugleiter der DLH.

Berson, Joseph Arthur Stanislaus (Prof.)

geb. 06.08.1859 in Neu-Sandez (Galizien)
gest. 03.12.1942 in Berlin

1878 Studium in Wien und Berlin, anschl. als Lehrer in Österreich, auf Malta u. in England tätig; ab 1890 ständiger Mitarbeiter am Kgl. Preuß. Meteorologischen Institut; 1896 bis 1898 redigierte er die Zeitschrift "Zeitschrift für Luftfahrt und Physik der Atmosphäre"; ab 1899 Hauptobservator am Kgl. Preuß. Aeronautischen Observatorium Lindenberg.

Am 10. Jan. 1901 mit Hildebrandt erste Freiballon-Überquerung der Ostsee, am 31. Juli 1901 erreichte er zusammen mit Süring mit dem Freiballon "Preussen" eine Höhe von 10.800 m und erbrachte damit den Nachweis der Realität der Stratosphäre; am 9. Jan. 1902 30-Stundenfahrt mit Elias von Berlin nach Poltava (1470 km, deutscher Rekord in Dauer und Entfernung); weitere wissenschaftliche Reisen nach Spitzbergen und ins Polarmeer; 1908 Ballonfahrten nach Ostafrika und dem Indischen Ozean; 1909 Pensionierung vom preuss. Staatsdienst, wird wissenschaftlicher Mitarbeiter der Optischen Anstalt C.P. Goerz; 1913 Ballonfahrten zu aerologischen Forschungen nach Brasilien, hat insgesamt zu wissenschaftl. Zwecken 91 Ballonfahrten durchgeführt.

1920 Vermittlungstätigkeit zwischen Prof. Junkers und der Entente-Kommission; später Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Junkerswerke, techn. Berater für Arbeiten auf dem Flugzeuggebiet, insbesondere Stratosphärenflug; Mitglied der Dt. Luftsportkommission, Vorstandsmitglied der WGL, Geschäftsführer der Internationalen Gesellschaft zur Erforschung der Arktis; war Inhaber der Huys-Ballot-Medaille und großer Schmetterlingssammler; 1942 an Schlaganfall gestorben.

Bertaud, Lloyd

1921 Weltrekord im Dauerflug mit einer JL-6 (Junkers F 13) auf dem Flugplatz Roosevelt bei New York (26 Std., 19 Min., 35 Sek.) zusammen mit E. Stinson.

Bertram, Hans

geb. 26.02.1906 in Remscheid

1926 Abitur in Remscheid, danach jeweils ein halbes Jahr praktische Lehre im Schiffsbau bei Blohm & Voss in Hamburg und bei Bäumer in Haumburg mit gleichzeitigem Besuch der Fliegerschule (Flugschein A); 1927 bis 1928 Studium an der Technische Hochschule München, Kunstflugprüfung in Schleißheim und Erwerb des B-Scheines für Land und Wasser auf der Verkehrsfliegerschule; 1928 bis 1934 Berater und Organisator der Chinese Naval Airforce (6 Jahre).

Ab 12. Sept. 1931 Flug mit der F 13ge/See "Freundschaft" D-2151 von Berlin in Richtung China über Istanbul - Bagdad - Karachi - Bombay - Colombo - Madras (zusammen mit Schonger und Klausmann), Totalverlust des Flugzeuges in Vicagapatam bei Sturm.

1932 zusammen mit Klausmann Flug nach Australien mit der W 33/See "Atlantis" D-1925, Start am 29. Febr. auf dem Rhein bei Köln, vor Australien vom Kurs abgetrieben, mußte wegen Kraftstoffmangel an der australischen Küste notlanden, Besatzung erst nach 53 Tagen gefunden; nach Bergung des Flugzeuges Alleinflug entlang der australischen Westküste bis Perth, Umbau des Flugzeuges zum Landflugzeug und Flug rund um Australien; anschl. Rekordversuch Port Darvin-London; Flug in Surabaya abgebrochen wegen gebrochenem Fahrgestell.

1933 Alleinflug (Rekordflug) von Surabaya nach Berlin in 6,5 Tagen (Tagesetappen von 15-20 Std.), Landung in Berlin Ostern 1933; anschließend tätig als Schriftsteller und Filmregisseur für Fliegerfilme; 1938 "REVUE-Weltflug auf die Minute", Start am 15. Juli in Berlin-Tempelhof, Flug über Bagdad-Karachi-Kalkutta-Bangkok-Manila-Honolulu-San Francisco-New York-Lissabon, Landung am 4.Aug. in Berlin (39.350 km auf fahrplanmäßigen Verkehrsflugzeugen in 20 Tagen, 21 Stunden, 35 Min.); 1954 Gründung der Firma "Bayerischer Flugdienst Hans Bertram", das Unternehmen eröffnete 1972 den Regionalluftverkehr von Hof (später auch Bayreuth) nach Frankfurt (Strecke wird später von der DLH-Tochter DLT und dann vom Nürnberger Flugdienst betrieben), aus Bertrams Firma ging ein Luftbildverlag hervor. Bertram war mit der Schauspielerin Gisela Uhlen verheiratet.

Beyer, W.

Ju 52-Pilot; 1935 flog er in der Nacht vom 9. zum 10. Aug. mit der Ju 52/3m See PP-CAY Richtung Natal und streifte im Dunkeln ein Hindernis, Steuerbord-Schwimmer und Ölkühler wurden abgerissen, B. kreiste bis zum Morgengrauen über Bahia, dann gelang die schwierige Einschwimmerlandung; 1937 geriet er mit der Ju 52/3m "Emil Schäfer" (D-AGAV) am 26. November in London im Nebel auf eine zu kurze Startbahn und prallte gegen eine Halle.

Bezold, Albert von

geb. 08.01.1869 in München

Schulbesuch in München, Ingolstadt, Berlin; 1883 Kadettenkorps; 1889 Fähnrich-Examen; 1890 Offiziers-Examen auf der Kriegsschule Glogau, anschl. Artillerie- und Ingenieur-Schule; 1895 Ingenieur-Offiziers-Examen, diente anschl. in den Regimentern 2 und 3 bei der Militär-Eisenbahn (bis Herbst 1907), zuletzt dort Kompaniechef; 1907 nach Neubildung des Telegraphen-Bataillons Nr. 4 Versetzung als Kompagniechef in dieses Bataillon; 1911 Hauptmann beim Stab und Vorstand der der Gerätekommission beim Telegraphen-Bataillon Nr. 4; 1913 Okt. Versetzung als Major und Abteilungsvorstand zur verkehrstechnischen Prüfungskommission, Berlin.

Nach Kriegsausbruch 1914 Stabsoffizier der Telegraphentruppen; Dez. 1914 bis Juni 1916 Stabsoffizier vom Platz der Festung Namur; Dez. 1916 bis Juni 1918 Armee-Fernsprech-Kommandeur in Mazedonien, anschl. bis Dezember 1918 Kommandeur der "Militär-Telegraphen-Abt. Heim" in Ohrdruf; Jan. bis Mai 1919 Inspekteur der 4. Inspektion der Nachrichten-Ersatzabt. II in Cassel, später Kommandeur der Nachrichtenabt. 11, 3 und 5, wegen Verminderung des Heeres gezwungen, auszuscheiden; 1920 Kommandeur der Nachrichten-Abteilung der Reichswehr-Brigade 3

Am 1. Februar 1921 Eintritt bei Junkers, Einrichtung und Aufbau der Abt. Literatur, später Leitung dieser Abteilung Sichtung der gesamten einschlägigen in- und ausländischen Literatur, Ausarbeitung der Literaturnachrichten, Übersetzung von Zeitungsartikeln usw.; am 30. Juni 1926 Ausscheiden bei Junkers.

Bianchi, Ferdinando (Baron)

nach dem 1. Weltkrieg bei der Österreichischen Luftverkehrs AG tätig; erster Luftbild-Pionier in Südamerika (Verwendung von Junkers-Flugzeugen F 13, W 34, Ju 52); ab 1935 Direktor der Prospec SA in Petropolis (Brasilien)

Bibescu (Prinz von Rumänien)

1933 Präsident der FAI; erhielt 1933 eine Sonderausführung der Junkers Ju 52 mit drei Hispano-Suiza-Motoren (Ju 52/3mce, Werk-Nr. 4016).

Bieberstein, Heinrich Rogalla Frh. von

gest. 13.01.1935

1914 Beobachter, Bombenflieger u. Führer einer Fliegerabt., Kommandeur der Flieger; 1919 Führer einer Freiwilligenabt. im Baltikum, Beobachter bei der DLR Kriegsname "Emir" (Ju 52/3m D-EMIR danach benannt, wurde von ihm getauft).

Am 1. Juni 1922 Eintritt bei Junkers; 1924 Standardenführer der SA; 1925 Referent der JLAG; 1933 Untergruppenführer der Fl.Ldsgr.XIV, Berlin, Geschäftsführer im Verband deutscher Flughäfen, Leiter des Flughafens Königsberg; am 31. Jan. 1935 bei einem Unfall eines Deruluft-Flugzeuges tödl. verunglückt.

Bienen, Theo

gest. 11.10.1927 in Rechlin

1923 Vorsitzender der Flugwissenschaftl. Vereinigung Aachen, flog das Segelflugzeug "Rheinland" der Aachener Segelflugzeugbau GmbH (Junkers-Ges.) beim Rhön-Segelflugzeugwettbewerb 1923; 1927 bei der DVL, stürzt mit dem Jagdeinsitzer SD 1 (Versuchsflugzeug von Arado) am 11. Oktober bei Rechlin ab.

Billik, Paul

geb. 1892

gest. 08.03.1926 in Staaken

Ende 1915 Pilotenschein; im 1. Weltkrieg einer der erfolgreichsten Piloten (31 Luftsiege); im Jan. 1918 in englischer Gefangenschaft; 1924 Pilot bei Udet-Flugzeugwerken; 1925 Pilot beim DAL (Strecke Berlin-München); Teilnahme am Dt. Rundflug; am 8. März 1926 tödl. Unfall bei einem Versuchsflug mit einem Junkersflugzeug in Staaken (zu steile Linkskurve)

Bitterich, Hermann

geb. 24.03.1892 in Mannheim

Eintritt bei Junkers am 2. März 1920, tätig im Vertrieb der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; 1923 Teilnahme an der Junkers-Südamerika-Expedition, führte Verhandlungen für Junkers in Kuba; Wiedereintritt bei der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. am 1.12.1928 als Ingenieur.

Blankenburg, Joachim

geb. 1898
gest. 26.11.1938 in Bathurst

1930 Pilot einer Ju-46 bei Katapultflügen auf dem Dampfer Europa; 1933 nimmt er an den Erkundungsflügen über dem Südatlantik teil; 1936 erster durchgehender Nordatlantikflug mit einem Verkehrsflugboot; 1938 absolviert er den 100. Atlantikflug mit einer Ha 139; tödlich verunglückt beim Absturz der Junkers Ju-90 D-AIVI "Preußen" am 26. November 1938 in Bathurst.

Blankenstein, Walter

1920 bei der Luftfahrt-Friedenskommission und nebenamtl. für die Lloyd Ostflug tätig (Vermittlung bei Verhandlungen zwischen Junkers und Entente); zweiter Geschäftsführer der Lloyd Ostflug GmbH ab 1. Jan. 1921; 1922 bei der Luftfahrt-Friedenskommission; ab Mai 1922 Geschäftsführer der Lloyd-Junkers-Luftverkehr GmbH

Blériot, Louis

geb. 1. Juli 1872 in Cambrai
gest. 1. Aug. 1936 in Paris

französischer Ingenieur und Pilot, erster Flugzeugführer der Welt (französischer Flugzeugführerschein Nr. 1); überflog am 25. Juli 1909 als erster den Ärmelkanal von Calais nach Dover mit seinem Flugzeug "Blériot XI".

Blunck, Richard

geb. 19.02.1895 in Neumünster

Mittelschule, Realschule, Gymnasium in Neumünster; 1913 Abitur, anschl. Studium der Philosophie, Psychologie, Soziologie, Geschichte, Literatur- und Kunstgeschichte an den Universitäten Kiel, Leipzig, München; Jan. bis Okt. 1916 Soldat; 1917 Assistent am Institut für Literatur und Theaterwissenschaft der Universität Kiel (bis 1920); kritischer Leiter der Monatsschrift "Die Schöne Rarität" (bis 1919); 1920 Frühjahr und Sommer Studien in Oberitzlien; vom 1. Jan. 1921 bis 1. April 1926 künstlerischer Berater, dann Geschäftsführer und Prokurist, schließlich leitender Kommandandist des "Kunsthaus tom Kyle" Thessing & Co, in Kiel; ab 1926 als Schriftsteller tätig.

1927 Eintritt bei Junkers; ab 8. Jan. 1934 in Neuhaus bei Schliersee für Prof. Junkers tätig (Aufklärungs- und Metallhausbau-Arbeiten); 1935 Fortführung der Arbeiten an der Biographie "Hugo Junkers" im Auftrag von Frau Prof. Junkers.

Bock, Günter (Prof.)

geb. 10.06. 1898 in Charlottenburg
gest. 21.02. 1970 in München

1916 Eintritt in das Militär als Fahnenjunker; am 7. Juni 1917 Beförderung zum Offizier; nach Kriegsende Abschied vom Militär als Oberleutnant d. R.; ab 1. Febr. 1919 Technische Hochschule Berlin; ab 1. Okt. 1922 Assistent bei Prof. Schlesinger an der TH Berlin (bis 2. März 1923); im März 1923 Verlobung mit Edith Klebe aus Dessau (Tochter des Prokuristen der DCGG Wilhelm Klebe).

Am 1. Mai 1923 Eintritt bei Junkers, im Privatsekretariat Prof. Junkers bzw. Hauptbüro tätig (Bearbeitung prinzipieller Festigkeitsfragen des Leichtbaues, theoret. Untersuchungen zu Schwingenflug, Höhenflug, usw.); am 30. Sept. 1924 Ausscheiden aus Junkers-Privatbüro; ab 1. Okt. zur Forschungsanstalt (Festigkeitsfragen im Flugzeugbau usw.); ab 1. Januar 1926 bei Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. angestellt; 1930 Leiter des statischen Büros der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.

Am 1. Sept. 1931 Antritt einer Professur an der TH Danzig; ab 1933 Chefingenieur im das Reichsluftfahrtministerium; 1934 Professur der Aerodynamik an der TH Aachen; ab 1936 Leiter der Direktion Flugzeugwerk bei der DVL in Adlershof; 1941 bis 1945 Wissenschaftlicher Leiter der DVL.

nach Kriegsende im ZAGI-Institut in Ramenskoje bei Moskau beschäftigt; 1954 zusammen mit Prof. Baade Rückkehr aus der UdSSR- Inhaber des Lehrstuhles für Luftfahrtechnik an der TH Darmstadt; 1958 bis 1959 Rektor an der TH Darmstadt; 1959 bis 1963 Vorsitzender der Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt; Vorstandsmitglied für das Forschungszentrum Oberpfaffenhofen der DVL; 1965 Emeritierung.

Böhler, Friedrich

geb. 10.04.1894

1925 Eintritt bei Junkers; 1926 bis 1929 Flugzeug- und Motorenmechaniker in der Türkei; 1929 bis 1934 Einrichtung einer Flugzeugwerkstatt in Nanking, Ausbildung von chinesischem Fachpersonal; 1934 Technischer Betriebsleiter auf dem Flugplatz Leipzig, anschl. wieder nach Nanking, dort unterstanden ihm auch die Privatflugzeuge Chiang-Kai-Cheks; ab 1940 eine Zeitlang Kontrollingenieur in der Jumo, dann wieder nach China, wo er die Interessen und die techn. Beratung der Argus-Motoren übernahm; 1946 Rückkehr nach Deutschland, Ausscheiden bei Junkers.

Böhm, Alois Robert (Dr.)

geb. 28.10.1892 in Meran i. Tirol

Am 1. Mai 1927 Eintritt in die Nachrichtenstelle des Junkers-Konzerns, Bearbeitung von Luftverkehrs- und techn.-wirtschaftl. Aufgaben und Projekten, Vertretung von Junkers bei auswärtigen Veranstaltungen, Aufstellung und Leitung der Abteilung Hauptbüro, Außenverbindung für Auslands-Markt und Konkurrenzfragen, Lizenzverhandlungen für Flugzeuge, Motoren und Lamellendach-Konstruktionen und Feinblechbau, Bearbeitung von Sonderaufgaben für Prof. Junkers (Fliegende Messe, Luftsportentwicklung u.ä.), Mitglied der Kommission für Ausarbeitung und Entwicklung neuer Flugzeugtypen; 1930 Leitung des Europa-Fluges der Junkers G 38, Leiter des Auslands-Nachrichten- und Werbedienstes der Junkerswerke; 1931 Vertreter des Österreich. Aero-Clubs bei der FAI und Mitglied der ständ. Sport-Kommission der FAI; am 30. Juni 1932 Ausscheiden bei Junkers, arbeitet anschl. als Zivil-Ing. in Paris.

Böhme, Adolf

1929/30 als Pilot von Junkersflugzeugen bei der persischen Regierung tätig (Buch "Wir flogen für den Iran"); nahm 1933 als zweiter Pilot teil an zwei Flügen mit der F 13 kä (J 14) mit Sternmotor über Dessau auf Einladung des Besitzers Guest.

Bölkow, Ludwig

geb. 30.06. 1912 in Schwerin

Sohn eines Werkmeisters der Fokker-Flugzeugfabrik; 1932-1933 Abitur; anschließend Praktikant im Heinkel-Flugzeugbau Warnemünde und bei den Deutschen Werken in Berlin-Spandau; 1933 bis 1938 Studium an der Technischen Hochschule Berlin (Luftfahrttechnik, Maschinen- und Flugzeugbau); 1938 bis 1939 Hochschulassistent; 1939 bis 1945 bei Messerschmitt leitender Konstrukteur und Typenleiter für Entwicklung einmotoriger Jagdflugzeug mit Strahlantrieb.

1945 bis 1948 in der Bauindustrie Stuttgarts; ab 1948 Leiter eines sich schnell vergrößernden Ingenieurbüros (IBB); ab 1955 Konstruktion von Flugzeugen und ferngelenkten Flugkörpern; am 1. Mai 1956 Gründung der Bölkow-Entwicklungen KG in Echterdingen bei Stuttgart mit finanzieller Unterstützung der Regierung; 1958 Übersiedlung nach Ottobrunn bei München; 1959 Bildung des Entwicklungsrings Süd (Entwicklungsring für Luft- und Raumfahrt GmbH; Bölkow, Heinkel, Messerschmitt) für Spezialaufgaben der Bundeswehr; Gesellschafter und Geschäftsführer der Bölkow GmbH, Ottobrunn; Geschäftsführer der Bölkow-Apparatebau GmbH, Nabern (Teck); 1968 Geschäftsführer der Messerschmitt-Bölkow GmbH, Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der MBB-GmbH.

Bongartz, Heinrich

geb. 31.01.1892 in Walsum bei Hamborn

Sohn eines Landwirts; Ausbildung als Lehrer; 1913 April 1913 bis April 1914 Dienstzeit beim Hacketäuer Infanterieregiment Nr. 16 in Mühlheim; vom Aug. 1914 bis Aug. 1916 Infanterist beim Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 13, zum Offizier befördert, im August 1916 Ausbildung als Pilot in Hamburg-Fuhlsbüttel, im Okt. als Pilot im Westen, Bombenflieger bei Kampfgeschwader 5 der Obersten Heeresleitung; von Januar bis März 1917 bei der Schutzstaffel 9, dann Führer der Jagdstaffel 36, am 2. Dez. 27. Luftsieg, am 23.Dez. 1917 Pour-le-mérite; im Frühjahr 1918 dem Jagdgeschwader 3 zugeteilt, hier 33. Luftsieg, nach dem Tode von Richthofen erfolgreichster lebender Kampflieger mit den meisten Abschüssen, am 27. April Kopfverletzung, verlor das linke Auge.

Nach Genesung Leiter der Flugzeug-Prüfstelle in Adlershof, flog beim Vergleichsfliegen in Adlershof die Junkers J-9, am 9. Nov. beim Kampf gegen Spartakisten schwer verwundet.

1919 schied er aus dem Heeresdienst aus und wird Flugplatzleiter der DLR in Gelsenkirchen; 1921 Absturz bei einem Schauflug; wird später Verkaufsdirektor einer norddeutschen Mineralölraffinerie; 1936 Hauptmann der Luftwaffe in Essen; 1940 zum Oberstleutnant der Flieger befördert.

Bongers, Hans M.

geb. 05.12.1898 in Itzehoe
gest. 23.06.1981

Besuch der Realschule in Dessau, anschließend kaufmännische Lehre, dann Kriegsdienst; im Oktober 1918 Eintritt bei Junkers (Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.) als kaufmännischer Angestellter; am 10. März 1920 Teilnahme am Höhenflug des Wasserflugzeug F 13 (WN 541) in Warnemünde; 1921 von Junkers beurlaubt, um an der Handelshochschule, der TH und der Universität München zu studieren.

1923 Staatsexamen als Diplom-Kaufmann; Wiedereintritt bei Junkers am 26. März 1923, wirkt an der Gründung des Junkers-Luftverkehrs mit; 1924 erste Versuche, die Betriebskosten des Luftverkehrs zu analysieren; am 15. November 1925 Denkschrift über eigenwirtschaftlichen Luftverkehr (zusammen mit Weil); ab Dezember 1925 Referent und Abteilungsleiter der Junkers Luftverkehr AG;

1926 Eintritt in die Lufthansa; 1929 übernimmt er die Reorganisation der Reparaturbetriebe der DLH und die Leitung der Werkstätten; Direktionsmitglied der Lufthansa, später Verkehrsleiter der DLH.

Ab 1945 in Neubiberg; legt im Oktober der englischen und der amerikanischen Militärregierung Pläne für den Aufbau eines deutschen Unternehmens als Hilfsbetrieb und Bodendienst des Luftverkehrs vor (wird abgelehnt); in Bitburg/Eifel als Wirtschaftsberater tätig: im März 1951 stellt das Bundesverkehrsministerium dem Büro Bongers einen Etat zur Verfügung; im Mai erteilt Verkehrsminister Seebohm B. offiziell den Auftrag, ihn in Fragen des zukünftigen Luftverkehrs zu beraten und als Gutachter tätig zu sein; das Büro Bongers zieht von Bitburg nach Köln um; am 9. Nov. 1951 konstitutionelle Sitzung des Vorbereitungsausschusses Luftverkehr (VAL); am 6. Jan. 1953 Gründung der Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf (Luftag); Bongers wird in den Vorstand gewählt; am 6. Aug. 1954 Umbenennung der Luftag in Deutsche Lufthansa AG, Bongers ist Vorstandsmitglied; am 1. April 1955 Wiederaufnahme des innerdeutschen Luftverkehrs.

Am 5. Dez. 1963 wird Bongers vom Bundespräsidenten mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet; 1965 Ausscheiden aus den Vorstand der Lufthansa; anschließend Ruhestand.

Boy, Herbert

Eintritt als Pilot bei der Scadta im Jan. 1924, flog bis Mitte 1930 Junkers F 13; erhält 1930 die goldene Junkers-Nadel (500.000 Flugkm auf Junkers-Flugzeuge); flog als erster mit einem Junkers-Flugzeug nach Ecuador und eröffnete den regelmäßigen Luftverkehrsdienst Kolumbien-Ecuador.

Brandenburg, Ernst

geb. 04.06.1883 in Sophienfeld (Kreis Znin)
gest. 1952

aktiver Offizier des 6. Westpreuß. Infanterie-Regiments in Schneidemühl; 1911 Leutnant, zur Lehr- u. Versuchsanstalt für Flugwesen kommandiert; 1912 Beförderung zum Oberleutnant, Regimentsadjutant; am 28. November 1914 Beförderung zum Hauptmann; schwere Verwundung bei der Infanterie, meldet sich zur Fliegerei; ab 1. November 1915 im Flugwesen tätig; 1917 Kommandeur des Bombengeschwaders 2 (Bombardierung Londons mit Gotha-Flugzeugen); am 17. Juni 1917 Absturz in Kreuznach u. schwere Verwundung; Pour-le-merité; Vertrauter von Seeckt.

Ab Dezember 1918 Angestellter im Reichsluftamt; 1920 als Major aus der Armee ausgeschieden; ab 1924 Leiter der neugegründeten Abteilung Luftfahrt im Reichsverkehrsministerium auf Betreiben von Seeckt, Ernennung blieb vorerst geheim; Teilnahme an der Internationalen Luftfahrtkonferenz in Kopenhagen (Dez.); kritisiert im Mai 1925 auf der Sitzung der Akademie der Wissenschaften die Gründung der Europa-Union und betreibt Gründung der DLH; spricht sich am 10. Sept. 1925 in einem Vortrag vor der WGL gegen die Verstaatlichung des Luftverkehrs aus; benutzte nach eigenen Angaben die ständig wiederkehrenden Zahlungsschwierigkeiten der Junkerswerke, um ihnen die Luftverkehrsaktien zu nehmen und mit denen das Aero-Lloyd zusammenzuwerfen; setzte im Oktober, nachdem das RVM die Jlag-Aktien in der Hand hatte, Gotthard Sachsenberg als Direktor der Jlag ab und übertrug die Leitung der Jlag an Erhard Milch, damit dieser auf dem Fusionsweg in den Lufthansa-Vorstand einrücken konnte.

1926 Aufsichtsratsmitglied der DLH; auf seine Veranlassung wurden die im Reichsbesitz befindlichen Junkers-Flugzeugwerke verkleinert; 1933 Ministerialdirektor der Abteilung für Kraftfahrt- u. Landstraßenwesen im Reichsverkehrsministerium Ehrenführer des NSKK, Standartenführer, von Göring zum Ehrenführer der Deutschen Luftfahrt ernannt

Brandenburg, Friedrich

geb. 16.05.1882 in Frankfurt/Oder
gest. im Dez. 1970 in München

Friedrich Brandenburg studierte von 1902 bis 1908 Maschinenbau an den Technischen Hochschulen Darmstadt und Braunschweig und leistete anschließend seinen Militärdienst bei dem Feldartillerieregiment Nr. 18 in Frankf./O. ab. Von 1910 bis 1912 war er Assistent für Eisenbahnmaschinenwesen und Transportanlagen für Massengüter bei Geh. Reg.Rat Prof. Köchy in Aachen.

Am 1. Oktober 1912 wurde er Mitarbeiter von Prof. Junkers und war vorwiegend in der Forschung tätig. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Brandenburg die kaufmännische Leitung der Forschungsanstalt und war später Prokurist der Junkers-Motorenbau GmbH. Von 1933 bis 1945 war er in München in der Hauptverwaltung der Junkerswerke tätig und übernahm nach Ende des Zweiten Weltkrieges Industrievertretungen.

Brandner, Ferdinand

geb. 17.11.1903 in Wien

Studium an der Technischen Hochschule Wien; im April 1937 Eintritt in die Junkerswerke, Auftrag auf einen 2000-PS-Flugmotor für das Projekt Ju 288 , wird leitender Konstrukteur des Jumo 222 (flüssigkeitsgekühlter 24-Zylinder-Reihen-Sternmotor); 1940 erste Läufe des Jumo 222 (war mit 3000 PS der stärkste Benzinmotor der Welt); 1945 sowjetische Kriegsgefangenschaft, entwickelte in Russland Propeller-Turbinenantriebe bis 12.000 PS; 1954 Rückkehr nach Österreich, anschl. techn. Leiter bei BMW in München-Allach.

Brauchitsch, Eberhard von (Dr.)

geb. 1895
gest. 1937

1927 bis 1931 Betriebsleiter der Henschel-Werke; 1931 bis 1935 bei Borsig und im Vorstand der Maschinenfabrik Sehmer; 1935 bis 1936 Technischer Direktor der Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik von Junkers; 1936 bis 1937 Vorstandsmitglied der Jumo.

Brauer, Otto

geb. 16.10.1897 in Steglitz bei Berlin
gest. 16.04.1976 in Berlin

Okt. 1906; Aug. 1914 Besuch der Oberrealschulen in Kassel und Posen; 1909 Beginn seiner Tätigkeit im Flugmodellbau; vom 7. bis 13.Juni 1912 Teilnahme an I. Dt. Jugend-Flugzeug-Modell-Ausst. in Kassel mit 10 Flugzeug-Modellen; am 11.Aug. 1914 Eintritt in die Albatros-Flugzeugwerke Berlin-Johannisthal.; 17. Aug. 1. Flug; 11. Sept. Eintritt in das Kaiserlich Freiwillige Marine-Fliegerkorps in Berlin-Johannisthal; ab 8. Mai 1915 Bottsmannsmaat; am 1. Juni Übertritt zum Heer als Fahnenjunkers-Unteroffizier im Kgl. Preußischen Infanterie-Regiment König-Ludwig III. von Bayern (2. Niederschlesisches Nr. 47); im 1. Weltkrieg Marineflieger, Infanterist, Fliegertruppe (Fliegerersatzabt. 4 Posen, Geschwaderschule Paderborn, Bombengeschwader VI OHL Staffel 9); am 20. Juli 1917 zum Leutnant befördert; bis 25.7. 1918 beim Bombengeschwader VI OHL, Staffel 9; vom 26. Juli 1918 bis 11. Nov. 1919 in englischer Kriegsgefangenschaft.

Ab 15. Nov. 1919 beim Reichswehrfliegerhorst Döberitz; ab 1. Dez. Mitglied im Aero-Club von Deutschland; 22. März 1920 beim Reichswehrfliegerhorst Königsberg/Pr., Devau; ab 1. Juni 1920 Verbindungsoffizier und Dolmetscher der Luft- und Heeres-Friedenskommission Verbindungsstelle Königsberg/Pr.; am 30. Sept. 1920 Abschied vom Heer; am 1. März 1921 Übernahme als Flugzeugführer in den Luftverkehr der Deutschen Luft-Reederei Berlin; am 13. Nov. 1922 Übertritt zum Junkers-Luftverkehr; 1. Febr. 1923 Eintritt bei Junkers; 1924 Pilot bei der Nordeuropa-Union, Reval, während dieser Zeit auch bereits Kommandierungen zum Dienst als Fluglehrer zur Reichswehr, um Offiziere zum Flugzeugführer auszubilden; ab 22. Nov. Mitglied des Vorstandsrates des Ostpreußischen Vereins für Luftfahrt im DLV und seitdem im DLV und seiner Organisation; im April 1925 Pilot der G 24 "Baden" beim Flug Leipzig-Kopenhagen-Königsberg; Ausscheiden bei Junkers am 31.12. 1925.

Am 1. Jan. 1926 Übernahme als Pilot zur neugegründeten Lufthansa; vom 28. Sept. 1927 bis 31.12.1932 Mitglied des Beirates für das Luftfahrtwesen des Reichsverkehrsministeriums, maßgebl. beteiligt an der Entwicklung der Großflugzeuge des Luftverkehrs und der späteren deutschen Luftwaffe und der Entwicklung des Blindfluges; am 1. Juli 1928 Ernennung zum Flugkapitän; am 11. Jan. 1929 Verleihung der "Goldenen Nadel" der DLH (500.000 Flugkm); am 22. Jan. 1929 Verleihung der "Goldenen Junkers-Nadel" (500.000 auf Junkers G 24)- am 15. Nov. 1929 in die Ringleitung des Ringes der Flieger berufen; ab 1. Dez. 1929 mit der Bauaufsicht des RVM, Abt. Luftfahrt bei der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. für den Bau und die Erprobung der reichseigenen G 38 beauftragt und Flugkapitän derselben; im Okt. 1930 Pilot der G 38 D-2000 beim Europa-Flug; am 14. Juni 1932 Pilot beim Erstflug der G 38 D-2500; wird zum Kommandanten der G 38 ernannt; am 26. Febr. 1932 "Tschudibecher" des Aero-Clubs von Deutschland für besonders hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der Luftfahrt; am 10. Okt. 1932 v om Wuppertaler Aero-Club zum Ehrenmitglied ernannt.

Ab 18. Aug. 1933 Fliegerstaffelführer im DLV, zwischenzeitlich Kommandierungen als Flug- und Blindfluglehrer für das Personal der zukünftigen deutschen Luftwaffe auf den "Reichsbahnstrecken" und zu den Fliegerhorsten Schleißheim (DVS), Faßberg, Langenhagen, Rechlin; am 1. Dez. 1934 "Goldene Lufthansa-Nadel" (1 Mill. Flugkilometer); 1935 Oberleutnant d. Res.; ab 1. Sept. 1937 Hauptmann d. Res.; 1. Okt. 1937 1.500.00 Flugkm; am 17. Aug. 1939 25jähr. Fliegerjubiläum; am 26. Aug. 1939 eingezogen zur Luftwaffe als Hauptmann und Staffelkapitän der Sonderstaffel im Kampfgeschwader z.b.V. Nr. 172; 7. Nov. 1939 Kommandierung in das Reichsluftfahrtministerium zum Chef für Flugsicherheit; 15. Nov. 1939 Leiter der Dienststelle für Flugsicherheit und Unfalluntersuchung des RLM, der U und S-Stelle bei den Stäben der Luftflottenkommandos 3 und 4; ab 9. April 1940 Frontverwendung und Feindflüge in Norwegen, Frankreich, Balkan und Kreta (bis 25. Juni 1941); am 1. Aug. 1940 2 Mill. Flugkilometer; ab 1. Okt. 1940 Major d. Res.; bis Mai 1941 allein auf der G 38 D-APIS "Generalfeldmarschall von Hindenburg" in über 7000 Flugstunden 1.400.000 Flugkm ohne Unfall oder Außenlandung zurückgelegt und damit die höchste Anzahl der Fluggäste befördert, die je ein Pilot der alten Lufthansa in der Zeit ihres Bestehens fliegen konnte; vom 20. Nov. 1941 bis 23. April 1945 Bauaufsichtsleiter und Erprobungspilot der Bauaufsicht des Generalluftzeugmeisters bzw. des Chefs der Techn. Luftrüstung bei den Junkers-Flugzeug- und Motorenwerken; am 26. April 1945 von den Amerikanern gefangengenommen.

Am 2. Aug. 1945 von den Russen verhaftet, Zuchthaus- und K.-Z.-Aufenthalt in Halle, Torgau/Zinna und Frankfurt/Oder; am 7. April 1947 als Kriegsgefangener in die Sowjetunion in die Lager Krasnogorsk, Grasowetz und Tscherepowetz verschleppt worden; am 4. Juli 1948 Heimkehr, infolge Berufsverbot der deutschen Luftfahrt durch die Alliierten (Artikel 52) arbeitslos bis 31. Mai 1956; ab 1. Sept. 1948 Mitglied des Berufsverbandes für das Fachpersonal der früheren deutschen Zivilluftfahrt (BFDZ), der späteren Notgemeinschaft ehemaliger Lufthanseaten e.V.; ab 10. April 1952 Mitglied des Verbandes der Berufspiloten Deutschlands e.V. Berlin-Zentralflughafen; vom 24. Jan. 1953 bis 6.2.1955 erster Vorsitzender des Verbandes der Berufspiloten Deutschlands e.V.; ab 24. Aug. 1954 aufgefordertes Mitglied (Traditionswahrer) der Gemeinschaft "Alte Adler" im Deutschland Aero-Club e.V.; ab 31. Mai 1956 Mitarbeiter im Institut für Luftfahrzeugführung und Luftverkehr der Technischen Universität Berlin; ab 18. Jan. 1956 Mitglied der Bezirksverordneten-Versammlung des Bezirks Berlin-Steglitz; ab 24. Jan. 1956 erneut erster Vors. des Verbandes der Berufspiloten Deutschlands e.V.; vom 1. Aug. 1958 bis 1964 Hauptsachbearbeiter im Institut für Luftfahrzeugführung und Luftverkehr der Technischen Universität Berlin.

Brausewaldt, Horst

geb. 1905
gest. 1979

1925 bis 1934 techn. Kaufmann bei Arado; 1928 bis 1930 Redakteur der Illustr. Flugwoche; 1934 bis 1945 bei Junkers (Presse- u. Werbeleiter; Hrsg. von "Menschen im Werk" u. "Sturzkampf- Flugzeuge"); ab 1958 Presse- und Werbeleiter bei Messerschmidt.

Brecht

1918 bis 1919 Monteur beim Geschwader Sachsenberg, anschl. Monteur beim Lloyd Ostflug und beim Junkers-Luftverkehr (ABA, Schweden); ab 1926 bei der Lufthansa; 1935 Oberflugmaschinist der Ju 52 von Blomberg, Luftmillionär.

Bredow

1921 Oberregierungsrat; wird am 27. Januar offiziell von Reichsverkehrsminister Groener offiziell als Leiter der Abteilung III, Reichsamt für Luft- und Kraftfahrwesen, eingeführt (Nachfolger von Euler); kurz nach seinem Amtsantritt äußerst scharfe Stellungnahme gegen die Knebelung der deutschen Luftfahrt; stellt mit Schreiben vom 7. Oktober die Subventionierung des Luftverkehrs mit Ablauf des 31. Oktobers ein, da die Flugzeuge wie auch die Bodenorganisation den Anforderungen eines Luftverkehrs noch nicht genügen; 1923 Teilnahme am Propagandaflug mit Junkers F 13 Berlin-Dessau; 1924 Ausscheiden als Leiter des Reichsluftamtes am 1. April; ging in Pension.

Bremer, Waino

geb. 24.04.1899
gest. 23.12.1964

Eintritt als Pilot bei Junkers am 1. Okt. 1926, Chefpilot bei Aero O.Y. u. der bester Pilot Finnlands; flog drei Jahre lang die erste G 24/Wasser im regelmäßigen Luftverkehr; im Sommer 1926 Vorführung Junkers K-30/Wasser in Holland und Vorführung einer A-35 in Finnland; im Frühjahr 1927 Vorführung einer Junkers K-30/Land u. Wasser in der Türkei; im Sommer 1930 Vorführung einer Junkers K-30 in Finnland; 1931 Erwerb eines Junkers-Sportflugzeuges A 50 (OH-ABB), führt damit Europa-Rundflug über 7.175 km durch; im Juni 1931 "Goldene Junkers-Nadel"; 1931 Sieger in der A-Klasse beim Ilis-Wettbewerb im Frühjahr Flug nach Lappland mit A 50; vom 19. März bis 21. Mai 1932 Flug mit seiner Junkers A 50 von Helsinki nach Kap Kaupunki (Südafrika); vom 5. bis 13. Aug. 1933 Weltrundflug Tokio-Tokio mit seiner Junkers A 50 (30.000 km); Ausscheiden bei Junkers am 31.3. 1937.

Bressler, Arthur

gest. 1936

1926 Junkers-Pilot in Spanien, Kündigung am 31.Dez. 1926; am 1. Mai 1927 bei Junkers wieder eingestellt; 1928 Junkers-Pilot in Bulgarien, Bruch mit der F 13 B-BUNA, danach Kündigung; ab 31 März. 1936 mit Ju 52/3m der Luftwaffe in Spanien eingesetzt, dabei abgestürzt.

Brigulla, Ludwig

Sergeant, am 17. Jan. 1920 Gründungsmitglied der Siedlungsgesellschaft Seerappen mbH, danach Teilhaber der OLA, tritt seine Geschäftsanteile am 31. Dez. 1920 an Harry Winter ab; 1924 Monteur bei der Luftverkehrsgesellschaft Sakavia in Baku (UdSSR); 1930 Monteur beim Junkers-Luftverkehr Persien.

Brown, Thomas

ist an der Erschließung iranischer Ölquellen beteiligt; überzeugt in enger Zusammenarbeit mit Kurt Weil die irakische Regierung von der Bedeutung des Luftverkehrs für das irakische Königreich; gründet die Irak Transport-Company (Iratra) und setzt Kurt Weil als Treuhänder ein.

Bruhn, Richard (Dr.)

geb. 25.06.1886 in Cismar (Kr. Oldenburg)
gest. 08.07.1964 in Düsseldorf

Sohn eines Handwerkers, stammt aus armen Verhältnissen, 5 Geschwister; 1892 Besuch der Volksschule bzw. Bürgerschule in Kiel (bis 1902), überspringt einige Klasse, Besuch eines Gymnasiums aus wirtschaftl. Gründen nicht möglich; Ostern bis 1. Dez. 1902 kaufmännische Lehre in einer Plöner Wagen- und Holzverarbeitungs-Fabrik Anfang Dez. Ausbildung bei der elektrotechn. Fabrik Neufeldt & Kuhnke in Kiel als Mechaniker und Monteur für elektr. Licht- u. Kraftanlagen (Ergänzung der Lehre durch Selbststudium bzw. Besuch der Kieler Gewerbeschule).

Im März 1906 Anstellung als Elektromechaniker bei der Schiffswerft der Hapag in Hamburg; im Juni 1906 Anstellung bei der Firma Siemens-Schuckert als Monteur; ab Okt. 1906 selbständiger Monteur bei Felten.Guilleaume-Lameyer, elektrifiziert eine Anzahl großer Villen; 1907 Besuch der sog. "Presse" in Kiel, legt Anfang Sept. 1907 die Einjährig-Freiwilligen Prüfung vor der Königl. Prüfungskomm. in Schleswig ab, anschl. Beschäftigung als Obermonteur bei der AEG, gibt im Nov. 1907 die techn. Laufbahn auf und läßt sich als techn. Beamter bei der AEG Bremen ausbilden, erwirbt sich durch Selbststudium und Lehrkurse Kenntnisse in der englischen, französischen und spanischen Sprache; 1909 Versetzung in die Berliner Zentrale der AEG, wird der Auslandsabt. zugeteilt; erhält Ende Dez. 1909 ein selbständiges Dezernat für die englische Organisation (später auch Belgien u. Holland), Vertrauensbeamter der Direktion; ab 1. Jan. 1911 kaufmänn. Leiter des AEG-Büros in London; 1912 Erwerb eines Bauernhofes im Holsteinischen, um seinem Vater wieder eine selbständige Existenz zu verschaffen.

Im März 1914 Rückkehr nach Deutschland, Studium der Staatswissenschaften an der Universität Kiel, im Dez. 1914 Einzug an die Front; im Nov. 1915 Ernennung zum Offizier; 1917 verfaßt er Werbeschriften zu Gunsten der Kriegsanleihe; wird Anfang 1917 bei der Heeresgruppe Nord hauptamtlich für die Werbearbeit eingesetzt; 1919 organisiert er zusammen mit Dr. W. Koch den Reichsbürgerrat und stellt sich der Brigade Reinhard zur Verfügung, um die Spartakus-Unruhen zu bekämpfen (Werbung und Organisation des Nachschubs); wird im Mai 1919 vom Auswärtigen Amt nach Berlin berufen, um in einer vertraulichen Sache tätig zu sein; anschl. Fortsetzung des Studiums in Kiel; 1921 Promotion magna cum laude zum Doktor der Staatswissenschaften, wurde vom Preussischen Kulturminister von einer nachträgl. Ablegung des Abiturs dispensiert; ab März 1921 leitender kaufmänn. Prokurist bzw. kaufmänn. Direktor der Firma Neufeldt & Kuhnke, Kiel; am 30. Sept. 1926 Ausscheiden aus der Firma Neufeldt & Kuhnke wegen Umorganisation der Firma.

Am 19. Apr. 1927 Eintritt in das Hauptbüro des Junkers-Konzerns; am 29. April 1929 Wahl in den Aufsichtsrat der Luftfrako; am 30. Juni 1929 Ausscheiden bei Junkers, gehört aber weiterhin dem Beirat der Junkerswerke an, anschl. Übernahme der Leitung der Pöge Elektrizitäts AG; Anfang August 1930 Ausscheiden aus der Pöge Elektrizitäts AG; ab Jan. 1931 Aufsichtsratsmitglied des DKW-Konzerns im Aufsichtsrat der Junkers-Diesel-Kraftmaschinen GmbH; 1932 Gründung der Auto-Union, deren Vorstand er wird. Am 7. Mai 1945 verläßt Dr. Bruhn Chemnitz. 1945-1947 Internierung in den Langern der britischen Besatzungsmacht.

1949 Erster Geschäftsführer der wieder gegründeten Auto Union GmbH in Ingolstadt. 1952 Ehrendoktorwürde (Dr.Ing.eh.) der RWTH Aachen für seine Verdienste um die deutsche Kraftfahrzeugindustrie. Am 6. November 1956 aus der Geschäftsführung der Auto Union ausgeschieden und für zwei weitere Jahre dort tätig als Aufsichtsratsvorsitzender. Am 8. Juli 1964 in Düsseldorf gestorben.

Budde, Emil

gest. 10.04.1956 in Roßlau

1923 bis 1924 Pilot des Junkers-Luftverkehrs; 1926 Inhaber des Restaurants "Eisernes Kreuz" in Dessau.

Burzynski, Hans

1922 bis 1923 Junkers-Pilot.

Butter, Benno

geb. 23.10.1886 in Astrachan

Eintritt in die Versuchsanstalt Aachen am 5. Juni 1912; Eintritt in das Konstruktionsbüro der Forschungsanstalt am 19.01.1919.

Buttlar, Waldemar von

geb. 1885
gest. 1952

Pilotenschein Nr. 167 vom 14. März 1912; Teilnahme am Süddeutschland-Flug 1912; 1913/14 Teilnahme an den Prinz-Heinrich-Flügen; erster deutscher Militär-Kunstflieger; Leitung der BMW-Vertretung in Berlin; 1932 Treuhänder im Junkers-Vergleichsverfahren.

Castell

Pilot der Eurasia; 1937 Teilnahme an der Suche nach der Ju 52/3m D-ANOY als Pilot der Ju 52/3m D-AEHE.

Castiglioni, Camillo

geb. 1879

Schwiegersohn von Ernst Körting; nach dem Studium Vertreter der Österr. Gummiwarenfabrik AG in Konstantinopel; ab 1904 Generaldirektor der Österr. Gummiwarenfabrik AG in Konstantinopel; 1909 Ballonführer-Diplom; am 13./14. Mai 1911 erste Ballonnachtfahrt über 390 km; 1912 an der Gründung der ungarischen Flugzeugwerke AG (UFAG) in Budapest-Albertfalva beteiligt; 1914 an der Gründung der Albatros-Werke GmbH beteiligt; 1916 besaß er Anteile an den Hansa- und Brandenburgischen Flugzeug-Werke, Heinkel benennt Flugboot "CC" nach ihm; 1917 an der Gründung der Phönix-Flugzeugwerke AG in Wien-Stadlau beteiligt.

Im Nov. 1917 will Castiglioni Junkers C- und D-Flugzeuge durch die Hansa- und Brandenburgische Flugzeugwerke bauen lassen und auch Flugzeuglizenz für Österreich erwerben, durch Einfluß von Fokker wurden die Verhandlungen zerschlagen; am 26. Okt. 1918 an der Gründung der "Luftverkehrs-Studiengesellschaft mbH" in Wien beteiligt; im April 1918 Verhandlung mit Junkers über Lizenzbau von Junkers-Flugzeugen und Generallizenz für Junkers-Motoren für Österreich-Ungarn; 1922 Erwerb der Bayerischen Motorenwerke für 75 Mill. Mark; 1924 Zusammenbruch der Allgemeinen Depositenbank, an der C.C. Anteile besaß; in der Folge Zusammenbruch der Firmen C.C.

Cramer von Clausbruch, Rudolf

1923 Junkers-Pilot; 1924 Pilot beim DAL (Dornier-Delphin), flog Nachtstrecke Berlin-Stettin-Kopenhagen; 1926 Pilot bei DLH; 1927 Pilot des Condor-Syndicats, Brasilien; 1930 hat er an der Einrichtung eines regelmäßigen Luftverkehrs zwischen Europa und Südamerika mit Dornier-Wal hervorragenden Anteil; Flugkapitän der Do-X beim Flug Rio de Janeiro; New York.

Cranz, Eberhard

geb. 12.11.1894 in Gnesen (Provinz Posen)

1913 Eintritt in die Kaiserliche Marine; im 1. Weltkrieg Leutnant zur See, nahm an der Seeschlacht von Skagerrak teil anschl. bei Flieger-Ersatz-Abt. 7 (Kommandeur v. Tschudi) in Kiel-Holtenau Umschulung auf Wasserflugzeuge, Besuch der Kampfeinsitzerschule in Danzig-Langfuhr, stellte eine Seefrontstaffel auf, die dem neuformierten Marine-Jagdgeschwader angegliedert wurde, mit Gotthard Sachsenberg befreundet; 1920 Mitbegründer der OLA und der Lloyd Ostflug GmbH.

Am 01.12.1922 Eintritt bei Junkers; 1925 Leiter des Büros Berlin der Junkers Luftverkehr AG; vom April 1926 bis Juni 1929 Leitung der Severa-Seeflugversuchsabt. bzw. "Abteilung Küstenflug der Deutschen Lufthansa"; vom Juli 1929 bis Aug. 1934 Leiter der "Luftdienst GmbH", Berlin; 1934 Führung der Flieger-Landesgruppe XIV des Deutschen Luftsportverbandes.

Dethmann, Adolf (Dr.)

geb. 03.12.1896 in Neumünster (Holstein)

in seiner Jugend begeisteter Anhänger von Helfferich, später von Karl Marx; 1919/1920 in Russland, hat Lenin gesehen, aufgrund der Erlebnisse in Russland Bruch mit dem Kommunismus.

Am 16. April 1929 auf Veranlassung von Prof. Junkers späteren Schwiegersohn Drömmer bei Junkers eingestellt, war mit Drömmer befreundet; Sekretär von Prof. Junkers Mitarbeiter des Hauptbüros; 1932 Vorstandsmitglied der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; am 23. März 1933 verhaftet, nach 10 Wochen wieder freigelassen.

Deutelmoser, Ferdinand

Ingenieur; ab 14. Mai 1919 Leiter des Büros für Luftfahrtangelegenheiten beim österreichischen Staatsamt für Verkehrswesen (Erteilung von Luftfahrtkonzessionen usw.); später Hofrat, Generaldirektor der Oesterreichischen Luftverkehrs AG, Wien.

Dieterich, G

Liquidator der Albatroswerke GmbH; 1918 Direktor, im Kriegsministerium tätig; vom 1. Jan. 1919 bis Sept. 1921 Berater der Zentrale der Junkerswerke.

Dlugaschewski, Klemens

Pilot bei P.L.L. Aerolot; 1925 erreicht er seinen 100.000 Flugkm mit Junkers-Flugzeugen.

Doepp, Alexander von

Bruder von Philipp v. Doepp; vom 16. April bis 15. Oktober 1912 und vom 16. April bis 15. Oktober 1913 in den Junkerswerken (Versuchsstand von Ölmotoren, Konstruktionsbüro) tätig.

Doepp, Georg von (Prof.)

gest. 1921

Vater von Alexander u. Philipp v. Doepp; 1913 Direktor des Technologischen Instituts in St. Petersburg; 1919 Professor in Reval, Artikel über Explosionen an Rauchgasvorwärmern in Z.d.V.d.I 12/1919.

Doepp, Philipp Christoph von

geb. 08.05.1885 in St. Petersburg
gest. 21.10.1967 in Los Angeles

Studium des Elektromaschinenbaues (Elektromechanischen Fachrichtung) an der Petersburger Polytechnischen Hochschule; 1910 bis 1912 Unterbrechung des Studiums; vom 1. Juli 1910 bis 1. Juni 1912 als wiss. Assistent bei Prof. Junkers in Aachen tätig, wurde aus Mitteln des "Jubiläumsfonds der deutschen Industrie" bezahlt, führte Untersuchungen über Arten der Wärmeübertragung durch und leitete Übungen der Studierenden im Maschinenlaboratorium; nach Ausbruch des 1. Weltkrieges Ablegung der staatlichen Hauptprüfung in Rußland; 1915 bis 1917 Versuchsingenieur der Abteilung für Hüttenwesen bzw. Elektrotechnik im Zentrallaboratorium des Russischen Kriegsministeriums.

Am 1. Dez. 1918 Wiedereintritt bei Junkers, im Windkanal tätig; 1919 Leiter der Abteilung Strömungstechnik der Forschungsanstalt Prof. Junkers; 1934 bis 1945 Leiter der Abteilung Strömungstechnik der Forschungsanstalt der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.

Doepp ging nach dem 2. Weltkrieg in die USA und war bis 1961 im Aeronautil Research Laboratorium in Dayton tätig.

Doerr, Gustav

geb. 05.10.1887 in Blindgallen (Ostpreu0en)
gest. 01.12.1928 Letzlinger Heide

1906 Maschinenbaulehrling bei Krupp in Essen; 1908 beim Infanterieregiment Nr. 176 in Thorn; 1910 Beförderung zum Unteroffizier; 1914 Sergeant bei 1. Kompagnie seines Regiments an der Ostfront; am 20. 8. 1914 schwer verwundet; am 17. Febr. 1915 zum zweiten Mal schwer verwundet; im Juli 1915 zur Militärfliegerschule Döberitz einberufen; ab 18. März 1916 bei der Fliegerabt. 68 in Habsheim; 1917 Absturz bei Frontflug an der Aisne, danach Fliegerersatzabt. I in Altenburg, Einflieger an der Werft; ab Febr. 1918 Jagdflieger bei Jagdfliegerstaffel 45 der 3. Armee, gold. Militär-Verdienst-Kreuz, Beförderung zum Offizier; am 17. Jan. 1919 Pour-le-merite.

1922 bis 1925 Pilot der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G., führt 1923 zur Mustermesse Breslau die F 13 Dz-42 vor, auf der Strecke Berlin-Leipzig-Fürth tätig; im Juli 1924 errreichte er den 150.000 Flugkm bei der Transeuropa-Union; ab 1926 Pilot bei DLH, Flugkapitän; am 1. Dez. 1928 tödl. verunglückt mit einer Junkers G-31 in der Letzinger Heide DLH, bis dahin über 570.000 Flugkilometer.

Doldi, Adolf

geb. 14.05.1891in Gumpenweiler

bis Ende 1922 Pilot beim Rumpler-Luftverkehr; Eintritt bei Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. am 4.12.1922; 1923 bis 1925 Junkers-Pilot; im Juli 1924 erreicht er bei der Transeuropa-Union den 200.000 Flugkm; 1925 Teilnahme am Bayerischen Zugspitzflug mit der Junkers F 13 D-230; 1925 Pilot einer G 24 beim Flug der Reichsregierung nach München; 1926 Pilot der DLH; 1926 Flug mit G 24 Berlin - Peking; erreicht am 6. Juni 1926 seinen 500.000 Flugkm; am 1. Arpil 1931 Eröffnungsflug Berlin - München - Rom (zusammen mit Hans Baur).

Dominik, Hans

geb. 15.11.1872 in Zwickau
gest. 09.12.1945 in Berlin

Hans Dominik verfaßte im Ersten Weltkrieg Artikel zur Propagierung des Junkers-Metallflugzeuges und erarbeitete im Sommer 1919 ein Konzept für einen Junkers-Industriefilm. 1922 erschien sein erster utopischer Roman "Die Macht der Drei". Weitere Romane sind "Die Spur des Dschingis Khan" (1923), "Atlantis" (1925), "John Wortmann, der Zeitungsboy" (1925), "Der Brand der Cheopspyramide" (1927), "Kautschuk" (1930), das Sachbuch "Triumphe der Technik" und die Autobiographie "Vom Schraubstock zum Schreibtisch" (1942). Prof. Junkers war ihm Vorbild für seine Prof.-Eggert-Romane, von denen der "Wettflug der Nationen" wohl der bekannteste ist.

Doxrud, Chr.

Schiffskommandant von Amundsen; 1923 norwegischer Verbindungsoffizier bei der Spitzbergen-Expedition; anschließend bis 1925 für Junkers in Südamerika tätig .

Drechsel

Flugkapitän der DLH; 1936 Flugexpedition nach Afghanistan mit Ju 52/3m D-AVUP; 1937 Pamirflug mit Ju 42/3m D-AMID.

Dresel, August

geb. 11.10.1898 in Varnhalt b. Baden-Baden

1917/1918 Teilnahme an den Kämpfen an der Somme; anschließend bei Fliegertruppe FEA 9, Darmstadt und auf der Geschwaderschule Paderborn; 1919 bis 1924 Studium in Bingen und techn. Assistent bei Siemens & Halske; am 1. Mai 1924 Eintritt bei Junkers als Werbeassistent; 1931 Werbeleiter bei Junkers; 1935 Presseleiter bei Junkers; 1938 Prokurist der Junkerswerke; 1939 bis 1945 Beauftragter von Junkers für die Umstellung des VW-Werkes in Wolfgsburg auf Flugzeugbau, Erstellung und Einrichtung von Werften für Flugzeug- und Motorenreparaturen; zuletzt Techn. Geschäftsführer bei den Wiener-Neustädter Flugzeugwerken.

Nach 1945 Mitbegründer der Abendschule für Industriewerbung in Kassel; später beim Haus der Werbung Hermann Knauf in Kassel tätig.

Drewsky, Max

geb. 04.07.1894 in Ortelsburg (Preußen)

Eintritt bei Junkers am 1. Jan. 1921; 1922/23 Teilnahme als Pilot an der Südamerika-Expedition (ESA); am 31. Dez. 1924 Ausscheiden bei Junkers. Ab 1925 bei der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt bzw. beim Reichsverband der Deutschen Luftfahrtindustrie, Erprobungsstelle Staaken.

Drömmer, Friedrich gen. Peter

geb. 16.01.1889 in Kiel

Besuch der Weimarer Kunstschule, Studium bei Prof. Albin Egger-Lienz (1911/12) anschl. Übersiedlung nach Kassel, dort gehört er der Meisterklasse des Malers und Graphikers Prof. Hans Olde an; 1915 bis 1918 als Soldat im 1. Weltkrieg, Teilnahme an den Kämpfen vor Verdun; 1919 freischaffender Künstler am Bauhaus in Weimar, anschl. als Maler in Kiel tätig; kam in Verbindung mit einem sozialist. Kreis (künstlerisch-expressionistische Vereinigung), lernte hier Dethmann kennen; schwenkt 1921 zur Innenarchitektur über; später in Aachen und Frankfurt a.M.; 1923 in München, setzt sich für die Hitler-Bewegung ein, kommt jedoch nach dem Kapp-Putsch wieder davon ab.

Drömmer kam im Juni 1923 durch Herta Junkers, die er in München kennengelernt hatte, zu Junkers ins Hauptbüro (Abt. Propaganda); Arbeit als Graphiker und Innenarchitekt; gestaltete das von Dr. Bueb erworbene Haus in der Albrechtstr. aus, das die Fam. Junkers Ende 1923 bezogen hat; eingestellt bei Junkers am 1.10.1923; am 23.3. 1933 verhaftet, nach 10 Tagen wieder entlassen, im Herbst nach Vermählung mit Annelise Junkers Ausreise nach Italien.

Edler, Ernst

geb. 10.03.1902

Pilot bei Junkers vom 1. Jan. 1929 bis 1920; 1930 bis 1933 Pilot der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. in Leipzig; 1933 bis 1936 Pilot des LAB in Bolivien; 1936 Rückkehr nach Deutschland

Edzard, Cornelius

geb. 1898
gest. 1962

Direktor der Norddeutschen Luftverkehr A.G.; am 5. August 1927 Dauerflugweltrekord mit W 33; ab 1929 Chefpilot bei Focke-Wulf; Weltrekord mit Focke-Wulf Kiebitz; nach 1945 bei Helicopter Union, Bremen.

Eger, Kurt

geb. 20.08.1897

Pilot bei Junkers vom 1. Okt. 1922 bis 1. Okt. 1925, in Rußland eingesetzt; im 2. Weltkrieg Pilot bei der OKH-Poststaffel.

Eggers, Julius (Dr.)

Technischer Direktor der Hamburg-Amerika-Linie, nach Konflikt mit Ballin Übertritt zu Dr. Schmidt (Cassel); anschl. in Hamburg selbständig; 1917/18 im Aufsichtsrat der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. , wird am 20. Okt. 1917 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. ernannt; tritt am 3. Dez. 1918 seine 4 Aktien an der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. an Prof. Junkers für 4.000.- ab und legt seine Stellung als Aufsichtsratsmitglied nieder

Eichentopf, Fritz

1926 Teilnahme an der China-Expedition der DLH mit G 24.

Eichholtz, Konrad

geb. 27.05.1900 in Dessau
gest. 07.01. 1964 in Dammarie Lès Lys (Frankr.)

1933 bis 1945 Entwurfsingenieur und Konstrukteur im Konstruktionsbüro der Junkerswerke, war maßgeblich am Entwurf und der Konstruktion der Ju-90, Ju-290 und der Ju-252 beteiligt; 1946 nach Frankreich zu Voisin und dann zur SNECMA, arbeitete bis zu seinem Tod mit einer Gruppe bekannter deutscher Konstrukteure an Fragen des Triebwerkseinbaues und der Erprobung von Strahltriebwerken arbeitete an der Entwicklung eines Kurzstarters und an einem Kombinations-Strahltriebwerk für Flugzeuge mit großem Geschwindigkeitsbereich

Eichler, Hans Alexander

geb. 14.12.1897 in Hamburg

1918 Marineflieger; 1919 bis 1921 Pilot bei der Svenska Lufttrafik AB, betrieb 1921 mit einer Junkers F 13 die Strecke Stockholm-Reval; Eintritt bei Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. am 19. April 1922 als Pilot, Teilnahme an Int. Flugwoche in Neapel 1922 mit F 13 (2. Platz); 1923 Teilnahme am Internat. Flugwettbewerb in Göteborg mit F 13 (3. Platz) , vom Junkers-Luftverkehr eingesetzt als Flugleiter in Schweden; 1924 Eröffnung der Strecke Stockholm-Helsingfors mit F 13

Eimer, Helmuth

geb. 28.03.1882

1919 bis 1928 Direktor der Fahrzeugfabrik Ansbach; Eintritt bei Junkers am 15. Febr. 1928, für Leitung der Tomtasch vorgesehen, übernimmt Auflösung und Liquidation der Tomtasch, Abwicklung des Lizenzvertrages mit Japan, Wirtschaftsberater der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; am am 31. März 1932 nach Wechsel in der Geschäftsleitung der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. und Einschränkungsmaßnahmen Ausscheiden bei Junkers.

Englert, José

1931 Pilot bei Scadta, flog Junkers-Flugzeuge.

Entler, Victor

1917 von Mitte März bis Sept. in der Forschungsanstalt Prof. Junkers in Dessau als Ingenieur tätig , Konstruktion eines Flugzeuges (Zeichnung Nr. 1160 vom 22. Mai) 1918-1921 Konstruktionsing. bei Daimler, anschl. Assistent bei der Firma Sablatnig GmbH in Berlin bei Privattelefon- und Telegraphengesellschaft Jüngst, Buttmann und Fabarius in Bremen.; 1921 Gründung des Entler-Werkes Flugzeugbau GmbH, Eintrag ins Handelsregister am 18. Nov. 1921.; 1922 Entler-Sportdoppeldecker E-II.

Enver Pascha

1919 Okt. Teilnahme am Flug von Hesse mit F 13 "Annelise" nach Moskau, Oberstkommandierender der türkischen Armee, wollte mit Hilfe der Russen einen Umsturz in der Türkei herbeiführen; Freund von General von Seeckt, hielt sich in Berlin versteckt, da Engländer Auslieferung verlangten; Seeckt wollte über Enver mit Rußland in Verbindung treten; Enver Pascha gibt sich als Vertreter des türkischen Halbmondes aus, angegebenes Pseudonym Dr. Dimitri Nicola alias Sayd Emin oder Mohamed Ali Sami; 15. Okt. Notlandung der F 13 bei Abelli und Verhaftung der Türken; 16. Okt. die beiden Türken und Fränkel werden mit der Eisenbahn nach Kowno gebracht; am 18. Okt. 1919 Eintreffen in Kowno; am 28. Okt. 1919 entkommen die beiden Türken mit einem litauischen Flugzeug (DFW C-V) unter Führung des deutschen Fliegerleutnants Harry Rother, der im litauischen Militärdienst stand, nach Deutschland.

Etrich, Igo

geb. 25. Dez. 1879 in Oberaltstadt (Riesengebirge)
gest. 4. Febr. 1967 in Salzburg

Etrich wurde im Jahre 1903 von Ahlborns Schrift "Über die Stabilität der Drachenflieger" angeregt, zusammen mit Franz Xaver Wels einen Gleiter in Zanoniaform zu bauen ("Etrich I"). Im Dez. 1909 gelangen Etrich Flugversuche über den gesamten Flugplatz Wiener Neustadt und am 17. Mai 1910 flog Etrichs Werkmeister Karl Illner vom Flugplatz Wiener Neustadt nach Wien und zurück; Etrich erhielt später in Österreich ein Patent auf die Flügelform und vergab die Nachbaurechte u. a. an Edmund Rumpler. Rumpler nannte die nachgebaute Taube zuerst Etrich-Rumpler-Taube, dann nur noch E.-Rumpler-Taube; 1912 Gründung der Etrich-Fliegerwerke GmbH in Liebau/Schlesien; 1914 Gründung der Brandenburgischen Flugzeugwerke, die kurz darauf in die Hansa- und Brandenburgischen Flugzeugwerke aufgingen; 1918 Geschäftsführer der Flugzeugwerke GmbH Liebau i.Schl.; um 1929 Bau eines Sporteindeckers in Schlesien, der auf Anordnung der tschechischen Behörden zerstört wurde.

Erfurth, Kurt A.

geb. 23.06.1898 in Magdeburg

Besuch der Mittelschule in Dessau; Eintritt in Junkers & Co am 1. April 1913, wechselte im gleichen Jahr in die Forschungsanstalt Prof. Junkers über; ab 1. Februar 1915 im Konstruktionsbüro der Forschungsanstalt tätig, Mitarbeit an der Junkers J-1; im Dez. 1916 Mitarbeit am Entwurf der J-7 (Mittelstück); 1917 Einberufung in Luftschiff-Ersatzabteilung; 1919 Mitarbeit an der Konstruktion der F 13; am 13. Sept. 1919 Teilnehmer am Höhenrekord der F 13 "Annelise"; 1919 bis 1926 Ingenieurstudium bei Junkers; 1926 Ausarbeitung neuer Projekte von Freikolben- u. Flugzeug-Antrieben; am 1. Mai 1942 zum Oberingenieur befördert, verantw. Konstrukteur der Flugmotoren Jumo 210, 211, 213

1945 Junkers-Metallbau München-Allach (durch USA-Dienststellen evakuiert); 1946 von USA-Gouverneur übernommen, anschließend im Aeronautical Research Laboratorium in Dayton tätig; 1965 Pensionierung.

Etzdorf, Marga von

geb. 01.08.1907 in Berlin
gest. 28.05.1933 bei Aleppo (?)

entstammt alter Offiziersfamilie; 1927 Erwerb des Flugscheines; Segel- und Kunstflugprüfung; Ausbildung als Verkehrsfliegerin bei der Lufthansa (Co-Pilotin einer Junkers F 13), Erwerb des B-Scheines

1930 Erwerb der Junkers A 50 D-1811 "Kiek in die Welt"; im August 1930 erster Auslandsflug Berlin-Konstantinopel; ab 14. Nov. 1930 Flug zu den Kanarischen Inseln, Bruchlandung in Catania; vom 18. bis 29. August 1931 Alleinflug von Berlin nach Tokio; im April 1932 Rückkehr vom Tokioflug mit Junkers A 50; Bruch des Flugzeuges beim Start in Bangkok; im Juli 1932 Ankunft in Berlin; Goldene Verdienstmedaille des Kaiserl. japan. Aero-Clubs; ab 27. Mai 1933 Flug nach Australien mit Klemm-Flugzeug, Notlandung in Aleppo; am 28. Mai 1933 Selbstmord.

Euler, August

geb. 20. Nov. 1868 in Oelde/Westfalen;
gest. 1. Juli 1957 in Feldberg/Schwarzwald

Euler war ein Vorkämpfer des Luftsportes. 1908 erwarb er in Frankreich die Lizenz zum Nachbau des Voisin-Doppeldeckers, mietete auf dem Griesheimer Sand bei Darmstadt einen Teil des Exerzierplatz und errichtete hier eine Flugzeugwerkstatt; Bis zur Luftfahrtausstellung im Jahre 1909 stellte er vier Motor- und 3 Gleittflugzeuge fertig. Am 31. Dez. 1909 legte er vor Vertretern der FAI seine Pilotenprüfung ab und erhielt am 1. Febr. 1910 das Pilotenzeugnis Nr. 1 in Deutschland.; 1912 eröffnete Euler in Frankfurt-Niederrad einen Flugplatz mit Flugschule und Werkstätten für den Flugzeugbau. Das Euler-Flugzeug "Gelber Hund" mit v. Hidessen führte in gleichen Jahr den ersten Postflug in Deutschland aus. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wird Euler zum Unterstaatssekretär (28.11.1918) und kurz darauf zum Leiter des Reichsluftamtes ernannt; 1922 trat er in den Ruhestand.

Farman, Henri

geb. 26. Mai 1874,
gest. 17. Juli 1958 in Paris

französischer Pilot und Konstrukteur, flog 1907 mit einer "Voisin" 80 m weit, am 13. Januar 1908 erster Kreisflug von 1 km in Europa, am 30. Okt. 1908 flog er als erster von Stadt zu Stadt (Mourmelon-Reims) und gewann 1909 auf der Flugwoche in Reims den Strecken- und den Dauerpreis. 1908 gründete er eine Flugzeugwerkstatt, die er später zu Flugzeugwerken ausbaute. Farman unternahm 1911 erstmals in der Welt den Versuch, ein Flugzeug mit einer Funkstation auszurüsten.

Feder, Werner Hugo

geb. 25.03.1885 in Eupen (Reg.Bez. Aachen)

Sohn des Kaufmanns Julius Winand Feder (gest. 1892) und seiner Ehefrau Johanna Auguste geb. Troost (gest. 1894), wurde nach dem Tode seiner Eltern bei seiner Großmutter Emma Troost in Gießen erzogen; 1895 bis 1904 Besuch des Großherzogl. Hess. Realgymnasium mit Abschluß der Reifeprüfung; vom April bis Sept. 1904 Arbeit als Maschinenbaubeflissener in der Schlosserei und Dreherei der Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei Heyligenstaedt & Comp., Giessen; vom Sept. 1904 bis Ende 1905 Dienst als Einjährig-Freiwilliger beim Pionier-Bataillon No 11 in Hann.Minden; 1906 bis 1910 Studium des Maschinenbaufaches an der TH Darmstadt; Diplom-Prüfung im Dez. 1910 (Thema der Dipl.-Arbeit Strömungsvorgänge in Dampfdüsen)

Januar bis März 1911 Privatassistent von Prof. Gutermuth; 1. April bis 31. Okt. 1911 Ingenieur für Projektierung und Ausführung bei der Heizungs-Firma E. Möhrlin GmbH in Stuttgart; 1. Nov. 1911 bis 31.8.1913 Allein-Vertretung der Fa. Möhrlin für das Großherzogtum Hessen, gleichzeitig Vertretung der Firmen A. Borsig, Berlin-Tegel (Entstäubungsanlagen) und Jacob Baas, Darmstadt (Aufzüge); 1. Sept. 1913 bis Aug. 1914 Korrespondenz-Ingenieur bei der Selas AG., Berlin; im 1. Weltkrieg Leutnant der Landwehrpioniere, Minenwerfer-Offizier usw.; am 14. Mai 1916 Eheschließung mit Frieda Louise Partheil (Tochter von Prof. Dr. Alfred Partheil, Königsberg verwandt mit Oberlehrer Gustav Partheil, Dessau).

Vom 1. März 1919 bis 31. Aug. 1920 wissenschaftl. Hilfsarbeiter von Prof. Junkers (techn. u. wirtschaftl. Studien auf dem Zentralheizungsgebiet, Entwürfe für industrielle Neubauten, Wohlfahrtspflege, Bearbeitung von Werbematerial).

Fessler, Hermann

geb. 06.12.1898 in St. Florian
gest. 26.11. 1938 in Bathhurst

Eintritt bei Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. am 15. Juli 1923; tödl. verunglückt beim Absturz der Ju-90 D-AIVI Preußen am 26. November 1938 in Bathurst

Fiala-Fernbrugg, Benno (eigtl. Ritter Fiala von Fernbrugg)

geb. 16.06.1890 in Wien

1896 bis 1900 Besuch der Volksschulen in Wien, Krakau, Kaschau, Vater Exz. Laura Fiala-Fernbrugg; 1900 bis 1907 Besuch der Mittelschule in Wien, 1907 Matura in Wien; 1908 bis 1913 Studium von Maschinenbau, Flugzeug- und Automobilbau an der Techn. Hochschule in Wien; 1914 bis 1918 Kommandant der Jagdstaffel 51 Kommandant der Fliegerversuchsabteilung, Hauptmann d. Res., österreichischer u. deutscher Feldpilot, verschiedene Auszeichnungen (Ritter des Leopold-Ordens, Ritter des Kronenordens Goldene Tapferkeitsmedaille für Offiziere usw.), einer der besten österr. Jagdflieger; 1919 Kommandant des Flugfeldes Aspern; 1920 bis 1921 Schatzmeister und selbständiger Verkaufsabteilungsleiter der Lufag (Peter Westen), Wien; 1921 bis 1923 Direktor und techn. Leiter der Möwe-Werft, Wien; 1923 bis 1924 Mitarbeiter und Teilhaber des technischen Büros Dr. ing. Franz Heinl, Wien; 1925 Techn. Expert der Firma Charles B. Mc. Daniel, Wien-Belgrad-London-New York.

Am 1. August 1925 Eintritt bei Junkers-Luftverkehr, bis 1. Sept. Ingenieur an der Werft Fürth; vom 1. Sept. bis 15. Nov. 1925 Ingenieur beim Techn. Außendienst Dessau; vom 16. Nov. 1925 bis 1. Jan. 1927 Werftleiter der Werft Warschau, Polska Linja Lotnicza Aerolot); ab 1. März 1927 Ingenieur in Abt. Propaganda der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; 1928 Okt. Reise nach China und Japan; ab Juli 1931 im Hauptbüro der Junkerswerke beschäftigt; am 23. März 1933 verhaftet, am 26. März 1933 auf Betreiben der österr. Gesandtschaft wieder freigelassen und nach Österreich abgeschoben, später Hauptmann in Kärnten.

Fischer von Poturzyn, Friedrich Andreas

geb. 13.02.1893 in Wilten-Innsbruck

verheiratet mit Marga Kaumanns, Tochter von Franz Kaumanns; 1922 Leitung der Importabt. für Nichttextilien der Vuna-A.G. in Agram (Jugoslawien); vom 1. April 1922 bis 3. Febr. 1923 für den Junkers-Luftverkehr in Serbien tätig; 1923 bis 1925 beim Junkers-Luftverkehr in Dessau vorwiegend in der Propaganda tätig (z.B. Vorbereitung der Spitzbergen-Expedition 1923 und des Siebenstaatenfluges 1925).

1926 bis 1933 Nachrichtenchef der Junkerswerke (Propaganda anl. Einführungsflug der G 31 nach Italien und Spanien, Flug G 38 nach dem Balkan und Italien, große Presseveranstaltungen in Dessau und Berlin anl. des Erstfluges der G 38 und Einführung des FO 4); am 30. Nov. 1933 auf eigenen Wunsch aus den Diensten von Prof. Junkers ausgetreten, wird Angestellter der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; wird 1936 anl. des Geburtstages des Königs von Italien zum Commendatore des Ordens der Krone Italiens ernannt; nach dem 2. Weltkrieg in in Milano ansässig

Fischer, Alfred Ernst

geb. 10.10.1889 in Leipzig
gest. 20.12.1965 in Kempten/Allgäu

im 1. Weltkrieg bei der 1. Seefliegerabteilung; am 1. Januar 1924 Eintritt bei Junkers als Betriebsingenieur im Flugzeugbau; vom April 1924 bis 1928 Leiter der Junkerswerft Königsberg; 1928 bis 1929 Leitung der Werft Wien und anschl. der Werft in Fürth; ab September 1929 techn. Einrichtung und später Leitung der Werft Leipzig; am 30. Juni 1932 Ausscheiden bei Junkers, anschließend technischer Leiter der Deruluft in Moskau; nach Rückkehr aus Russland Betriebsleiter der Erprobungstelle Rechlin, Oberstingenieur; nach 1945 russische Gefangenschaft, anschließend Mitarbeit an der Demontage der Junkerswerke in Dessau.

Fitzmaurice, James

geb. 1898
gest. 1965

Hilfe bei Flug Dessau-Irland mit W 33 am 14. August 1927; Teilnahme am Transozeanflug mit der Junkers W 33 "Bremen" am 12./13. April 1928; später Oberst und Kommandeur der Luftwaffe des irischen Freistaates

Florman, Adrian

1924 Direktor der A.B. Aerotransport; 1931 Direktor der Versicherungsgesellschaft Gotia in Stockholm

Florman, Carl

1924 Direktor der A.B. Aerotransport; 1931 Kapitän, Direktor der A. B. Aerotransport, Stockholm

Fokker, Anthony Hermann Gerard

geb. 06.04.1890 Kediri (Java)1890 in Java
gest. 23.12.1939 New York (USA)

Fokker war um 1910 Flugschüler von Jakob Goedecker und erhielt am 7. Juni 1922 seinen Pilotenschein Nr. 88. Er blieb zunächst als Flieger bei Goedecker und ließ hier sein Flugzeug "Spinne" bauen. Im Jahre 1912 gründete er in Johannisthal bei Berlin eine Flugzeugbaufabrik, die er aber bereits 1913/14 nach Schweden verlegte. 1913 brachte er einen Eindecker heraus, der schon vor dem 1. Weltkrieg durch seine Kunstflugfähigkeit berühmt wurde. Während des Ersten Weltkrieges konstruierte er in seiner Flugzeugwaffen-Fabrik Anthony Fokker, Berlin-Reinickendorf, schnelle einsitzige Jagdflugzeuge mit durch den Propellerkreis schießenden Maschinengewehren. Die Fokker D-VII wurde zum meistgeflogenen deutsche Kampfflugzeug des Ersten Weltkrieges. 1916 Inhaber der Flugzeugwaffen-Fabrik Anthony Fokker, Berlin-Reinickendorf.

Die erste Begegnung mit Prof. Junkers fand am 16. Dez.1916 in Berlin statt. Am 1. Sept.1917 schloß Fokker einen Vertrag mit Prof. Junkers über die Errichtung einer Aktiengesellschaft zum Bau von Flugzeugen, der am 20. Okt.1917 gegründeten Junkers-Fokker-Werke A.G. Durch einen Auseinandersetzungsvertrag vom 3. Dez.1918 wurde diese Aktiengesellschaft wieder aufgelöst.

Kurze Zeit später verlegte Fokker seine Flugzeugfabrikation von Schwerin nach Amsterdam (Nederlandsche Vliegtuigfabrieken, nach mehreren Fusionen Zentralgesellschaft VFW-Fokker mbH). Die Schweriner Fokkerwerke wurden im Febr. 1921 verkauft. 1922 ging Fokker in die USA und gründete hier die Fokker Aircraft Corporation of America. Am 17. März 1925 vom Königlich Holländischen Institut zum Ehreningenieur ernannt (Literaturhinweis: A. Fokker, The Flying Dutchman, 1931.)

Folkerts, Hayo (d. Ä.)

geb. 24.12. 1871 in Emden

1893 einer der ältesten Mitarbeiter von Junkers; anschl. Privatdozent; 1918 beim Maschinen-Amt.

Folkerts, Hayo (d. J.)

Schwiegersohn von Prof. Junkers; 1930 bis 1934 Luftfahrt-Werbeaktion mit F 13

Franke, Rudolf

1923-1924 Junkers-Pilot (u.a. Rußland); 1926-1927 Pilot bei der DLH; 1927-1928 Pilot bei der Deutschen Verkehrsfliegerschule

Fränkel, Abraham

geb. 15.11.1884 in Borosna (Tschernigowo)

Ingenieur Abraham Fränkel war vom 16. Jan. bis 15. Sept. 1914 Assistent am Technikum in Cöthen. Er hatte dort einen Zusammenstoß mit einem Dozenten, der ihn denunzierte, und wurde daraufhin in Alten-Grabow interniert. 1915 wurde er auf Vermittlung des Rabbiners Seligkowitz aus Alten-Grabow entlassen und am 22. Nov. 1915 vom Generalkommando IV zu Junkers überwiesen, wo er im Flugzeugbau tätig war. Ab 8. Okt. 1919 nahm er am Flug mit der F-13 "Annelise" von von Berlin in Moskau, wurde am 15. Okt. nach der Notlandung der F-13 "Annelise" bei Abelli verhaftet und nach Kowno gebracht. Am 28. Okt. 1919 wurde Fränkel in das Kownoer Gefängnis eingeliefert. Nach seiner Entlassung war er vom 11. März 1920 bis 1. Okt. 1922 wieder bei Junkers tätig.

Frantz, Max

geb. 19.12.1892

Am 1. Mai 1922 Eintritt bei Junkers als Pilot; im Okt. 1923 Flug mit der F 13 "Marabu" von Neapel nach Barcelona, überflog als erster Pilot das Mittelmeer; im techn. Außendienst der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. in Südamerika; 1930 Chefpilot der Varig; 1931 Dipl.-Ing. im technischen Außendienst der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.

Franz, Anselm

1939 bis 1942 Konstrukteur des ersten in Großserie hergestellten Strahltriebwerkes der Welt, des Jumo 004; später Vizepräsident und stellv. Generaldirektor der Avco Lycoming Division; 1968 pensioniert; 1969 Ehrendoktor der TH Graz

Freytag, Fritz

geb. 1910
gest. 1977

Tätigkeit bei Albatros-Flugzeugwerken und Göttinger Versuchsanstalt; Abteilungsleiter im Projektbüro bei Junkers; Mitarbeit an Ju 287; nach 1945 in Russland; 1954 im Flugzeugwerk Dresden (Chefkonstr. u. Techn. Direktor); 1960 beim Weser-Flugzeugbau

Friedensburg, Walter

Im 1. Weltkrieg Frontflieger und Kommandeur verschiedener Fliegerabt.; vernichtet 1915 mit Seeflugzeug 53 das erste feindliche U-Boot (engl. U-Boot E-11); Kaiserl. Kapitänleutnant a.D.; 1920 Imex-Kommanditgesellschaft Friedensburg & Co.

1922 bis 1923 Junkers-Pilot; 1925 Flugleiter beim DAL; 1926 Teilnahme am Seeflugwettbewerb mit der Junkers A-35 D-826 für die Severa GmbH; Flugleiter bei der DLH, sollte bei der DLH eine Schule für Kapitänspiloten organisieren; Verhandlungen mit Junkers über Eintritt Friedensburg bei Junkers, F. wollte an der Entwicklung von Seeflugzeugen für den Transatlantik-Luftverkehr mitwirken, da die Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. unter Reichsleitung stand, war dies nicht möglich, deshalb vorläufig als Vertreter von Junkers u. militär. Instrukteur in Chile tätig (offiziell angestellt als Experte bei der Exportfirma Fölsch); am 1. März 1929 Ausscheiden bei Fölsch wegen Meinungsverschiedenheiten.

Vom Juli 1929 bis 1. Januar 1930 auf Veranlassung von G. Sachsenberg in der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. tätig; im August 1930 Verlobung mit Ursula Schultze-Jena aus Berlin; im Februar 1930 Reise nach Kuba und Kolumbien; 1934 Überführung der Junkers W 34 "Bolivar" nach Venezuela, führt damit Schul- u. Fernflüge in Südamerika durch; 1935 bis 1945 General der Luftwaffe; Erfinder des Askania-Fernkompasses und Inhaber vieler Patente.

Joachim Karl Wilhelm Friedrich Leopold von Preußen von Preußen

geb. 1865
gest. 1931

Prinz Friedrich Leopold von Preussen bescihtigte am 16. Juli 1918 die Junkerswerke und beteiligte sich mit anschließend 10.000.- an der Firma Junkers & Co.

Fry

Pilot der South African Airways; Überführung einer Ju 52/3m von Dessau nach Südafrika; fliegt hauptsächlich Junkers-Flugzeuge; arbeitet mit Junkers-Monteur Koscielny zusammen.

Funk, Joseph

geb. 09.12.1890 in Zwiefalten

1923 bis 1925 Junkers-Pilot; 1926 bis Pilot der DLH.

Gablenz, Karl-August Freiherr von

geb. 13.10.1893 in Erfurt
gest. 21.08.1942 in Leipzig

Pagenzeit am Erfurter Hof Garde-Grenadier-Regiment "Kaiser Alexander"; 1914 schwer verwundet, wird anschließend Pilot und techn. Offizier beim Kommandeur der Flieger; 1918 Pilot u. techn. Offizier in Palästina und Aleppo; 1919 Flugplatzleiter von Breslau und Pilot der DLR; am 30. März 1924 Eintritt bei Junkers als Mitarbeiter der JLAG; 1926 Flugbetriebsleiter der DLH Vorstandsmitglied; 1934 Überführung einer Ju 52/3m nach China; 1937 Pamirflug mit Ju 52/3m D-ANOY; am 21. August 1942 tödl. Flugunfall bei Leipzig.

Gaim, Ludwig

Kampfflieger des ersten Weltkrieges; 1923 Junkers-Pilot; landete erstmals am 05.09.25 mit einer Junkers F 13 auf der Hanauerwiese in Schönau am Königssee (Bayern) und führte Alpenrundflüge aus. Unfall am 9.9.25: Seine F 13 streift bei der Landung auf der Hanauerwiese mit einer Tragfläche am Boden und wird zertrümmert. Ludwig Gaim und der Passagier Lehrer Gustav Leonhard erleiden einen Beinbruch, die übrigen Insassen nur leichte Hautabschürfungen; 1926 Pilot der DLH.

Gasterstädt, Johannes

geb. 1888
gest. 25.02.1937

ab 1923 bei Junkers im Hauptbüro, später bei Jumo; Weiterentwicklung des Freikolbenkompressors; verantwortlich für Entwicklung des Junkers-Schweröl-Flugmotors

Gausmann, Carl

geb. 27.03.1895

Am 1. Sept. 1923 Eintritt in die Forschungsanstalt Prof. Junkers als Konstrukteur, später Betriebsingenieur im Motorenbau und Entwicklungsingenieur bei Prof. Mader; Mitarbeit am FO 3, FO 4, L 5, L 5a, L 8, L 88 und Entwürfe für Jumo 210 usw.; 1938 bis 1945 Leiter des Jumo-Konstruktionsbüros für Serienfertigung.

Nach 1945 Verwaltung des Junkersschen Patentbesitzes; später Aufbau eines eigenen Betriebes für Herstellung von Korrosionsschutzmitteln in Oberursel.

Gillwall, Kurt

gest. 26.11.1938

1938 Oberflugmaschinist der Lufthansa, tödl. verunglückt bei Absturz der Ju 90 D-AIVI Preußen am 26. November Bathurst.

Gössel, von

1937 Pilot der Ju 52/3m D-AOLO bei Suche nach der Ju 52/3m D-ANOY; Flug Berlin-Kabul; Alpenpilot.

Gothe, Alfred

geb. 20.12.1890
gest. im Juli 1933 in Berlin

Am 1. Febr. 1921 Eintritt bei Junkers als Pilot; 1922 Flug Berlin-Moskau mit F 13 anschl. in Rußland; am 10. Juli 1927 zwei Weltrekorde mit G 24; 1929 Junkers-Flugkapitän-Diplom; 1930 Teilnahme am Internationalen Rundflug mit A 50 D-1863 (27. Platz); Flugkapitän der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; im Juli 1933 in Berlin an Herzschlag gestorben.

Graf

gest. 10.06.1925 in Dresden-Kaditz

Junkers-Pilot; 1925 am 10. Juni bei Dresden-Kaditz mit F 13 tödl. verunglückt.

Gretz, Heinz

Am 17. Jan. 1920 Gründungsmitglied u. Geschäftsführer der Siedlungsges. Seerappen mbH; später Flugleiter der Lloyd Ostflug in Schneidemühl; tritt im Dezember 1920 seine Geschäftsanteile an der OLA an G. Sachsenberg ab:

Griebsch, Wilhelm

geb. 30.06.1887 in Posen
gest. 20.06.1920 in Dessau-Mosigkau

Wilhelm Griebsch ließ sich nach seinem Studium des Maschinenbaues an der techn. Hochschule in Danzig im Jahre an der Fliegerschule Dr. Deist in Johannisthal zum Piloten ausbilden. Am 29. Dez. 1913 legte er auf einer Etrich-Taube seine Pilotenprüfung ab. Im Ersten Weltkrieg diente Leutnant Griebsch als Freiwilliger bei der Fliegertruppe und erhielt 1918 den Orden Pour le merité verliehen. Nach Kriegsende arbeitete er als Ingenieur bei Albatros-Flugzeugwerken in Johannisthal und trat am 24. April 1920 in die Firma Junkers ein. Er verunglückte tödlich am 2. Juni 1920 bei einem Probeflug mit einer F-13 bei Dessau.

Grothwal, John Heinrich

geb. 02.08.1892 in Altona

Besuch der Realschule in Altona anschl. praktische Arbeit im Holz- und Eisenschiffbau bei Blohm & Voss Hamburg; 1913 bis 1916 in der V. Matr.Art.Abt. Helgoland; 1916 bis 1918 bei der II. Seeflieger-Abt., Seeflieger in der Nord- und Ostsee und im Engl. Kanal; 1919 Studium an den Technischen Staatslehranstalten, Hamburg (2 Semester); 1920 bis 1921 Assistent des Offertingenieurs an den Vulcan-Werken Hamburg; vom 1. Febr. 1923 bis Ende 1925 Pilot beim Junkers-Luftverkehr.

Gründer, Georg (Dr.)

war während des 2. Weltkrieges Leiter des Hauptbüros und Mitglied der Geschäfsleitung der Junkers-Flugzeug- und Motorenwerke.

Grundke, Alfred

geb. 28.02.1896 in Carolath
gest. 1945

Junkers-Pilot vom 15. Aug. 1922 bis 1945; 1924 Teilnahme an der Junkers-Südamerika-Expedition; 192 Junkers-Flugkapitän-Diplom; 1930 Internat. Rekorde mit A 50 Wasser, Ausscheiden bei Junkers am 30. juni 1930; 1931 Teilnahme als Pilot an der Luftfahrt-Werbeaktion von Folkerts; später in Bolivien tätig; kehrt 1940 aus Bolivien als blinder Passagier auf einem Schiff nach Deutschland zurück; gestorben 1945 bei einem Eisenbahnunglück.

Gruschwitz, Otto

geb. 04.03.1894

1924 bis 1925 beim Junkers- Luftverkehr; 1926 bis 1948 bei der Deutschen Lufthansa; Teilnahme an den ersten Katapultflügen; gehörte zu den Besatzungen der ersten offiz. Postflüge Berlin-Buenos Aires; flog unter v. Clausbruch, Blankenburg, Studnitz.

Gsell, Robert

geb. 1889

Der Schweizer Ballonführer und Flieger Robert Gsell war ein Schüler von Louis Bleriot, bei dem er seine Pilotenlizenz erhielt. Als Mitarbeiter von Hermann Günther machte er 1911 Gleitflugversuche mit. Im Jahre 1912 flog er das von Prof. Reißner und Prof. Junkers konstruierte Enten-Flugzeug ein, zerstörte beim Einfliegen den Eindecker A von Emil Jeannin und war ab 1. Nov. Werkspilot bei "Flugzeugbau Friedrichshafen GmbH" (Pilotenschein Nr. 520 am 17. Dez. 1912). Als solcher flog er am 1. Febr. 1913 einen Dauerrekord mit dem Friedrichshafener Flugzeug FF-1 und einen Welt-Dauerflugrekord für Wasserflugzeuge 3 Std., 11 min., 14 sec. mit einem FF-Flugzeug und 3 Passagieren. 1913 nahm er am "Großen Preis vom Bodensee" mit einem Doppeldecker der "Flugzeugbau Friedrichshafen GmbH." teil und wurde Zweiter. Später trat er in die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt ein und wurde Leiter der Instrumentenabteilung. Am 13. Sept. 1919 nahm Gsell als Mitglied der DVL am Höhenrekord der F-13 "Annelise" teil

Guest, F. E.

1931 Captain The Right Honourable, London; war Besitzer einer F 13, wurde als führende Persönlichkeit in der engl. Privat-Luftfahrt wegen des Besitzes eines ausländ. Flugzeuges stark angefeindet und hat deshalb F 13 verkauft; war Mitglied eines englischen Parlaments und Gründer und Präsident der bedeutendsten Organisation der englischen Privat-Luftfahrt, der National Flying Service.

Gundelfinger, Friedrich Anton

geb. 19.05.1900 in München
gest. 1945

seit 1917 fliegerisch tätig; 1925 Junkers-Pilot; 1926 Pilot der DLH, später im Regierungsdienst; 1945 auf einem Flug Berlin-München vermißt.

Günther, Werner

gest. 1932

Pilot beim Junkers-Luftverkehr Persien ab 21. Aug. 1928; 1929 wegen Differenzen aus Junkers-Luftverkehr Persien ausgeschieden; 1930 bis 1932 Pilot beim LAB in Bolivien;
gest. 1932 an akuter Blinddarmentzündung

Gutezeit

1923 Meteorologe bei Junkers, theoret. Unterricht bei der Piloten-Ausbildung

Haal, Erich

geb. 11.10.1897

Eintritt bei Junkers am 16. Juli 1928; 1929/30 Pilot bei der persischen Regierung

Haase, Herbert

gest. 25.09.1965

Betriebsingenieur im Jfa-Stammwerk Dessau; während des 2. Weltkrieges Ingenieur in einem Frontreparaturbetrieb; 1965 zuletzt wohnhaft in Langenberg/Rhld, Frohnstr. 44

Hackmack, Hans

geb. 1897 in Mexiko
gest. 26.02.1928 in Augsburg

In Mexiko als Sohn dt. Eltern geboren; 1914 meldet sich als Kriegsfreiwilliger u. erhält die dt. Staatsbürgerschaft, usbildung als Pilot; 1919 Studium der Ingenieurwissenschaften an der TH Darmstadt einer d. Gründer der Darmstädter Fliegertruppe (Segelflug); am 1. Dez. 1922 Eintritt bei Junkers als Pilot und Versuchsing.; 1923 Leiter der Flugversuchsabt. (zusammen mit Dipl.-Ing. Hübner); 1924 techn. Leiter in Fili; 1925 Teilnahme am Dr. Rundflug mit Albatros L-68 für Albatros-Werke; 1927 techn. Berater der techn. Leitung der DLH; 1928 Absturz beim Probeflug mit einer M-20

Hagemann, Hanns Heinz (Dr.)

geb. 16.11.1894 in Ludwigshafen
gest. 19.01.1967 in Freiburg1967 in Freiburg

1913 Seekadett in der Kaiserlichen Marine; 1920 Ausscheiden aus der Marine zuletzt Oberleutnant zur See; 1920 bis 1922 Studium der Nationalökonomie an den Universitäten München, Kiel und Würzburg; Promotion zum Dr. rer. pol. im Dez. 1922; am 1. Nov. 1923 Eintritt in das Büro von G. Sachsenberg; 1925 Referent der JLAG Teilnahme an der Sitzung des Neuner-Komitees in Paris (Okt.); 1926 ab 1. Jan. bei Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; 1931 Leiter der Verkehrsabt. der Junkerswerke; 1941 bis 1947 für JFM in Japan tätig; nach 1947 Aufbau verschiedener Unternehmen gemeinsam mit G. Sachsenberg wir bis zuletzt für Sachsenberg Geschäftsführer einer Firma in der Schweiz, die Tragflügelboote baute; am 19. Jan. 1967 nach einem Herzinfarkt gestorben

Hagen, Walter

geb. 16.03.1897

Pilot beim Marinejagdgeschwader Flandern; nach dem 1. Weltkrieg Junkers-Pilot; ab 1926 Pilot bei DLH; 1931 Teilnahme am Deutschlandflug, Pilot der Erprobungsstelle Travemünde des Reichsverbandes der Dt. Luftfahrtindustrie

Hailer, Franz

1925 nahm als Kopilot von Willi Polte am ersten Alpenflug der Verkehrsluftfahrt teil; später Spezialpilot für den Alpenflug; ab 1927 mit Polte 10 Alpenversuchsflüge ohne Passagiere mit dreimotorigem Rohrbach-Flugzeug

Hammer, Fritz

gest. 04.03. 1938 in Anden

Fritz Hammer gehört zu den Flugpionieren. Bereits 1912 konstruierte und baute er einen Eindecker, mit dem jedoch der Pilot August Birkmaier am 4. Oktober des Jahres abstürzte. Ein Jahr später, am 2. September 1913, erwarb Fritz Hammer selbst den Pilotensschein (Nr. 499). Auf Flugzeugen der Gotha-Werke wurde er im ersten Weltkrieg ein bekannter Seeflieger.

Nach Kriegsende gründete Fritz Hammer im Dezember 1919 zusammen mit Tietjen von der Firma Louis Giesecken und Fritz Klein die Scadta und wurde deren Chefpilot. Ende der zwanziger Jahre wurde Hammer zum Leiter des Condor-Syndicats ernannt. Am 4. März 1938 zerschellte er mit einer Junkers W 34 auf dem Flug von Quito nach Guayaquil am Chimarazo. Sein Grab befindet sich auf dem deutschen Waldfriedhof in Quito.

Hammer, Hakoon

1920 vermittelte H. Hammer die Lieferung von JL-6 an Amundsen; 1923 Verhandlungen mit der norweg. Regierung über finanzielle Unterstützung der Junkers-Spitzbergen-Expedition.

Hampel

1927 Junkers-Flugleiter in Kabul; fliegt eine G 24 der afgh. Regierung

Hänichen, Martin

geb. 04.03.1894
gest. 21.05.1933 in Kolumbien

Eintritt bei Junkers am 1. Mai 1927 als Pilot; 1929/30 Pilot bei der persischen Regierung; 1931 Teilnahme an der Luftfahrtwerbung Hayo Folkerts als Pilot einer F 13; am 21. Mai 1933 in Kolumbien tödlich abgestürzt.

Harder, Fritz

geb. 19.04.1896

Eintritt bei Junkers als Pilot am 15. Juli 1923; 1924 Pilot auf der Nachtflugstrecke Berlin-Stockholm; 1925 Leiter der Abt. Schädlingsbekämpfung; 1928 Höhenweltrekord mit W 34 Wasser; 1931 Leiter der Abt. Schädlingsbekämpfung der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; Pilot beim Junkers-Luftverkehr Persien

Härtl, Viktor

geb. 1898
gest. 1967

Ing. in der Techn. Vertriebsabteilung des JFM-Flugzeugbaues; später Sonderaufgaben im Hauptbüro betr. Projektierung und Planung von Zweig- u. Nachbaubetrieben; zeitweise in Japan; vor Kriegsende Techn. Leiter eines Nachbaubetriebes in der Tschechei

Hartney, Harold Evans

Hartney war 1920 Kapitän und Chef der Flugdienstschule der US-Armee. 1921 trat er aus der Armee aus und wat anschließend in den USA für eine Organisation zur Gründung von Gesellschaften für Flugplätze, Luftverkehrsgesellschaften usw. tätig.

Haseloff, Johann

geb. 1898
gest. 1973

war einer der ältesten Mitarbeiter von Ernst Zindel im Konstruktionsbüro der Jfa.

Hasenmüller, Fritz

gest. 26.11.1938

Montageinspektor bei BMW; 1938 tödl. verunglückt beim Absturz der Ju-90 D-AIVI Preußen am 26. November in Bathurst.

Hasselmann, Hermann

gest. 03.02.1920

Entlassung aus der Armee am 20.01.1920 (Artillerie-Fliegerstaffel 116, Paderborn); Eintritt bei Junkers am 1. Februar 1920 als Pilot; am 3. Februar 1920 Absturz mit der F 13 Werknr. 539 in der Nähe von Kleinkühnau,

Hauck

im 1. Weltkrieg Reiteroffizier in Persien; 1923/24 Bevollmächtigter von Junkers in Schweden

Hautzmeyer, Ludwig

gest. 09.12.1936

Im 1. Weltkrieg Pilot an der russischen, serbischen und italienischen Front; 1918 Jagdstaffelkommandant; ab Ende 1923 Pilot im Junkers-Luftverkehr; 1927 Pilot bei der Österreichischen Luftverkehrs AG; am 9. Dezember 1936 mit einer DC-2 der KLM bei Croydon abgestürzt.

Hebart, Karl

1925 Junkers-Pilot; 1926 Flugleiter und Personal-Chef bei der DLH.

Heck

1923 Junkers-Pilot, führt auf der Breslauer Messe die F 13 D-215 vor.

Heck, Bruno

geb. 12.12.1877

war ab 1912 Generaldirektor der Deutschen Continental-Gas-Gesellschaft, Nachfolger von v. Oechelhaeuser; 1917 Ernennung zum Kgl. preuss. Baurat; am 19. Febr. 1919 in den Vorstand des Anhaltischen Vereins für Luftfahrt gewählt.

Ab 27. Mai 1919 stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; ab 4. Mai 1920 Aufsichtsratsmitglied der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. u. Berater der Zentrale der Junkerswerke; 1925 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Junkers-Luftverkehrs AG.

1926 erster stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der DLH; 1931 Oberbaurat Generaldirektor der Dt. Continental-Gas-Ges., anhalt. Eisenbahnkommissair, leitende Stellen in zahlr. in- u. ausländ. Industrie- u. Verkehrsunternehmen.

Hedin, Sven

geb. 19.02.1865 in Stockholm
gest. 26.11.1952 in Stockholm

Asienforscher, mit Prof. Junkers befreundet; Studium in Uppsala, Berlin und Halle; Asien-Expedition (Überquerung des Pamir, Expeditionen nach Peking, Tibet, Mongolei, Reisen durch Sibirien und Wüste Gobi. Er fand die Quellen des Brahmaputra, des Indus und des Sutlej.; 1906 erforschte er das Transhimalaya-Gebirge.

1925 Teilnahme an der Gründung der Junkers-Luftverkehrsgesellschaft "Europa-Union"; 1925/26 gemeinsamer Plan von Prof. Junkers und Sven Hedin zu einer Asien-Expedition mit Junkers-Flugzeugen G 24; 1926 Artikel zur Verteidigung von Prof. Junkers "Für einen deutschen Pfadfinder" im Berliner Tageblatt vom 23.05.; 1927 Leiter einer Expedition chinesischer und schwedischer Wissenschaftler nach Zentralasien.

Heft, Alfred

gest. 06.06.1927

1925 Junkers-Pilot auf der Nachtflugstrecke Berlin-Stockholm; 1926 Pilot der DLH (Nachtflugstrecke); nach einem Flugunfall mit G-W 101 DH-Moth in Warnemünde am 6. Juni 1927 gestorben

Heine, Wolfgang

geb. 03.05.1861 in Posen
gest. 09.05.1944 in Ascona

Wolfgang Heine saß von 1898 bis 1918 für die SPD im Reichstag. Er war Mitarbeiter der von Eduard Bernstein herausgegebenen Sozialistischen Monatshefte. 1912 wurde er als Kandidat der Sozialdemokratie für den Wahlkreis Anhalt bei der Reichstagswahl aufgestellt und war ab Nov. 1918 Mitglied bzw. Vorsitzender des anhaltischen Staatsrates. Am 27. Nov. 1918 tritt Wolfgang Heine bei der Umbildung der preußischen Regierung für den Justizminister Peter Spahn (Zentrum) ins Kabinett ein. Als preußischer Innenminister setzte er sich 1919 dafür ein, daß Polizisten, die sich bei Angriffen auf den Staat "neutral" verhalten, aus dem Staatsdienst entlassen werden und erließ Bestimmungen zur Errichtung von Einwohnerwehren. Nach dem gescheiterten Kapp-Putsch am 17. März 1920 trat Heine als Innenminister zurück und nahm seine Tätigkeit als Rechtsanwalt wieder auf. Im Jahre 1922 vertrat er den Reichspräsidenten Ebert in einer Verleumdungsklage. 1933 emigrierte er in die Schweiz.

Helm, Alfred

geb. 16.02.1894 in Mittweida
gest. 14.02.1965 in Berlin

Besuch der Ingenierschule; 1915 bei der Flieger-Ersatz-Abt. 9 in Darmstadt ausgebildet; 1916 bis 1918 Pilot beim Kampfgeschwader der V. Kampfstaffel 30; nach einer Verwundung im Herbst 1918 beim Jagdgeschwader Richthofen, Jagdstaffel 10; 1919 Abschlußprüfung als Maschineningenieur; 1920 bis 1924 in der Industrie tätig; 1925 Junkers-Pilot, flog im Sommer mit A 20 auf der Nachtflugstrecke Berlin-Warnemünde; 1926 Pilot der DLH; Eröffnung der Nachtflugstrecke Berlin-Königsberg mit Passagieren am 1. Mai 1926 mit G 24; übernahm 1927 die erste Nachtpoststrecke Berlin-Frankfurt/Main; 1929 Pilot auf der Nachtpoststrecke Berlin-Köln-London; 1932 bis 1939 Leiter der Ausbildung der Lufthansa-Besatzungen im Blindflug von den Flughäfen Tempelhof, Hannover, Schkeuditz und Breslau aus, in den Sommermonaten als Pilot der DLH tätig; Flug Berlin-Tokio-Berlin mit Ju 52/3m vom 22. April bis 22. Mai 1939 (zusammen mit Freiherrn v. Gablenz).

1939 bis 1944 Gruppenkommandeur im Kampfgeschwader 172, anschließend Kommandeur bei der Blindflugschule 4 in Wien-Aspern, Leiter der Erprobungsstelle für Nacht-Jagdverfahren; 1944 bis 1945 Gruppenkommandeur im Kampfgeschwader 172, anschließend Kommandeur bei der Blindflugschule 4 in Wien-Aspern, Leiter der Erprobungsstelle für Nacht-Jagdverfahren; 1952 flugtechnischer Berater für den Wiederaufbau der Deutschen Lufthansa; 1955 Erneuerung des Segelflugzeugführerscheines Klasse I; 1957 Erneuerung des Sportfliegerscheines; gestorben am 14.02.1965 in Berlin.

Helmers, Arnold

geb. 30.03.1900

Eintritt bei Junkers am 28. Juni 1928; 1929 Pilot des Lloyd Aereo Boliviano; 1931 Rückkehr zur Junkers-Flugzeug-Werk

Hempel, Klaus

geb. 16.03.1883

Eintritt bei Junkers am 12. Febr. 1925 als Leiter Nachtflugbetriebsleitung der JLAG (Dez.), Warnemünde

Hencke

1928 im Mai Notlandung mit der Junkers A-20 D-443 auf dem Flug Köln-Paris; Flugzeug zertrümmert; Pilot unverletzt.

Henderson

gest. 21.07.1931

Pilot; 1931 Absturz am 21. Juli mit F 13 G-AAZK

Henke, Paul

1922 bis 1925 Junkers-Pilot; ab 1926 Pilot der DLH; nach 1933 Pilot der Regierungsstaffel (Blomberg)

Henrici, Julius

war bei Junkers an Entwicklung von Höhenmotoren beteiligt; nach 1945 bei Bölkow-Entwicklungen KG; bis 1969 Geschäftsführer der Junkers-Flugzeug- und Motorenwerke in München; zuletzt in der Leitung Raumfahrt bei MBB; 1974 in den Ruhestand getreten.

Hentschel, Kurt

geb. 07.12.1902 in Halberstadt
gest. im Juli 1962 in den USA

1933 bis 1939 Ingenieur beim Technischen Außendienst der Jumo; Ausbildungsleiter für das zu Industrielehrgängen zur JUMO abgeordnete Luftwaffenpersonal; Leiter der Sparte "Luftwaffenbetreuung" beim Technischen Außendienst der Jumo.

939 bis 1945 Organisation des Monteureinsatzes usw. bei der Schlacht um England Leitung des Technischen Außendienstes für Strahltriebwerke in Muldenstein; 1945 bis 1961 bei der Dr. Oestrich-Gruppe und im Büro Zborowski in Frankreich tätig (Coleopter, Senkrechtstarter); ab 1962 Leiter des Technischen Außendienstes für Lycoming- und Strahltriebwerke für Europa

Henze

1918 beim Seeflugzeug-Versuchskommando; 1923 bis 1925 Junkers-Pilot, eingesetzt bei der Südamerika-Expedition und in Persien; ab 1926 Pilot der DLH.

Hertel, Heinrich (Prof.)

geb. 16.11.1902 in Düsseldorf

1926 Diplom als Bauingenieur an der TH in München; 1926 bis 1932 Tätigkeit an der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Adlershof; 1931 Promotion zum Dr.-Ing. an der TH Berlin; 1933 techn. Hauptassistent von Ernst Heinkel; 1934 bis 1939 Technischer Direktor der Heinkel-Werke, Entwicklung der He 111 und He 100; 1938 Ernennung zum Honorarprofessor; 1939 Berufung in den Vorstand der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke als Entwicklungschef für Flugzeuge, Entwicklung der Ju 287.

1946 bis 1949 Tätigkeit bei verschiedenen französischen Institutionen und Firmen auf den Gebieten Schwingungsrechnik, Fördertechnik und Entwicklung von Verkehrs-Großflugzeugen; 1955 bis 1970 Professor für Luftfahrzeugbau an der TH Berlin; 1959 bis nach 1977 wissenschaftlicher Berater von VFW Fokker.

Herzog, Otto

gest. 1973

Mitarbeit am Bau drei 3 Ju-287 für die sowjet. Besatzungsmacht nach Ende des 2. WK in Dessau; 1946 bis 1953 in Russland; organisierte in Pirna die Wiederaufnahme des Flugzeugbaues; 1957 übernahm er die Kontrollorgane bei Telefunken (Konstanz).

Hesse, Fritz

geb. 30.04.1881 in Dessau
gest. 30.04.1973 in Bad Neuenahr

Fritz Hesse gründete 1907 in Dessau ein Anwaltbüro und heiratete im gleichen Jahr Lucie Bölcke, die Schwester des Pour-le-Merité-Fliegers Oswald Bölcke. Am 4. Nov. 1908 debütierte er als Politiker bei der Demokratischen Vereinigung und ist ab 1910 Stadtverordneter in Dessau. Im Febr. 1918 wurde er zum Bürgermeister von Dessau gewählt und begegnete zu dieser Zeit zum ersten Male Prof. Junkers. 1925 holte er das Bauhaus nach Dessau.

Nach dem Machtantritt der Nazionalsozialisten verließ er im März 1933 und eröffnete in Berlin-Dahlem ein Anwaltbüro. Nach Kriegsende kehrte er sofort wieder nach Dessau zurück und war vom 2. Juli 1945 bis 15. Mai 1946 erneut Oberbürgermeister von Dessau. Anschließend eröffnete er ein Anwaltbüro in Dessau-Ziebigk und war als Strafverteidiger tätig. 1950 siedelte er nach West-Berlin über und wohnte später in München.

Hesse, Hans

Hans Hesse war im 1. Weltkrieg Jagdflieger in der Türkei und nahm 1918 an den Spartakus-Unruhen in Berlin teil. Am 5. Okt. 1919 flog er mit dem Junkers-Flugzeug F-13 "Annelise" von Berlin nach Moskau, wurde dabei am 15. Okt. nach einer Notlandung bei Abelli verhaftet, aber bald wieder freigelassen. Am 1. Juni 1920 trat er in die Firma Junkers als Pilot ein und war von 1922 bis 1924 Pilot bei der Danziger Luftpost. 1924 wird er zum Leiter der Hauptleitung Ost der Junkers-Luftverkehrs AG eingesetzt, scheidet aber im Februar 1925 bei Junkers aus.

1931 bittet Frau Geheimrat Hesse Prof. Junkers um ein Geleitwort von Junkers für ein Buch Ihres Sohnes Hans Hesse (geschrieben auf Veranlassung seines Jugendfreundes, des Schriftstellers Otto Ernst Hesse), Junkers lehnt ab, da es sich um ein reines Kriegsbuch handeln würde.

Hettling, Fritz

gest. 1965 in Laatzen bei Hannover

1923 Junkers-Pilot

Hoepfner, F.

Junkers-Vertreter in Portugal; 1931 Junkers-Vertreter in Südafrika

Hoffmann, Ludwig

geb. 12.02.1895 in Wörlitz
gest. 13.03.1978 in Königsdorff/Obb.

Sohn des evang. Geistlichen Franz Hoffmann und dessen Ehefrau Bertha, geb. Rahrt; Besuch des Gymnasiums in Dessau; 1913 Reifeprüfung, danach ein halbes Jahr Volontär auf der Schiffswerft Gebr. Sachsenberg in Roßlau (Elbe), im Herbst Beginn des Studiums des Maschinenbaus an der TH München; 1914 bis 1918 Infanterist, Beobachter bei der Fliegertruppe, zuletzt Leutnant der Reserve; 1919 bis 1920 Fortsetzung des Studiums an der TH München, Diplom-Vorprüfung mit Auszeichnung; 1920 bis 1922 Fortsetzung des Studiums an der TH Darmstadt, Mitbegründer der Akademischen Fliegertruppe, machte seine Dipl.-Arbeit (zusammen mit seinem Kommilitonen Nicolaus) mit der Entwicklung des Segelflugzeuges "Geheimrat", das einen Weltrekord von einer Stunde Flugdauer aufstellte; später Konstruktion des Segelflugzeuges "Alter Dessauer" für die Flugsportgruppen Dessau und Cöthen.

Am 1. Juni 1922 als Konstrukteur bei Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. eingestellt; 1924 Leiter der Propellerstelle der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G., Entwicklung eines Metallpropellers aus Stahlblech; 1927 Leiter der Gruppe Konstruktion in der Statischen Abteilung bei der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt und gleichzeitig Assistent von Prof. Madelung an der TH Charlottenburg; später bei Firma Gustav Schwarz in Berlin-Weidmannslust tätig, war als einziger techn. Angestellter für Berechnung, Konstruktion und Fertigung von Propellern zuständig und wurde techn. Direktor im Propellerwerk; bekam über 90 Propeller-Patente und vergab zahlreiche Lizenzen ins Ausland.

1945 gründete er in Berg bei Starnberg die Candelar GmbH, die sich mit Entwicklung und Herstellung von Textildruckapparaten und Leuchtröhrenverkleidungen befaßte; war 1952 bis 1958 nebenbei als Dozent am Staatlichen Holztechnikum Rosenheim tätig; gründet 1955 mit Richard Wurm das Propellerwerk HOCO in Rosenheim

Hogrefe, Werner

geb. 1909

1924 bis 1925 Leiter der Statistischen Abteilung der JLAG; 1926 bis 1945 Leiter der Statistischen Abteilung der DLH

Hohenthal

1931 Chairman der Staatl. Flugzeugfabrik in Helsingfors u. Präsident des Luftverteidigungsbundes, außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrates der Aero O.Y., Helsingfors

Holmén, R.

1924 Pilot der A.B. Aerotransport

Holtz, Kurt

1923 bis 1925 Junkers-Pilot; ab 1926 Pilot der DLH; bis Januar 1937 Flugbetriebsleiter der Deruluft, danach Techn. Leiter der Eurasia

Holzmann, Franz

geb. 18.03.1895
gest. 12.12.1956 in Brasilien

nach dem Abitur in Freiburg längeres Praktikum bei Hirth; 1914 bis 1915 im Einflugbetrieb des Riesenflugzeuges von Siemens-Steffen, Berlin-Johannisthal tätig, später Militärpilot; 1919 bis 1922 Studium und Examen als Dipl.-Ingenieur, Fachrichtung Flugzeugbau.

Am 15. Sept. 1922 Eintritt bei Junkers als Pilot; 1923 Flugbetriebsleiter des Junkers-Luftverkehrs, unterrichtete außerdem Navigation, Aerodynamik und Materialkunde; 1924 für Junkers in Südamerika tätig; 1925 Leiter der Junkers-Vertretung in Südamerika, zeitweilig als Pilot tätig; 1928 Reise nach Argentinien zwecks Einrichtung einer Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.-Vertretung (ohne Erfolg); 1930 techn. Berater der Firma Berger, Mertig & Co., welche die Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.-Vertretung für Junkers A 50 in Buenos Aires übernommen hat; im Oktober 1930 Austritt Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.

1931 bei De-Havilland-Vertretung in Buenos Aires tätig, übernahm nach Gründung des Condor-Syndicates in Südamerika dort die techn. Leitung; 1945 Inhaftierung in Südamerika, wurde in ein Internierungslager in England verbracht und 1948 schwer krank entlassen.

Höpken

geb. 06.04.1889

am 1. Mai 1922 Eintritt bei Junkers, Abt. Luftverkehr; 1923 Pilot der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; Bruch mit F 13 D-201 bei München-Schleißheim (blieb unverletzt)

Hoppe, Fritz-Werner

geb. 06.02.1897 in Marienwerder

Studium in Darmstadt, befaßte sich auch mit Entwurf, Bau und Einfliegen von Segelflugzeugen, Konstrukteur des Hochleistungs-Segelflugzeuges "Mohammed".

Am 6. Okt. 1924 Eintritt bei Junkers, Tätigkeit in der Forschungsanstalt, Leiter der Flugversuchsgruppe; vom 1. Juni 1926 bis 1934als Flugversuchsingenieur bei Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. tätig, Vorlesungen über Flugtechnik am Friedrichs-Polytechnikum Köthen; 1934 Ausscheiden bei Junkers, übernimmt die Leitung des Institutes für Bordgerät und Navigation der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt Berlin-Adlershof.

Horn, Fritz

geb. 13.12.1896
gest. 02.05.1963

1920 im Dez. bei Junkers eingestellt, Monteur der Lloyd Ostflug u. Pilot der Strecke Berlin-Königsberg; 1922 bei der Danziger Luftpost Werkmeister, später Werftleiter; richtete Flugstrecke Danzig-Warschau-Lemberg ein.

1923-1925 Pilot bei Ungar. Aero-Expreß (16.7.-28.10.23 u. 1.7.24-17.3.25); 1925 Siebenstaatenflug mit G 24 S-AAAK; im Herbst Vorführung einer G 24 in Spanien; 1926 Pilot in Südamerika; 1927 techn. Berater beim 1. Bulgar. Luftverkehrsges.; drei Weltrekorde mit G 24 (4.4.); 1928 Überführung von Junkers-Flugzeugen nach China, anschl. bis 1937 Pilot und Chefingenieur bei Eurasia.

Am 15. Mai 1930 Ernennung zum Flugkapitän; ab 1937 Pilot bei der South African Airways (Junkers-Flugzeuge); 1939 bis 1944 in Südafrika interniert; 1944 Rückkehr nach Dessau; 1945 im April von Gestapo verhaftet, danach Dolmetscher von Bürgermeister Hesse; 1946 stellv. Bürgermeister von Mosigkau.

1953 techn. Leiter der Werft in Dresden; 1955 bis 1963 Leiter für Flugbetrieb in Dresden.

Horter, Wilhelm

Am 20. Okt. 1917 Mitbegründer der Junkers-Fokker-Werke A.G. (Mitarbeiter von Fokker); 1918 Generaldirektor und stellv. Geschäftsführer der Junkers-Fokker-Werke GmbH Berlin u. Schwerin

Hübner

1923-1925 Versuchsingenieur und Pilot bei Junkers (Kanalstrom)

Hucke, Friedrich

geb. 25.09.1888 in Aken

1923 bis 1925 Pilot bei Junkers; 1924 Teilnahme an der Junkers-Südamerika-Expedition, Vorführung einer F 13 in Junin; ab 1926 Pilot der DLH; später zum Reichsluftfahrtministerium und Pilot von Göring bis 1938

Hünefeld, Ehrenfried Günther Freiherr von

geb. 01.05.1892 in Königsberg
gest. 05.02.1928 in Berlin

im 1. Weltkrieg schwere Verwundung an beiden Beinen durch einen Schrappnellschuß, ein Bein bleibt verkürzt, das andere verkrümmt; 1918 folgt er dem deutschen Kronprinzen in die holländische Verbannung; später Propagandachef des Norddeutschen Lloyd; Finanzierung und Teilnehmer des ersten Ost-West-Transozeanflug am 12./13. April 1928 (Piloten Köhl und Fitzmaurice Flugzeug Junkers W 33 "Bremen"; Sept. 1928 Finanzierung und Teilnahme am Flug Berlin; Tokio (Pilot Lindner Flugzeug W 33 "Europa")

Huss, Gustav

geb. 25.06.1895 in Hohenstaufen/Göppingen
gest. 12.11.1970 in Egelsbach (Hessen)

Im 1. Weltkrieg Infanterist und Pilot; 1918 bis 1920 Studium der Ingenieurwissenschaften; am 1. Sept. 1920 Eintritt bei Junkers als Konstrukteur; 1924 bis 1926 Tätigkeit im Junkers-Werk Fili bei Moskau; 1928 Leiter des zentralen Ausbildungswesens der Junkerswerke; 1945 bis zur Auflösung der Junkerswerke bei Junkers tätig; 1959-1965 Tätigkeit in der Deutschen Fördergesellschaft für Entwicklungsländer in Frankfurt

Irmer, Rudolf Oskar

geb. 21.09.1898 in Rosslau/Elbe
gest. 27.12.1971 in Höxter

1916 Veröffentlichung des Buches "Oswald Bölcke; ein Fliegerschicksal" unter dem Pseudonym Rudolf Oskar Gottschalk; 1922 Eintritt bei Junkers als Mitarbeiter der Propagandabt.; 1923 Mitarbeiter der "Junkers-Nachrichten"

Issel, Walter

1924 Eintritt bei Junkers am 15. Februar; 1925 Referent und Abteilungsleiter der JLAG; Vorstandsmitglied der Rumpler-Luftverkehrs AG

Jaekel

vor 1916 Yachtbauer, hat Sablantig-Flugzeuge für die Marine gebaut; 1916 Konstrukteur bei Junkers (Entwurf von Marine-Flugzeugen; Mitarbeit am Entwurf der J-7

Jankovic, Graf

1923 Mitbegründer der Ungar. Aero-Express R.T.; stellv. Vorsitzender im Verwaltungsrat der TREU

Jastram, Walter

geb. 29.10.1891 in Hamburg

absolvierte höhere Maschinenbauschule in Hamburg; 1918 Vize-Flugmeister im Marinejagdgeschwader Sachsenberg; zum Leutnant befördert; 1922/1923 Technischer Leiter der ESA (Junkers-Südamerika-Exp.); 1925-1932 Gründer und Geschäftsführer des Lloyd Aereo Boliviano (LAB); 1933 Leitung des Vertriebs von Junkers-Erzeugnissen (bis 1936); 1937 Mitinhaber der von seinem Vater begründeten Motorenfabrik Carl Jastram Hamburg-Bergedorf

Joas, Georg

geb. 10.01.1899 in Oberstdorf
gest. 1960 in Oberstdorf

1922 Eintritt bei Junkers als Flugzeugschlosser, wird später Pilot; 1924 als Pilot in Argentinien; am 1. Dez. 1925 zur Jfa; 1926 Junkers-Pilot bei LAB in Bolivien; 1927 Rückkehr zur Jfa; 1928 Überführung von Junkers-Flugzeugen nach Afghanistan (Juni); Febr. 1929 Rückkehr aus Aufghanistan; 1930 Pilot der Jfa, Austritt am 30. April; im 2. WK Staffelkapitän und später Oberstleutnant und Kapitän des Luftpostfelddienstes im Ostel, zuletzt Leiter des Flugzeugwerkes Oschatz

Jurinek, Josef M.

1917 Mitbegründer der Ilag; 1919 Berater und Propagandist von Adler (Gründer des Bayerischen Luftlloyd); 1923 bis 1925 in der Junkers-Propaganda tätig; 1925 Herausgeber des Jahrbuch für Luftverkehr; am 31. Oktober 1925 von der TREU gekündigt

Jüterbock, Georg

geb. 07.08.1892
gest. 04.11.1940 in Bolivien

1920 Pilot bei der Svenska Lufttrafik; am 1. April 1922 Eintritt bei Junkers als Pilot; im April 1923 Flug Moskau-Teheran mit F 13; im Sept. 1923 Flug Moskau; Nowo Nikolajewsk mit F 13; 1924 insges. 100.000 Flugkilometer; 1925 Pilot des Junkers-Luftverkehrs Persien; am 11. Mai 1927 zwei Geschwindigkeitsrekorde mit Junkers W 34; im Dez. 1928 Erreichung des 500.000sten Flugkilometers in Teheran; 1929 Junkers Flugkapitän-Diplom; 1930 Pilot in Teheran, später Bolivien; 193 Überführung einer G 24 nach Griechenland; 1939 Pilot beim LAB in Bolivien; am 4. Nov. 1940 Tod nach Flugunfall in Bolivien mit Ju 52/3m

Karman, Theodore von (Dr.)

geb. 1882 in Budapest
gest. 1963

Sohn des Prof. Oottor von Karman von der Universität Budapest; 1898 bis 1902 Ingenieur-Studium in Budapest; 1903 bis 1904 Assistent an der Budapester Universität; 1906 bis 1908 Studium der Mechanik und Mathematik in Berlin und Göttingen; Promotion zum Dr. phil.; 1908 bis1912 Assistent von Dr. Prandtl; 1913 Berufung zum Professor an der TH Aachen und Direktor des Aerodynamischen Instituts in Aachen; 1914 bis 1918 Luftfahrtdienst in der oesterreichisch-ungarischen Armee, Direktor der Versuchsabt. ab 1916, war mit der Einrichtung der Propeller-Versuchsanstalt und einem neuen Helikopter beschäftigt; 1923 Mitarbeiter der amerikanischen Zeitschrift "International Aeronautics"; 1930 Übernahme der Leitung des Luftfahrtforschungszentrums in Pasadena (USA); war bis zu seinem Tode 1963 Präsident des Luftfahrtforschungsbeirates der NATO

Kaspar, Josef

geb. 30.06.1894
gest. 11.07.1944

1924 Eintritt bei Junkers als Pilot (Nachtflugstrecke Warnemünde-Stockholm); ab Januar 1926 Pilot der DLH, Seeflugabt; 1929 Flugkapitän, 350.000 Flugkilometer

Kaumann, Gottfried

geb. 19.12.1893
gest. 1954 in Abadan

im 1. WK Angehöriger der Marine-Crew 13 (G. Sachsenberg); leitete 1921 gemeinsam mit G. Sachsenberg die Abt. Luftverkehr der Junkers-Werke; am 1. Jan. 1922 Eintritt bei Junkers; im Mai 1922 Geschäftsführer der Lloyd-Junkers-Luftverkehr GmbH.; 1923 leitender Hauptbeamter der TREU; am 11. April 1924 Niederlegung des Amtes als Aufsichtsratsmitglied der Aero-Lloyd-AG.; im Aug. 1924 im Vorstand der JLAG und im Vorstand der Rumpler-Luftverkehrs A.G.; 1931 Vertreter der Junkerswerke in Ostasien (Japan, China); im Nov. 1931 Entbindung von der Geschäftsleitung der Jfa auf Wunsch von Kaumann; am 30. Juni 1932 Austritt bei Junkers; nach 1945 Chef der Treuhandstelle für Interzonenhandel in Berlin; danach dt. Missionschef in Bangkok; 1954 auf einem Dienstflug kurz vor Landung in Abadan gestorben an Herzschlag

Kaumanns, Franz

gest. 07.1932

Schwiegervater von Fischer v. Poturzyn; 1901 Gründung der Firma Kaumanns; Agentur, Vertretung von Zeiss, Jena, Bleichert & Co, Daimler, Vulcan-Werke usw.; 1913 Einrichtung einer Filiale in Batavia; während des Krieges nach Deutschland (Militär); 1919 Junkers-Vertreter in Holland; Anfang Juli 1932 durch einen tragischen Unfall umgekommen

Kaye, Georg

geb. 25.10.1884
gest. 09.04.1963 in Kiel

am 1. Juli 1924 Eintritt bei Junkers; 1925 Bevollmächtigter der JLAG; am 1. Sept. 1926 zur Jfa; am 31. Dez. 1928 Austritt bei Junkers; später Baurat in Berlin

Keschnat, Hans

am 25. April 1925 bei Junkers eingetreten, Beamter der JLAG, Betriebsorganisation der Nachtflug-Betriebsleitung

Kiessner, Fritz

geb. 1898

1921 Eintritt als Pilot bei Junkers; 1923 in Rußland, Flugdienst auf der Moskwa mit F 13 Wasser; starb nach einem Flugunfall in Russland

Killinger, Erich

ehemaliger Marineflieger (Buch "Flucht um die Erde", Berlin, 1934); 1926 bis 1928 Vertreter von Junkers in Spanien

Kindermann, Karlheinz B.

Chefpilot u. Testpilot der JFM; 1936 zwei Weltrekorde mit Ju-90; Erprobung der ersten Druckkabine mit Ju 86-P; Verkehrsflieger in Afghanistan, Persien u. Kolumbien; nach 1945 Präsident der Hugo-Junkers-Gesellschaft

King (Dr.)

Einflieger in im Junkers-Werk Fili bei Moskau

King, George

Eintritt bei Junkers am 1. Februar 1930; Pilot der Jucoram (USA)

Kirchhoff, Frido

geb. 07.11.1890
gest. 1970

im 1. WK aktiver Flieger und Versuchsoffizier der Idflieg; nach 1918 Konstrukteur bei der Firma Carl Francke, macht sich später als Zivilingenieur selbständig; 1925 Eintritt bei Junkers; 1931 Leiter des technischen Außendienstes der Jfa; Organisator der griechischen Zivilluftfahrt in Athenspäter Fachkraft im Luftfahrtministerium in Berlin

Kleinhenz, Franz

gest. 1957

1924 als Konstrukteur im Junkerswerk Fili bei Moskau tätig

Kleinsorge, Walter

geb. 1902
gest. 1969 in Elze/Hann.

Studium an der TH Hannover; 1927 Tätigkeit bei der Bamag in Dessau; 1934 Eintritt in die Junkers-Flugzeugwerke; 1935 in der Bremsen-Abteilung der Junkers-Motorenwerke tätig; 1936 Verlegung der Bremsen-Abteilung nach Breslau innerhalb der Fahrzeug- und Motorenwerke (Famo); 1945 Auf Weisung des Luftfahrt-Ministeriums Verlegung eines Spezialgebietes der Bremsen-Abteilung nach Nordhausen, dort Anfang April durch Luftangriff alles zerstört und aufgelöst im Herbst Beschluß zum Weiterbau der Wasserwirbelbremsen Bauart Junkers in Elze/Hann. in einer kleinen Werkstatt; 1969 hat sein Werk in Elze 100 Mitarbeiter und baut weiter die Junkers-Bremse

Klemperer, Wolfgang

geb. 18.01.1893 in Dresden

1914 Bau eines Enten-Eindeckers, wurde in Altchemnitz eingeflogen, geriet aber durch Kriegsausbruch in Vergessenheit; Flugzeugführerzeugnis der FAI No 2702 Österreich; Segelfliegerzeugnis No 1 (Verband deutscher Modell- & Gleitflugvereine); 1920 Dipl.-Ing.; Hauptprüfung an der Technischen Hochschule Dresden; 1922 bis 1924 für Junkers beim Aachener Segelflugzeugbau tätig; 1922 erstes Kleinmotor-Flugzeug

Kneer, Franz

geb. 31.05.1895

1922 Eintritt bei Junkers als Pilot; 1923 Junkers-Pilot in Rußland; 1924 führt er eine F 13 in Junin (Argentinien) vor; 2. Platz beim Flugfest in San Fernando; 1926 eingesetzt auf der Strecke Cordoba-Cochabamba; am 7. Nov. 1928 Höhenweltrekord mit Junkers W 34; im Juni 1928 Überführung von Junkers-Flugzeugen nach Afghanistan; 1929 Junkers-Flugkapitän-Diplom; Teilnahme am Europ. Rundflug in Orly (Paris) mit A 50 D-1683 (17. Platz); 1930 Verlängerung der Piloten-Lizenz Nr. 106; 1931 Flugkapitän der Jfa; starb nach einen Flugunfall mit Ju 52/3m der DLH

Knick, Otto

geb. 1864
gest. 29.03.1921 in Dessau

Werkmeister bei Junkers ab 30. Mai 1892

Knight, William

war von 1920 bei Ford Motor Comp.; ab 1920 technischer Assistent in Europa der National Advisory for Aeronautics; ab 1924 im Aufsichtsrat der Jucoram (Vizepräsident und Schatzmeister)

Koch, Justus (Dr.)

1927 Gründungsmitglied der Junkers-Gesellschaft Luftfrako (Aktienanteil von 5.000 RM); 1929 Aufsichtsratsmitglied der Luftfrako

Koch-Deneke (Dr.)

1929 Geschäftsführerin der Junkers-Gesellschaft Luftfrako

Koestner, Alfred

gest. 12.09.1971 in Travemünde

1927 Technischer Leiter des Junkers-Luftverkehr Persien

Köhl, Hermann

geb. 15.04.1888 in Neu-Ulm
gest. 07.10.1938 in München

im 1. WK Ausbildung als Flugzeugbeobachter; Beobachter bei der Kampfstaffel 19; 1916 Führung der Kampfstaffel 22; 1917 beim Nachtbombengeschwader; Beförderung zum Hauptmann und Kommandeur des Bombengeschwaders 7; 1924 bis 1925 Nachtflugleiter beim Junkers-Luftverkehr; 1928 Nachtflugleiter bei der DLH; Pilot der W 33 "Bremen" beim ersten Ost-West-Transozeanflug am 12/13.4.1928; 1931 private Betätigung auf dem Luftfahrtgebiet; 1935 Leitung des Flugbetriebes der "Miva" in Rom; gestorben am 7.10.1938 in München, beigesetzt in Pfaffenhofen

Köhler, Erich

gest. 1971 in Hamburg

1925 Junkers-Pilot auf der NachtstreckeBerlin-Warnemünde; ab 1926 Flugleiter bei der DLH

Köhler, Josef

geb. 21.05.1895

1931 Betriebsleiter der Jfa

Kollmorgen, Rudolf

geb. 1910
gest. 1973

1936-1945 im Stammwerk Halberstadt der Junkerswerke als Fertigungsplaner und als stellv. Leiter der Abt. Vorkalkulation

Kopp, Viktor

ab November 1919 sowjet. Vertreter in Berlin; organisiert Rückführung der russ. Kriegsgefangenen und knüpft Wirtschaftsbeziehungen an; hat 1919 von v. Heeringen eine Junkers F 13 für 260.000 M erworben.

Koppenberg, Heinrich (Dr.)

geb. 25.03.1880
gest. 06.09.1960

ab 1934 Generaldirektor der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke; nach dem 2. WK beratender Ingenieur; 1960 tödl. verunglückt auf der Rückreise aus der Schweiz nach Baden-Oos

Koscielny, Dominik

geb. 1890
gest. 24.03.1973 in Windhoek

1912 Eintritt in die Marine-Fliegerei in Warnemünde; im 1. WK in Kiel stationiert; 1920 bei der Luftreederei; 1922 Eintritt bei Junkers als Monteur, bis zur Auflösung der Junkerswerke in der Auslandsabt. tätig; 1923 Monteur beim Flug F 13 von Neapel nach Barcelona; 1930 bis 1935 für Junkers in Südwestafrika tätig; 1949 Übersiedlung in die BRD; 1950 nach Südwestafrika übergesiedelt

Kottmeier, Adolf (Dr.)

geb. 24.07.1894

1925 Eintritt bei Junkers als Abteilungsleiter der JLAG; 1931 Syndicus der Junkerswerke

Kratz, Paul

geb. 25.04.1884 in Gruiten-Elberfeld

1911 Dipl.-Ing., im Junkers-Konstruktionsbüro S (Schiffbau) tätig; 1912 Eintritt in die Versuchsanstalt Prof. Junkers in Aachen; 1919 Eintritt in die Forschungsanstalt, Abt. Motorenbau; Teilnahme am Flug mit der F 13 "Annelise" am 5. Okt. 1919 von Dessau nach Johannisthal; später Leiter des Ausbildungswesens der Junkerswerke (zus. mit Obering. Huss); 1931 Oberingenieur und Prokurist der Junkers-Motorenbau GmbH

Krause, Rudolf

geb. 05.02.1887 in Dessau
gest. 06.01.1969 in St. Peter

1921 bis 1925 Pilot bei Junkers; bei der Nord-Europa-Union, Reval, eingesetzt; 1926 bis 1945 Pilot der DLH

Kraut, Richard

geb. 09.02.1895 in Thom

im 1. WK Pionier-Fliegertruppe, Führer einer Jagdstaffel im Jagdgeschwader Richthofen als Oberleutnant; 1922 bis 1923 Junkers-Pilot; 1924 bis 1925 Pilot der DAL; ab 1925 Pilot der DLH

Kredel, Ernst (Dr.)

geb. 11.02.1893

gehörte 1919 dem Kampfgeschwader Sachsenberg an; 1924 Mitarbeiter der Presseabt. der JLAG; 1925 kaufmännischer Angestellter der JLAG; 1926 bis 1929 Leiter der Presseabt. der DLH; ab 1929 bei der Nordbayerischen Verkehrsflug AG tätig; im 2. WK Oberstleutnant

Kreglewsky

war Ingenieur bei Junkers, ab 1917 leitende Stellung bei der Firma Gebrüder Körting (Körtingsdorf bei Hannover)

Krestinskij, Nikolaj Nikolajewitsch

geb. 26.10.1883 in Mogiljow
gest. 15.03.1938 in Moskau

1908 Eintritt in die sozialdemokratische Partei Rechtsanwalt; 1917 Eintritt in die Kommunistische Partei; nach der Novemberrevolution Justizkommissar der Nordkommune; 1918 Volkskommissar für Finanzen des russ. Rätestaatenbundes (bis Herbst 1922); 1919 Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der Kommunistischen Partei; 1921 Ernennung zum Bevollmächtigten Vertreter Sowjetrusslands in Berlin; 1922 Ernennung zum russ. Botschafter in Berlin; im Juni 1922 Verhandlungen mit Junkers in Dessau über einen Luftverkehr nach Russland; 1930 erster Stellvertreter des neuen Außenkommissars Litwinow in Moskau; Nachfolger in Berlin wird Leo Chintschuk (bisher stellv. Handelskommissar der Sowjetunion)

Krogmann, Adolf

geb. 15.03.1898
gest. 05.09.1973 in Bonn

1913 Flugschüler bei der Centrale für Aviatik; im 1. WK Pilot bei der Feld-Flieger-Abt. 63, in Galizien an Typhus erkrankt anschl. Lehrer an einer Beobachterschule; während seines Jura-Studiums 1920 Gründung des "Hanseatischen Luftverkehrsbüros" (zusammen mit Siefken); 1923 Eintritt bei Junkers, Leitung des Sekretariats des Junkers-Luftverkehrs; 1925 Direktionssekretär der JLAG; 1926 engster Mitarbeiter von G. Sachsenberg (bis 1932); 1932 Personalbearbeiter bei der Deutschen Verkehrsfliegerschule; 1935 Generalsekretär des Aero-Club von Deutschland; im 2. WK Adjutant beim Chef des Generalstabes der Luftwaffe; nach dem 2. Weltkrieg Neugründung des Hamburger Vereins für Luftfahrt Vizepräsident des Landesverbandes Hamburg; im DAeC. Vorsitz der "Gemeinschaft Alte Adler"; 1955 Leitung der Verbindungsstelle Bonn der Heinkel-Werke; 1958 Gründungspräsident des "Clubs der Luftfahrt von Deutschland e.V. Bonn" (Präsident bis 1967)

Krohn, Helmut von

1920 Pilot der Scadta; am 19. Oktober Flug Barranquilla-Girardot mit F 13 "Columbia"

Krohn, Johannes

am 19. März 1918 Erprobung der Junkers J-8; am 2. April 1918 Vorfliegen der Junkers J-7 vor Vertretern von Linke-Hofmann; am 4. Mai 1918 Erstflug mit Junkers J-10; am 9. Juli Überführung der Junkers J-9/II nach von Dessau nach Adlershof zum Vergleichsfliegen; am 23. Okt. 1918 Teilnahme als Pilot der Junkerswerke am Vergleichsfliegen in Adlershof mit J-9

Krückel, Josef

geb. 1904

1936 zu JFM als Assistent von Dr. Koppenberg; später Leiter des Büros Berlin; Tätigkeit im Großreihen-Flugzeugbau, Technischer Leiter des Werkes Staßfurt-Leopoldshall; nach 1945 Vorstandsmitglied der Hugo-Junkers-Gesellschaft

Krzenciessa, Thomas

geb. 06.09.1892
gest. 17.04.1975 in Müllheim/Baden

1923 Eintritt bei Junkers als Pilot; 1926 als Junkers-Pilot nach Südamerika zum Lloyd Aereo Boliviano; 1927 Austritt bei Junkers; anschl. Pilot in Argentinien bei seinem Schwager Holzmann; einige Zeit Pilot bei der Norddeutschen Verkehrsflug; 1933 Pilot der DLH; als Zivilpilot für den Aufbau der Wehrmacht übernommen; vor Kriegsausbruch RLM-Abnahmepilot; im 2. WK Pilot bei der Luftwaffe, Stabsflugzeugführer des Flugführerkorps

Kudrjawzeff, Peter

1926 Teilnahme als 2. Pilot einer G 24 an der China-Expedition der DLH; am 7. Dezember 1928 Eintritt bei Junkers; 1928 bis 1930 Pilot beim Junkers-Luftverkehr Persien; 1932 bis 1938 Pilot beim LAB in Bolivien; 1938 tödl. verunglückt in Bolivien

Kulenkampff, Walter (Dr.)

gest. 29.09.1929

1923 Mitglied des Reichstages und des Magistrats der Stadt Magdeburg; setzt sich für den Ausbau des Flugplatzes in Magdeburg ein; für die Aero-Lloyd AG. (Junkers) im Verwaltungsrat der TREU; später Mitglied des Aufsichtsrates der Jfa bis zu seinem Tode am 29. September 1929

Kummer, Fritz

ab Juli 1929 bei Junkers; 1932 bis 1935 Bordmaschinist im Auftrag der Firma Junkers beim Lloyd Aereo Boliviano; 1961 bis 1962 im Auftrag der DLH als Technischer Berater beim LAB, Flugkapitän

Kupper, August (Dr.)

Mitarbeiter der Forschungsanstalt Prof. Junkers, Abt. Strömungstechnik; ab 1. Januar 1930 Segelflugzeug-Bauprüfer beim Segelflugzeugausschuß der DVL

Kürner, August

geb. 14.06.1892 in Immendingen (Baden)

1922 Eintritt bei Junkers; Technische Leitung des Junkers-Zweigwerkes Malmö; nach 1933 wieder im Stammwerk Dessau; Leitung des Zweigwerkes Staßfurt; Leitung des Neubaues eines großen Montagewerkes in Bernburg; Berufung in den Vorstand des JFM; nach 1945 von der amerikanischen Besatzungsmacht zwangsevakuiert und nach Süddeutschland versetzt; bildete später mit einer kleinen Gruppe Junkers-Leuten in Stockstadt am Rhein eine Firma, die Einrichtungsteile für Automobile herstellte; später Verlegung der Firma nach Wiesbaden

Laas, Walter (Prof.)

1904 Leiter des Lehrstuhles für prakt. Schiffbau an der TH Berlin-Charlottenburg; 1911 am 3. August Vertrag mit Prof. Junkers über techn.-ökonom. Zusammenarbeit; Mitwirkung bei der Einführung von Junkers-Motoren in die Schiffahrtspraxis

Langanke, William

gest. 07.08.1930 in Ostsee

1923 Eintritt bei Junkers; Teilnahme an der prakt. Piloten-Ausbildung der Junkerswerke; 1924 Pilot auf der Strecke Reval-Stockholm; 1925 Pilot auf der Nachtflugstrecke Warnemünde-Stockholm; 1926 Teilnahme am Dt. Seeflug-Wettbewerb mit Junkers W 33 D-921 (2.Platz), später Pilot der DLH; 1930 verunglückt auf der Strecke Stockholm-Stralsund mit W 33 D-1826 (7.8.) über der Ostsee, ist nie gefunden worden

Larsen, John M.

geb. 11.11.1874 in Skagen (Jütland)

Der in Dänemark geborene Ingenieur Larsen siedelte 1892 in die USA über und bestreitet seinen Lebensunterhalt mit Entwurf, Herstellung und Verkauf von Maschinen (Eismaschinen, Kühlhallen usw.). Im Jahre 1919 reiste er mit er Absicht, amerikanische Flugzeuge in Europa einzuführen, in seine Heimat Skandinavien und führte dort seine Flugzeuge vor. Als er vom Höhenrekord der F-13 hörte, änderte er sein Vorhaben und schloß mit Prof. Junkers einen Vertrag über die Einführung von Junkers-Flugzeugen in Amerika. 1920/21 führte er die F-13 als JL-6 in Amerika vor und verkaufte einige Exemplare an die Luftpost und die Armee. 1921 rüstete er F-13 mit Maschinengewehren aus (JL-12). 1923 wird er vom König von Dänemark geadelt.

Lehmann, Kurt

gest. 16.06.1968 in Hamburg

1924 Eintritt bei Junkers als Versicherungskaufmann; Geschäftsführer der konzerneignen Versicherungsges. Mivermi; nach 1945 Bürovorstand d. Geschäftsstelle Hamburg des Gerlingkonzerns; Gründungsmitglied der Hugo-Junkers-Gesellschaft

Lent, Leonard B.

Major Lent war 1920 Generalsuperintendent des US-Luftpostdienstes. Er war für die Einführung der F-13 in den amerikanischen Luftpostdienst verantwortlich. 1921 leitete er den Flugbetrieb der USA-Luftpost und machte Vorschläge zur Verbesserung der F 13. Im Jahre 1923 gründete er die International Airways Comp. in Detroit und war deren Präsident.

Leopold, Georg

1923-1925 Junkers-Pilot (1925 100.000 Flugkm.), später Pilot beim RVM

Levetzow, von

Admiral und Flügeladjutant des dt. Kaisers; 1925 bei Junkers tätig

Lichte, August (Dr.)

geb. 17.03.1902

geb. als Sohn eines Bauern im Hochsauerland, dritter Sohn von 12 Kindern; 1926 bis 1929 Ingenieurstudium an der Akademie in Chemnitz Examen mit Auszeichnung; 1929 bis 1931 Assistent im Maschinenlabor der Akademie unter Prof. Richter; 1931/1932 Studium an der Technischen Hochschule Dresden; im Dez. 1932 vorzeitiges Diplom-Examen mit Auszeichnung; 1933 bis 1934 wissenschaftliche Arbeiten im Maschinenlabor der TH Dresden über Wärme- und Stoffaustausch für die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft; am 1. April 1934 Eintritt in die Forschungsanstalt Prof. Junkers; im Juni 1934 Dissertation bei Prof. Nägel über Wärme- und Stoffaustausch; Entwicklung der Leichtöleinspritzung am L-10 G (Jumo 210 G); 1942 Leiter der Abteilungen Thermodynamik, Vorentwicklung und Regeltechnik wird zum Oberingenieur ernannt Vertreter von Prof. Mader für Kolbenmotorenentwicklung; 1944 Ernennung zum Prokuristen.

1955 Aufbau einer Keimzelle für Triebwerksentwicklung im Rahmen der "Junkers Flugzeug- und Motorenwerke GmbH" in Essen mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen; 1958 Verkauf der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG und -GmbH an die FUS; 1959 bis 1962 setzt er sich kompromißlos für die Verwirklichung der Ansprüche aus der Entziehung der Forschungsanstalt und Werke von Hugo Junkers durch das Dritte Reich ein, diese Mittel waren bestimmungsgemäß für den Wiederaufbau einer Forschung im Sinne von Hugo Junkers gedacht.

Lieb, Adalbert

1923-1925 Pilot bei Junkers; 1924 Pilot bei der TREU; im August 100.000 Flugkm; 1926-1945 Pilot der DLH; 1945 in Frankreich abgeschossen

Liehr, Kurt

geb. 07.101894 in Saupersdorf

1923 Junkers-Pilot; Prüfung als Pilot bei Junkers im Febr. 1923; 1924 100.000 Flugkm bei der Nord-Europa-Union, Reval; 1926 Pilot der DLH; nach 1933 bei der Führerstaffel

Lilienthal, Otto

gest. 10.08.1896

erstes Todesopfer der deutschen Luftfahrt; Denkmal steht in Lichterfelde

Lindner, K. G.

geb. 30.04.1901 in Oslo

1921 bis 1924 Flugausbildung u. Militärdienst bei Schwedischer Flugwaffe in Malmstädt Mitbegründer der schwedischen Fliegertruppe Reserveoffizier; 1925 Pilot der A.B. Aerotransport Flug nach Spanien im Herbst 1926 Flug nach Finnland (März) Balkanflug (Juni-Aug.) Austritt bei A.B. Aerotransport (Okt.) u. Eintritt bei A.B. Flygindustri, Chefpilot Flug nach Holland (Okt.); 1927 Flüge nach Italien u. Jugoslawien (März) 3 Weltrekorde; 1928 Flug nach Spanien (März/April) Flug mit W 33 nach Tokio (zus. mit v. Hünefeld) im Sept./Nov. 1929 Austritt bei A.B. Flygindustri (April), Wiedereintritt bei A.B. Aerotransport

Loose, Fritz

gest. 1982

1923 Eintritt bei Jfa; Versuchsflüge mit A-20 im Auftrag d. Reichsregierung; 1924 Überführung einer F 13 nach Stockholm (Mai); Eröffnung der Strecke Stockholm-Helsingfors mit F 13 (1.6.); 1925 Verwundetentransporte für span. Rote Kreuz mit F 13 an der Marokko-Front; 1927 Ozeanflugversuch mit K-30 im Auftrag der Severa (Okt./Nov.); 1928 Überführung von Junkers-Flugzeugen nach China; 1930 Teilnahme am Europ. Rundflug mit A 50; 1931 Flugzeugführer der Jfa; 1932 Teilnahme an Luftfahrt-Werbeaktion von Folkerts; 1934 bis 1938 Aufbau eines Missionsflugdienstes in Neu Guinea; 1939 bis 1945 Einflieger u. Flugbetriebsleiter bei Jfa hat ca. 1000 Ju-88 eingeflogen; 1945 bis 1968 Beauftragter der Luftaufsicht auf dem Flugplatz Hangelar Luftsachverständiger u. Prüfer; 1982 Weihnachten gestorben

Lösch, Hans

gest. 1970 in Berlin

1920 von der Jfa zeitweilig als Pilot eingesetzt; 1921 Pilot der Lloyd Ostflug und Danziger LuftpostLW-Seenotstaffel

Lottmann, Kurt

1912 Eintritt bei Junkers; 1917 Mitbegründer der Junkers-Fokker-Werke A.G.; 1918/1919 Prokurist der Jfa

Lynen, Wilhelm (Prof.)

gest. 1920

stammt aus dem Rheinland Mitarbeiter von Junkers in der Dessauer Versuchsstation für Gasmotoren; 1891 Regierungsbaumeister, Zusammenarbeit mit Prof. Junkers an den Experimenten zum Gasmotor (ab März), anschl. Privatdozent bei Prof. Slaby an der TH Berlin-Charl.; 1896 Professor für Maschinenbau an der TH Aachen; gehörte zum Kreis der Freunde von Prof. Junkers in Dessau; 1901 Professor für Maschinenbaukunde und Kinematik an der TH München

Madelung, Georg (Dr.)

geb. am 31.07.1889 in Rostock
gest. am 17.08.1972

Madelung war vor dem Ersten Weltkrieg Assistent des Leiters der Abt. Flugzeugbau der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL), Dipl.-Ing. Hoff. Nach Kriegsausbruch wurde er zur Prüfanstalt und Werft der Fliegertruppen in Adlershof versetzt zur Berechnung und Prüfung von Flugzeugen. Er hatte Anteil an der Flugzeugentwicklung bei Albatros unter Robert Thelen am Bau der J-4 von Junkers. Von 1917 bis 1918 war Oberleutnant Madelung Pilot bei der Jagdstaffel 33.

Am 1. Sept. 1919 trat Madelung in die Forschungsanstalt Prof. Junkers ein und beschäftigte sich anfangs hauptsächlich mit der Elastizität und Festigkeit von Wellblechflügeln. Im darauffolgenden Jahr wurde Madelung von der Forschungsanstalt an das Konstruktionsbüro ausgeliehen, wo er u. a. an der Entwicklung von Junkers-Großflugzeugen mitarbeitete. 1921 konstruierte der das Segelflugzeuges "Vampyr" und ist anschließend für verschiedenen Firmen in den USA tätig (Jucoram, Glenn Martin, Larry Bell usw.). Hier entwarf er u. a. einen Metalleindecker für die Glenn L. Martin Co. in Cleveland (Ohio) mit Stoffbespannung.

1925 kehrte Madelung er nach Deutschland zurück und wurde zum Leiter der Flugzeugabteilung der DVL ernannt. Von 1926 bis 1929 lehrte er außerdem als nebenamtl. Professor an der Technischen Hochschule Berlin. 1927 bis 1929 war Madelung Vorsitzender des Motorflug-Ausschusses im Deutschen Luftfahrt-Verband und ab 1929 Vorstandsmitglied des DVL. Als Nachfolger von Prof. Baumann wurde Madelung zum Ordentlichen Professor und Vorstand des Flugtechnischen Instituts an der TH Stuttgart ernannt. Später übernimmt er den Aufbau der "Forschungsanstalt Graf Zeppelin" in Stuttgart, wo er 15 Jahre tätig war.

Mader, Otto (Prof. Dr.)

geb. 17.09.1880 in Nürnberg
gest. 09.09.1944 in Landeck

Otto Mader war der Sohn des Majors im Generalstab Franz Mader und seiner Frau Luise geb. Fikentscher; Er besuchte von 1890 bis 1899 das Maximilian-Gymnasiums München und studierte anschließend an der Maschinenabteilung der TH München. Nach der Diplom-Ing.-Prüfung im Jahre 1903 trat er als Ingenieur in die Maschinenbau-Gesellschaft in München ein und wechselte 1905 zur Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN) in Augsburg. 1906 wurde er Assistent für Maschinenbaukunde bei Prof. Lynen an der TH München und promovierte 1909 zum Dr.-Ing. Am 1. Oktober 1909 trat er als Privatassistent in die "Versuchsanstalt Prof. Junkers" in Aachen ein. 1912 legte er an der TH Aachen seine Habilitation auf dem Gebiet der Meßkunde ab.

Im Jahre 1915 wurde Mader zum Leiter der "Forschungsanstalt Prof. Junkers" in Dessau ernannt. Nach dem ersten Weltkrieg war er außerdem Aufsichtsratsmitglied der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. und der Junkers-Luftverkehr AG. 1927 folgte Mader einer Berufung als Ordentlicher Professor für Technische Mechanik an die TH München, kehrte jedoch 1928 zu Junkers zurück und übernahm wieder die Forschungsanstalt Prof. Junkers. Sein Hauptgebiet war die Motorenentwicklung. 1937 bekam Mader die Gedenkmünze der Lilienthal-Gesellschaft und 1940 die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Er war Ordentliches Mitglied der Dt. Akademie der Luftfahrtforschung und wurde zu seinem 60. Geburtstag zum Ehrenmitglied der Lilienthal-Gesellschaft ernannt. Mader starb am 9. Sept. 1944 im Sanatorium Landeck an einer schweren Blutkrankheit und Lungenentzündung.

Maltzahn, Axel von

1918 Major, Persönlicher Adjutant Seiner Königlichen Hoheit Prinz Friedrich Leopold von Preußen befreundet mit dem Junkers-Generalbevollmächtigten Major Seitz; am 23. Juli 1918 übergibt er Major Seitz 10.000.- als erste Beteiligung des Prinzen Friedrich Leopold v. Preussen an der Jco; v. Maltzahn wird als tätiger Mitarbeiter der Jco verpflichtet (mit Bezahlung)

Mayer, Ingo (Dr.)

geb. 26.08.1899 in Hradisch (Ungarn)
gest. 01.03.1962 in Essen

Sohn eines Ober-Schullehrers; Besuch des Deutschen Realgymansiums in Brünn; 1917 Abitur; 1917 bis 1922 Studium an der deutschen Technischen Hochschule in Brünn Abschlußprüfung mit Auszeichnung; 1922 bis 1928 Assistent am Lehrstuhl für Wärmekraftmaschinen in Brünn (Prof. Julius Fürstenau) Promotion zum Thema "Die Kalorimetrie der Kolbendampfmaschine" (mit Auszeichnung).

1928 Eintritt als Versuchsingenieur in das Kaloriferwerk; Stellv. Direktor des Kaloriferwerkes; 1939 bis 1945 Direktor des Kaloriferwerkes (nach dem Tod von Matthias Lürken)nach 1945 Übrsiedlung in das Ruhrgebiet; leitende Stelle bei der Firma Schemabau (techn. Erbe des Kaloriferwerkes); 1954 bis 1962 Gründung eines eigenen Unternehmens, ist dort bis zu seinem Tode tätig

Mierzinsky, Hermann

geb. 25.12.1884 in Hannover
gest. 29.01.1973 in München

Mierzinsky war nach dem Abschluß des Gymnasiums als Volontär auf der Vulkan-Werft in Stettin und auf der Kaiserlichen Werft in Kiel tätig; 1910 beendete er sein Schiffbau-Studium an den TH Hannover und Berlin-Charlottenburg als Dipl.-Ingenieur und trat am 15. Okt. in das neugegründete Verwertungsbüro von Prof. Junkers in Aachen ein. Ab 1911 war er im Konstruktionsbüro S (Schiffbau) von Junkers tätig. Während des Ersten Weltkrieges diente er als Oberltn. d. Res. beim Marinecorps in Flandern.

Nach dem Kriegsende wurde er als Leiter der am 21. Dez. 1918 gegründeten Zentralstelle für Propaganda (Verwertung) eingesetzt. Ab 1922 leitete er das Hauptbüro der Junkers-Werke. 1923 wurde er für den Bayerischen Luftlloyd in den Verwaltungsrat der Trans-Europa-Union berufen und gehörte 1924 dem Aufsichtsrat der Junkers-Luftverkehrs AG ab. 1926 wird Mierzinsky zum Direktor der AB Flygindustri in Malmö berufen, wo er bis zur Liquidierung im Jahre 1935 tätig war.

Nach dem Tod von Prof. Junkers im Jahre 1935 war er als Berater von Frau Therese Junkers bei Leitung der Junkers-Werke in München tätig. 1937 löste er das Vertragsverhältnis mit der Familie Junkers und übernahm die Leitung des Seeflugzeugwerkes Einswarden/Old. (Weser-Flugzeugbau-GmbH, Bremen), wo Flugzeuge von Heinkel, Junkers und Dornier in Lizenz gebaut wurden. 1941 übernahm Mierzinsky auf Bitte von Frau Junkers die Leitung der Hauptverwaltung und die Geschäftsführung der Hugo-Junkers-Werke GmbH. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er unter Berufung auf Gesetz Nr. 8 der Militärregierung am 16. Sept. 1945 durch die Familie Junkers aus seinen Ämtern abberufen. Am 29. Januar 1973 starb Hermann Mierzinsky in München.

Milch, Erhard

geb. 30.03.1892 in Wilhelmshaven
gest. 25.01.1972 in Wuppertal

Besuch des Joachimstalschen Gymnasiums in Berlin; ab Febr. 1910 Fähnrich im Königsberger Fuß-Art.-Regiment Nr. 1; am 20. Aug. 1911 zum Leutnant ernannt; 1914 Eintritt in die Fliegertruppe in den ersten Kriegsmonaten; 1915 zum Oberleutnant befördert; 1916 Adjutant der neugeschaffenen Beobachterschule Alt-Auz unter Hauptmann Zimmermann später Jagdgruppe 6; 1919 Führung einer Grenzschutzabteilung im Osten; 1920 Leiter einer Polizeifliegerstaffel in Seerappen, nebenbei Beamter der Lloyd Ostflug.

Am 1. Dez. Eintritt bei Junkers, übernimmt die Danziger Flugleitung der Lloyd Ostflug GmbH); 1921 Geschäftsführer der Danziger Luftpost, Aufgabe des Polizeidienstes (26.2.) Leitung der Strecke Berlin-Riga (bis Dez. 23); 1922 Verhandlungen zur Gründung des Poln. Aero-Lloyd Leitung der polnischen Strecken (bis 1923); alleiniger Geschäftsführer der Danziger Luftpost (Aug.); 1923 Betriebsleiter des Junkers-Luftverkehrs Verhandlungen in Österreich, Ungarn und Schweden; 1924 Leitung der 2. Südamerika-Expedition (ESA) nach Rückkehr Leitung der Verkehrsverwaltung der JLAG; 1925 Bevollmächtigter der JLAG (Leitung der Zentralverwaltung) Prokurist der Europa-Union (Sept.) ab Nov. im Vorstand der JLAG, um die Fusion zur Lufthansa durchzuführen Ausscheiden bei Junkers am 31.12.

Milch gehört im Mai 1926 noch dem Vorstand der JLAG an, wird in den Vorstand der DLH berufen (Leitung der Technik und des Flugbetriebes); 1929 Ausscheiden als Vorstandsmitglied der DLH, übernahm neben seiner Tätigkeit als techn. Direktor noch das kaufmännische und Wirtschaftsgebiet; 1933 Staatssekretär im Reichsluftamt (bis 1944), Stellvertreter von Göring; 1938 Generalinspekteur der Luftwaffe (bis 1945); 1940 Generalfeldmarschall; 1941 Generalluftfahrzeugmeister (bis 1944); 1947 vom Nürnberger Gerichtshof zu lebenslängl. Haft verurteilt wegen Verantwortlichkeit für den Einsatz von Zwangsarbeitern; 1951 zu 15 Jahren begnadigt.

Miller, Max

geb. 1894
gest. 01.09.1920

Max Miller war 1918 der erste zivile Pilot bei der USA-Luftpost und im Oktober 1919 der Pilot des ersten Flugzeuges bei der Eröffnung des Postflugdienstes nach Cleveland.

Miller, Oskar von

geb. 07.05.1855 in München
gest. 09.04.1934 in München

Sohn des Erzgießers Ferdinand von Miller; Studium an Hochschule München, Bauingenieur; 1881 Besuch der ersten elektr. Ausstellung in Paris, dadurch auf Elektrotechnik aufmerksam; 1882 Intern. Elektrizitäts-Ausstellung in München auf Anregung von Millers Reise nach New York (Beziehungen zu Edinson); 1883 erste Päne zur Ausnutzung bayerischer Wasserkräfte Umsetzung in elektrische Energie; 1884 zusammen mit Emil Rathenau in der Dt. Edison-Gesellschaft; 1889 Berliner Elektrizitätswerke; 1890 Eröffnung eines techn. Büros in München (selbständig) Hauptarbeit auf Gebiet der Kraftübertragung u. -verteilung; 1891 Internationalen elektr. Ausstellung in Frankfurt (Stromübertragung) von Laufen/Neckar nach Frankfurt auf Initiative v. Millers); 1894 Isarwerke oberhalb Münchens; 1903 Gründung des Deutschen Museums; 1906 Grundsteinlegung des Deutschen Museums; 1911 einheitl. Leitungsnetz für die Landesversorgung der Pfalz; 1918 Ausbaubeginn des Walchensee-Werkes.

1923 im Verwaltungsrat der Transeuropa-Union; 1925 erster Aufsichtsratspräsident der Europa-Union, Eröffnung des Deutschen Museums am 7.5.; 1927 Verleihung des Siemens-Ringes an v. Miller (Siemens-Ring 1916 gestiftet); 1928 Reise v. Millers in die Sowjetunion (Febr.)

Mitchell, William E.

geb. 1879 in Nizza
gest. 19.02.1936 in New York

1898 Eintritt in die Armee der USA, Fliegergeneral (Brigadegeneral); 1916 ab April Chef der Luftfahrtabt. des Signal Corps der USA-Armee; 1918 Oberst, ab Juni Kommandant der ersten amerikan. Tagbomberstaffel in Frankreich Chef der USA-Fliegerkräfte in Europa; 1919 stellv. Chef der US-Heeresfliegerei; 1921 Versenkung ehemaliger dt. Kriegsschiffe durch Glenn-Martin-Bombenflugzeuge als Beweis dafür, daß Überwasser-Kriegsschiffe veraltet sind daraufhin werden Flugzeugträger gebaut verlangt stärkere Luftstreitkräfte; 1922 Besuch bei Junkers Dessau (Febr.); am 18. Okt. Weltrekord mit einer Curtiss R6 (ca. 358,836 km/h über einen km); 1926 Prozeß gegen Mitchell wegen seiner heftigen Angriffe auf Kriegs- u. Marineministerium, Abschied von der Armee

Mittelholzer, Walter

geb. 02.04.1894 in St. Gallen
gest. 1937

Sohn eines Bäckermeisters in St. Gallen Lehre als Fotograf; 1917 Pilotenschule, ziviles u. militärisches Brevet; 1919 Gründung der Comte, Mittelholzer & Cie (April); 1923 Teilnahme an der Spitzbergen-Expedition, Direktor der Ad Astra; 1924 Flug Zürich-Teheran mit einer Junkers A 20 (18.12.); 1926 Flug nach Kapstadt (17.12.26-20.2.27); 1931 Chefpilot und Direktor der Swissair; 1937 bei einer Klettertour tödlich abgestürzt

Monz, Emil

gest. am 18.02.1921

Emil Monz stammte aus Stuttgart und war im Ersten Weltkrieg Aufklärungsflieger. Nach dem Kriegsende wurde er als 1919 Pilot bei der Firma Junkers angestellt und erhielt im Mai des Jahres die Luftverkehrs-Zulassungsbescheinigung Nr.22. Monz wurde 1919 auf der Strecke Dessau-Weimar eingesetzt und flog die F-13 "Annelise" beim inoffiziellen Höhenweltrekord am 13. Sept. 1919. Im Jahre 1920 war er im Auftrag von Junkers als Pilot bei Larsen in den USA tätig und flog mit der F-13 zahlreiche Rekorde. Nach seiner Rückkehr setzten ihn die Junkerswerke als Pilot bei den Ostdeutschen Landwerkstätten ein, wo er am 18. Februar 1921 mit der F-13 D-132 im Schneesturm tödlich verunglückte

Morzik, Fritz

geb. 10.12.1891

1923 Eintritt bei Junkers am 1.2.; Junkers-Pilot in Rußland; 1928 Austritt bei Junkers am 30.4., anschl. Pilot bei der DVS; 1929 Sieger im Europäischen Rundflug in Orly bei Paris, Blindfluglehrer an der FS Braunschweig; 1930 Verlängerung der Piloten-Lizenz Nr. 128; 1934 beim Reichsluftfahrtministerium; 1939 bis 1945 Luftwaffen-Transport-Flieger; später General der Luftwaffe

Moßbacher, Robert

geb. 28.01.1897 in Friedelsheim

1923 Eintritt bei Junkers als Pilot im Luftverkehr; 1924 Überführung einer russ. F 13 nach Teheran (22.5.) 100.000 Flugkm (1.1.); 1925 Pilot beim Junkers-Luftverkehr Persien (bis 1930); 1928 Sanitätsflüge in Persien mit W 33; 1929 Junkers-Flugkapitän-Diplom; 1931 20jähriges Flugjubiläum bei Junkers; mit einer Messerschmidt tödlich abgestürzt

Mühlig-Hofmann

1918 Flugversuche mit einer Junkers V-7 (J-7) in Adlershof; 1921 Führer der Stettiner Polizeifliegerstaffel Verbindung mit Lloyd Ostflug (Dez.); 1924 Flug mit F 13 Dessau-Rom (Okt.) Ausscheiden aus dem Vorstand der Rumpler-Luftverkehrs AG wegen Übernahme in das Reichsverkehrs-Ministerium, später Oberregierungsrat beim Reichsluftamt

Müller, Fritz

1925-1928 Lehre als Flugzeugmechaniker bei Junkers; 1928 zum Spantenbau im TZ-Bau im Kaloriferwerk; 1930 Fertigmontage im Flugzeugwerk (neue Halle) anschl. Überdachungsbau Ju 52/3m; 1935 Kontrolle EinzelwerkstättenMitarbeit an der Ju 89 V-1 bis zur Erprobung Fertigkontrolleur beim Versuchsbau Ju 89/V2; Miterprobung der Ju 90/V 2 "Preussen" in Rechlin; 1944 Arbeit in Merseburg beim Bau der Ju 290 (2 Ex.) 2. Ex. nicht fertiggestellt; Arbeit am Mistelgespann "Vater und Sohn" in Merseburg

Müller, Hans

1921 Luftverkehr Strähle; 1928 Handlungsbevollmächtigter der Jfa; Bruder des Prokuristen der Jfa Rudolf Müller; 1931 Südamerika-Reise; Herrenflieger; 1932 Prozeß gegen die Jfa wegen Gehaltsansprüche; 1939 Privatgelehrter in Tübingen, erledigt die Bücherrevisionen für Gotthard Sachsenberg in Rosslau

Müller, Hermann

geb. 15.10.1895 in Bremen
gest. 1923

1916 Kampfflieger, Freiwilliger war Leutnant der Marine; 1918 Unfall an der Front Flandern (Absturz aus 30 m Höhe), beide Beine gebrochen, danach Zahnarzt-Studium; 1923 Teilnahme an der Junkers-Südamerika-Expedition; Absturz mit F 13 (zusammen mit Werner Junkers)

Müller, Rudolph

geb. 20.04.1899

Rudolph Müller war der Neffe des Junkers-Direktors Schleissing und trat am 23. April 1914 als Lehrling in die Firma Junkers & Co. ein. Im Dez. 1917 wechselte er in die Buchhaltung der Junkers-Fokker-AG über. Im Jahre 1919 nahm er ein Studium an der Handelshochschule Berlin auf und war nebenbei weiterhin für die Jfa in der Buchhaltung und als Direktionsassistent tätig. Im Mai 1926 erhielt er Prokura und wurde zum Leiter aller kaufmännischen Abteilungen (mit Ausnahme des Vertriebs) ernannt. Rudolph Müller hatte wesentlichen Anteil am Aufbau der Wirtschaftskontrolle und der Konzernversicherung der Junkerswerke. Im Nov. 1931 wurde er von der Geschäftsleitung der Jfa auf eigenen Wunsch entbunden und am 31. März 1932 löst er das Vertragsverhältnis mit Junkers. Später ist er als Geschäftsführer der Leichtflugzeugbau Klemm GmbH tätig.

Neuenhofen, Willy

geb. 24.04.1897
gest. 24.01.1936 in Kleutsch

Pilot im 1.Weltkrieg, 15 Luftsiege; 1921 Eintritt bei Junkers als Pilot; 1924 Teilnahme am Flugfest in San Fernando (Argent.) mit A-20; 1925 Pilot der LAB in Bolivien, Rundflüge in La Paz; 1926 Eröffnungsflug der ersten südamerikanischen Strecke in Bolivien (LAB) 100.000 Flugkm; 1929 Höhenweltrekord mit W 34 am 26.5. (12.739 m) Flugkapitän-Diplom, Kunstflüge beim Flugtag des AVFL; 1931 Flugkapitän der Jfa; 1934 Überführung einer Ju 52/3m nach Südafrika; 1936 Flugunfall mit Ju-87 bei Kleutsch (mit Ing. Heinrich Kreft)

Neugebauer, Franz (Dr.)

geb. 20.04.1897 in Gleiwitz

Studium der Rechte anschließend Teilnahme am 1. Weltkrieg; 1919-1922 Studium des Maschinenbaues an der Technischen Hochschule in Karlsruhe; 1923-1924 Tätigkeit bei Lanz, Mannheim; 1924 Eintritt bei Junkers. in der Forschungsanstalt tätig; 1925 Anfertigung eines Windkanal-Modells für das Deutsche Museum; 1934 nach München-Allach zu Prof. Junkers; 1968 in Arizona (USA)

Neumann, Arthur

geb. 17.01.1890 in Hamburg
gest. 03.03.1974 in Warnemünde

1918 im 1. Weltkrieg Pilot bei I. Seeflieger-Abt. Kiel-Holtenau; 1919 Pilot bei der DLR, Warnemünde; 1923 Eintritt bei Junkers Teilnahme an Spitzbergen-Expedition; 1924 Überführung der F 13 D-242 nach Stockholm (Mai) Pilot auf der Strecke Stockholm-Helsingfors (Juni-Okt.); 1926 Pilot der DLH, in Island tätig; 1929 bildete Ende der zwanziger Jahre sowjet. Piloten im Blindflug aus; 1974 gestorben am 3.3. in Warnemünde

Noé (Prof.)

hat in Aschersleben Junkers-Oechelhäuser-Maschinen gebaut; 1920 Generaldirektor der technischen Staatsbetriebe Danzig (früher Reichswert, Artilleriewerkstatt, Gewehrfabrik) und Senator in Danzig

Noppeney, Herbert

geb. 01.03.1893 in Aachen

am 1. April 1909 Beginn der Lehre in dem von Prof. Junkers geleiteten Maschinen-Laboratorium der TH Aachen (bis 30.03.1911); am 28. März 1911 Eintritt bei Junkers; 1913 Techniker Konstruktionsentwurf für eine Ölturbine; 1915 ab August in der Forschungsanstalt tätig (bis Febr. 1920); 1916 arbeitet er wieder im Windkanal Aachen

Oechelhaeuser, Wilhelm von (jun.)

geb. 1850
gest. 1923

ältester Sohn des Industriellen gleichen Namens; 1869 Studium an der Gewerbe-Akademie in der Berliner Klosterstr.; 1873 Beendigung des Studiums; 1887 Versuchsarbeiten für eine Großgasmaschine; 1888 Technischer Direktor und leitender Ingenieur an der "Deutschen Continental-Gasgesellschaft" Dessau, ab Okt. 1888 Zusammenarbeit mit Hugo Junkers; 1918 von Göttingen zum Dr.hil.e.h. ernannt

Offermann, Erich

geb. 09.07.1885 in Aachen

Dipl.-Ing. Erich Offermann unternahm bereits vor dem 1. Weltkrieg Versuchsflüge mit der Reißner-Ente. Nach Kriegsende war er als Technischer Leiter des Flugbetriebes bei der Deutschen Luftreederei angestellt und setzte sich u. a. durch Veröffentlichungen für die Junkers-Flugzeuge ein. Am 1. Nov. 1919 trat er als Angestellter von Junkers in dessen Berliner Büro ein und war dort bis zum 25. März 1925 tätig. Am 25. März 1929 wurde Erich Offermann als Nachfolger des verstorbenen Oberstleutnant Siegert zum deutschen Vertreter des Guggenheim-Fonds gewählt.

Osterkamp, Theo

geb. 15.04.1892 in Aschersleben
gest. 1975 in Baden-Baden

Sohn eines Fabrikbesitzers: Gymnasium in Dessau (zusammen mit Boelcke u. Sachsenberg); ab 14.8. 1914 Marinefliegerkorps in Johannisthal, später 2. Marine-Fliegerabt. in Flandern; 1915-1916 eingesetzt als Flugzeugbeobachter; als erster Flieger mit einem Landflugzeug nach England geflogen (Aufklärung); 1917 Kampffliegerschule in Putzig und danach 1. Marine-Jagdstaffel (Sachsenberg); März 1917 Flugversuche mit Junkers V-7 (J-7); Juni 1917 Beförderung zum Leutnant; 11. Juli 1918 fliegt er beim Vergleichsfliegen in Adlershof die J-7 und die J-9/II; 02.09.19118 Pour le merite; 1919 Mitglied des von G. Sachsenberg aufgestellten Kampfgeschwaders; 14. Febr. 1919 zum Ehrenmitglied des Anhaltischen Vereins für Luftfahrt ernannt; 1931 Stationsleiter an der Seeflugstation Holtenau der Luftdienst GmbH; 1933- 1939: Kommandeur der Jagdfliegerschule Werneuchen bei Berlin; 1939-1944 Kommandeur des Jagdgeschwaders 51; 1940 Jagdfliegerführer Luftflotte 2; Teilnahme an der Luftschlacht um England; Ritterkreuz und Beförderung zum Generalleutnant; 1944 Abschied (stand in Mißkredit bei der obersten Führung); 1944-1945 Forstmeister in Niedersachsen

Pasquali, Richard

geb. 06.10.1888

1925 Eintritt bei Junkers am 16.1.; 1928 Pilot bei der Transadriatica; 1930 bei Absturz einer W 34 in Venedig schwer verletzt (15.10.)

Patze, Friedrich

geb.
gest. .011928

1919 durch die Weißrussen festgenommen; 1920 Gründungsmitglied der OLA bzw. der Siedlungsgesellschaft Seerappen GmbH (17.1.) Ltn. zur See; 1921 Übernahme des Amtes des Geschäftsführers der OLA von Sago (Juni); 1922 noch an OLA beteiligt (Jan.); 1925 JLAG, Büro Berlin; 1926 Vertriebsleiter der Jfa, ab 30.Juni Angestellter des Hauptbüros (bis 1.1.27); am 1. Dez. 1926 Reise nach Persien; ab 1.1.27 wieder bei Jfa eingestellt; Juni 1927 Rückkehr aus Persien

Pfeiffer, Erich

1919 am 1. Januar Eintritt bei Prof. Junkers -Direktor der Jco

Plauth, Karl

geb. 27.08.1896 in Kaiserslautern
gest. 01.11.1927 in Dessau

Sohn des Landgerichtsdirektors Wilhelm Plauth; 1914 bis 1918 Juli 1914 Abitur am Humanistischen Gymnasium Zweibrücken anschl. Fahnenjunker beim I. Els. Pionierbat. 15, Straßburg; Sept. 1914 bis Nov. 1917 Pionier; 22. März 1915 Beförderung zum Offizier; Dez. 1917 bis Kriegsende bei der Fliegertruppe als Jagdflieger; am 13. Juli 1918 bei Notlandung nach Luftkampf verwundet Führer der Jagdstaffel 51 bis Okt. 1918 16 Luftsiege; 1919 Studium an der TH Darmstadt Maschinenbau bei Akad. Segelfliegergruppe Konstruktion Segelflugzeug "Karl der Große"; am 20. März 1920 Verabschiedung vom Militär als Oberleutnant Aug. Vermählung mit der Tochter Liesel des Geh. Justizrates, Gießen, Zweibrücken; Juni-Aug. 1921 Mitarbeit am Bau zweier Segelflugzeuge der Akadem. Fliegergruppe der TH Darmstadt; Dez. 1922 Prüfung als Diplom-Ingenieur; am 6. März 1923 Eintritt bei Junkers; 1925 im Hauptbüro bei Prof. Junkers und Junkers-Pilot Mai Teilnahme am Dt. Rundflug mit T-26; 1927 Absturz mit A-32 bei Kunstflugübungen in Dessau

Pohlmann, Hermann

geb. 26.06.1894 in Asseln

1915 Flieger an der Westfront Bombenversuchsabt.; 1917 von Engländern abgeschossen, gerät schwer verwundet in Gefangenschaft; 1923-1940 als Konstrukteur bei Junkers tätig (W 33, K-47, A 50, Ju-87); 1940 bei Blohm und Voß, war maßgeblich bei der Konstruktion der Passagier-Flugboote BV 222 und BV 238 beteiligt; 1950 Ausreise nach Spanien, Konstrukteur bei der Construcciones Aeronauticas S. A (Casa), Madrid; 1959 bis 1968 technischer Geschäftsführer der Hamburger Flugzeugbau GmbH (Nachfolger von Blohm und Voß)

Poss, Reinhold

geb. 11.09.1897
gest. 26.08.1933 in Neustadt a.d.Dosse

1914 Kriegsfreiwilliger; 1916 an der Somme schwer verwundet; Führer einer Jagdstaffel (Marine); 1922 28. Mai Eintritt bei Junkers als Pilot; 1923 in Rußland in Baku, Batum und Moskau tätig Flugleiter (bis 1925); 1925 Teilnahme am Dt. Rundflug; 1926 31. März Austritt bei Junkers, geht zur Severa; 1933 26. Aug. beim Deutschlandflug auf dem Flug von Berlin nach Wyk in der Nähe von Neustadt a.d. Dosse mit seinem Begleiter Weirich von der DLH tödlich verunglück mit einem Klemm-Flugzeug

Prondzinsky, Stefan von

geb. 28.03.1889 in Straßburg
gest. 1926 in Warnemünde

1918 erschien P. als erster Kriegsflieger über England Offizier; Okt. 1920 Anmeldung eines Patentes "Hohler Flugzeugflügel ohne äußere Versteifung"; 1921 Kapitänleutnant bei Firma Curt von Grueber, Maschinenfabrik für Hartzerkleinerungs- und Transportanlagen, angestellt; 1922 Eintritt in die Forschungsanstalt (Kanalstrom) am 21.9 als Versuchsingenieur und Pilot; 1924 Versuchsingenieur und Pilot bei Jfa Einflieger in Fili; 1926 Pilot der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt; mit einer Heinkel-Maschine in Warnemünde verunglückt bei Ausführung von Versuchsflügen

Quick, August Wilhelm

geb. 25.01.1906 in Oese (Bremervörde)

Studium an der TH Danzig, anschl. Assistent am Lehrstuhl für Luftfahrt in Danzig; 1933 Eintritt in das Entwurfsbüro des Flugzeugbaues der JFMLeiter der Entwurfsabt. der JFM (bis 1939); 1939 Eintritt bei der DVL in Berlin-Adlershof Institutsleiter Ernennung zum außerordentl. Professor; nach 1945 in der französischen Luftfahrtindustrie tätig (Entwicklung von Strahltriebwerken); Neuerrichtung des Lehrstuhles für Luftfahrt an der TH Aachen; nach Wiederaufbau der DVL Vorstandsmitglied, später Vorstandsvorsitzender; Vertreter der Bundesrepublik bei der AGARD; 1974 vom Lehrstuhl an der RW TH Aachen emeritiert

Ramdohr, Hans Karl

geb. 21.08.1908

1933 Dipl.-Ing. Eintritt in die JFM personalpolitische Aufgaben; 1939 Leitung des Büros Prag der JFM (bis 1949); stellv. kaufmänn. Leiter der Erdölwerke Emsland der Wintershall AG Preisprüfer bei der Curator Treuhand AG in Frankfurt; 1953 vom Bundesfinanzminister als Treuhänder für die Junkers Flugzeug- und Motorenwerke und die Maschinenbau AG Grafenstaaden in Bonn bestellt (bis 1958); 1954 Initiative zur Einrichtung eines Entwicklungsbüros der JFM in Essen; Mitbegründer und Leiter der Vereinigung ehemal. Junkersangehöriger (später Hugo-Junkers-Gesellschaft); 1958 Mitbegründer und Prokurist der JFM AG in Bieberach; 1959 Gründung der Internationale Fluggeräte und Motoren Gesellschaft in Weinheim (Umgründung der JFM AG) durch Kindermann, Maringer und Ramdohr; 1961 alleiniger Geschäftsführer der IFM; stellv. Vorsitzender der Hugo Junkers Gesellschaft, Köln; Kuratoriumsmitglied der Stiftung der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke in Firma MBB, München; 1973 Ehrenbecher der Hugo Junkers Gesellschaft zum 65. Geb.

Rasch, Ferdinand

1917 wird Ferdinand Rasch von der Flugzeugwerft GmbH Staaken als Nachfolger von Gustav Klein zum Direktor ernannt. 1919 wird der Direktor der Zeppelinwerft Rasch als Sachverständiger für Luftverkehrsfragen für die Friedenskonferenz ernannt. Im Mai 1921 wird Ferdinand Rasch zum Generaldirektor der Aero-Union ernannt.

Reißner, Hans

geb. 18.01.1874 in Berlin
gest. 02.10.1967 in Colton, Oregon

Sohn eines Textilfabrikanten, verbrachte Schulzeit und erste Studienzeit in Berlin; - 1894 bestand er an der TH Charlottenburg die Vorprüfung; 1897 bestand er das Examen als Regierungsbauführer, danach ein Jahr praktische Tätigkeit als industrieller Bauingenieur; in den USA; 1895 vier Semester Physikstudium an der Universität Berlin; 1900 Diplomprüfung als Bauingenieur bestanden; 1902 Promotion bei H. Müller-Breslau mit seiner Arbeit über Fachwerkssschwingungen, befaßte sich auch mit statischen Aufgaben für den Grafen Zeppelin; 1903 erhielt er von der TH Berlin ein Stipendium für einen erneuten USA-Aufenthalt; 1904 Privatdozent an der TH Berlin und erster Assistent bei Müller-Breslau; 1906 wird zum Professor für technische Mechanik an die TH Aachen berufen (als Nachfolger von Prof. Dr. Sommerfeld); Heirat mit Josephine Reichenberger.

Jan. 1908 Briefwechsel zwischen Junkers und Reissner über die Ausnutzung von Flugzeugerfindungen und ein gemeinsames Zusammengehen; im Febr. 1908 Meinungsaustausch zwischen Junkers und Reissner über die Reibung zwischen Luft und glattem Aluminiumblech; 1909 Kauf eines französ. Voisin-Doppeldeckers zu Versuchszwecken; Anmeldung des Patentes "Gleitfläche für Luft- und Wasserfahrzeuge" (gehörte Junkers und Reissner gemeinsam); 5. Jan. 1910 schickt Prof. Junkers an Reissner eine von ihm angefertigte Handskizze mit der Mitteilung, daß er eine Methode zur Herstellung der gefalteten und gleichzeitig gebogenen Bleche gefunden hat; 1909/10 Bau eines Doppeldeckers, kurze Flüge; 1912 Bau einer Ente mit Wellblech-Tragflächen; 1912 erster Flug seines Doppeldeckers am 12. April (40 Meter) bzw. erster Flug der Reißner-Ente (Febr.); 16.07.1912 schreibt Reissner an Junkers, daß das Flugzeug inzwischen in Aachen öfters geflogen wurde, es ist sehr gut gestiegen und gut im Gleichgewicht.

Am 3. April 1910 Mitbegründer der Wissenschaftl. Gesellschaft für Flugtechnik (ab 1914 Wissenschaftliche Gesellschaft für Luftfahrt), übernahm die Leitung des Ausschusses für konstruktive Fragen der Luftfahrzeuge, gehörte auch dem wissenschaftl.-techn. Ausschuß und weiteren Ausschüssen an; 1913 übernahm er den Lehrstuhl für Mechanik der TH Berlin an (Nachfolger in Aachen v. Kármán); 1913 Absturz des Piloten Lucien Hild mit der Reissner-Ente.

Im ersten Weltkrieg Festigkeitsrechnungen für die im Zeppelin-Werk Staaken gebauten viermotorigen Riesenflugzeuge, Entwicklung eines Verstellpropellers; 1923 bei Gründung der Gesellschaft für angewandte Mathematik und Mechanik (GAMM) wird Reissner 2. Vorsitzender; 1926 übernahm er die Leitung einer Berliner Sektion der GAMM und arbeitete im Deutschen Luftfahrzeugausschuss mit.

1930 Leiter des Deutschen Luftfahrzeugausschusses; 1936 Versetzung in den Ruhestand aus politischen Gründen, wird Berater bei der Argus-Motorenfabrik; 1938-1944 Lehrer und Forscher am Illinois Institute of Technology; 1944-1954 am Polytechnic Institute of Brooklyn tätig.

Reuter, Otto

geb. 10.09.1886 in Wachwitz
gest. 12.01.1922 in Dessau

Der Ingenieur Otto Reuter trat am 29. Nov. 1915 in die Junkerswerke ein. Im ersten Weltkrieg entwarf und konstruierte er u. a. die Gerüstflügel der J-3 und der J-7.; Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde er zum technischen Direktor und Chefkonstrukteur der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. bestellt und am 10. Sept. 1919 als Vorstandsmitglied der Jfa berufen. Im Anschluß an der wegweisenden Konstruktion der F-13 entwarf er ein kleines Sportflugzeug, das dreisitzige Verkehrsflugzeug J-15 und ein Flugboot. Am 10. Sept. 1919 wurde er zum ordentlichen Vorstandsmitglied der Junkers-Flugzeug-Werk A.-G. bestellt. Er setzte sich für die Beteiligung von Junkers an Luftverkehrsunternehmungen und Wiederaufnahme des Großflugzeugbaues ein. Mitte 1920 begannen unter seiner Leitung die Arbeiten am Großflugzeug JG-1, das 1921 auf Befehl der Entente wieder zerstört werden mußte. Reuter starb am 12. Januar 1922 in Dessau.

Richter, Hans

1906 Beginn der Beschäftigung mit dem Gleit- und Segelflugzeugbau, erwarb die Lizenz zum Bau von Lilienthal-Gleitfliegern vom Bruder von Otto Lilienthal, Gustav Lilienthal, belieferte u.a. das Staatl. Zeughaus in Berlin, das Reichspostmuseum und das Französische Flugmuseum in Paris; 1925 Verfasser des "Deutschen Flugalmanach"; 1927 Veröffentlichung seines Romans "T 1000: Roman eines Riesenflugzeuges" über das Junkers-Flugzeugprojekt J 1000; 1929 unternahm als Erster den Versuch, den Ärmelkanal im Segelflug zu überfliegen, stürzte dabei ab; Abschluß mit dem Hause Karstadt über den Verkauf seiner Gleitflieger wird vom DLV untergraben; 1931 Versuch, den Hängegleitflugapparat als Volkssport aufzuziehen, ist krank und völlig ruiniert

Rickenbacker, Edward Vernon (Eddi)

Rickenbacker war im 1. Weltkrieg Führer der berühmten amerikanischen 94. Jagstaffel. Nach Kriegsende versuchte er eine Kraftfahrzeugfabrik zu gründen (fehlgeschlagen), war danach bei General Motors u. leitender Angestellter der American Airways. 1933 war Rickenbacker Sonderberater bei der North American Aviation und 1934 Generaldirektor der Eastern Air Transport. 1938 kaufte er die Eastern Air Lines von General Motors und war deren Präsident. Am 26. Febr. 1941 stürzte er mit einer DC-3 ab und zog sich schwere Verletzungen zu. Bis Anfang der 50er Jahre war Rickenbacker Präsident der Eastern Air Lines, dann Verwaltungsrats-Vorsitzender.

Riedl, Alois

geb. 31.12.1902 in Meierhöfen b. Karlsbad

Besuch Vorschule und Realgymansium in Karlsbad; Studium in Dresden; 1926 Diplom-Prüfung, anschl. tätig bei Henschel und Sohn, Kassel (Arbeit an Diesellokomotive) Einbürgerung in Deutschland; 1928 Mai Eintritt bei Junkers (Jumo), wegen Krankheit Stellung wieder aufgegeben; 1932 nach Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit; im Juli 1932 Antritt einer Stelle in Russland; Dez. 1932 Kündigung der Stelle; am 1. Febr. 1933 erneuter Eintritt bei Junkers (techn. Sekretariat von Prof. Junkers Beschäftigung mit Metallbau)

Risztics, Johann

geb. 11.01.1895 in Budapest
gest. 07.05.1973

1911 ungarischer Flugpionier; meldet sich 1914 als Freiwilliger zur Fliegertruppe, wird Jagdflieger in der Österr. Armee anschl. Militärflieger; bei ungar. Nationaltruppen (erhält zweimal Goldene Tapferkeitsmedaille); 1921 aus der Armee ausgeschieden; 1923 Pilot der ungar. Luftverkehrs-AG (Strecke Wien-Budapest); 1925 Eintritt bei Junkers am 1.8. Einflieger; 1927 Weltrekorde mit W 33, W 34, G 24 (Juni/Juli), brachten ihm die deutsche Staatsbürgerschaft ein Ozeanflugversuche; mit W 33 (Pilot der "Bremen") und mit K-30 (über Azoren); 1928 Weltdauerrekord mit W 33 (65 Std.) Plan einer erneuten Ozeanüberquerung mit Frau Dillenz; 1929 Junkers-Flugkapitän-Diplom; 1930 Teilnahme am Internat. Rundflug mit A 50 (D-1864) 15. Platz, Vorführung einer K-47 in Nanking Anmeldung als ordentl. Mitglied des Aero-Klubs; 1939-1945 im 2. Weltkrieg Einflieger auf der Werft Breslau leitete die Fliegerschule bei Dresden; 1960 wohnhaft in Duisburg

Ritter, Hans

geb. 21.11.1886 in Ludwigsburg

1925 Dez. Arbeitsbeginn als Lehrer an der türkischen Generalstabsakademie; 1928 Sept. Rückkehr aus der Türkei, Eintritt bei Junkers (Hauptbüro), Tätigkeit: Propaganda für Junkers-Militärflugzeuge; 1930 Wissenschaftl. Mitarbeiter von Prof. Junkers Büro Berlin

Rodschinka, Bruno

geb. 25.08.1891 in Dresden
gest. 06.11.1929 in England

1921 Pilot beim Lloyd Ostflug (F 13 Dz-39); 1923 Junkers-Pilot in Rußland; 1924 Werbeflüge für die Dobrolet (Sommer) 100.000 Flugkm (Nov.) Hauptleitung Mitte; 1926 Pilot der DLH; 1927 eröffnet mit G 24 die Strecke Berlin-Dresden-Prag Absturz über dem Erzgebirge; 1928 500.000 Flugkm (23.7.); 1929 Absturz mit G 24 D-903 in England am 6.11. (tödl. verunglückt)

Röder, Hermann

geb. 14.11.1892 in Dresden
gest. 04.06.1937 in Berlin

Studium an der TH Dresden; 1912 erster Alleinflug; 1913 6. Sept. Pilotenzeugnis, erworben auf Eindecker von Gustav Schulze ist eine Zeitlang an der Flugschule von Gustav Schulze in Madel bei Burg tätig; 1914 Chefpilot der Bayerischen Motoren- und Flugzeugwerke in Nürnberg; im 1. WK Bomben- u. Erkundungsflüge, führt als Oberleutnant eine Abteilung in den Dardanellen und im Orient; fliegt mit einem Albatros-B-Flugzeug von Herkulesbad (Süd-Ungarn) in neuneinhalb Stunden ohne Beobachter nach Konstantinopel, erreicht als einziger von acht Piloten das Ziel; 1922 Eintritt in das Hauptbüro von Junkers, am 15.4.22 Austritt Hauptbüro und Eintritt bei Jfa am 11.9.22; 1923 Eintritt als Pilot bei Jfa-Vertrieb am 29.1. Austritt bei Jfa-Vertrieb am 17.4.23 (Werkspilot, persönl. Pilot von Prof. Junkers); 1925 100.000 Flugkilometer; 1926 Flug nach Bangkok mit F 13; 1927 mehrere Weltrekorde mit F 13 (April); 1930 Junkers-Flugkapitän-Diplom; am 30. Juni 1930 kündigt Jfa das Angestelltenverhältnis mit H. Röder; 1933 persönlicher Pilot von Koppenberg; 1937 Leitung der Junkers-Werkfliegerschule; 4. Juni 1937 abgestürzt mit einer A 50 auf dem Flug zwischen Dessau und Berlin

Roeder, Waldemar

geb. 13.04.1893

1923 Febr. Pilotenprüfung, 4. Dez. Eintritt in die Jfa als Werkspilot; 1925 Teilnahme am Deutschen Rundflug mit K-16 und am Sachsenrundflug; 1927 Sieger im Alpenrundflug mit G 31, Transport von mehreren kg Impfstoff nach Teheran; 1928 Weltrekord mit G 24; 1929 Junkers-Flugkapitän-Diplom, Erprobung F 24 mit Jumo-4 Teilnahme am Europa-Rundflug in Orly mit A 50 D-1684 (11. Platz); 1930 Teilnahme am Europa-Rundflug mit A 50 D-1862 Verlängerung der Sportlizenz Nr. 6; 1931 Überführung der G 24 SX-ACA nach Griechenland; 1935 Austritt bei Junkers

Rothe, Walter

geb. 04.11.1895

1914 Fluglehrer bei Rumpler in Johannisthal (Aug.); 1918 im 1. Weltkrieg Jagflieger in den Dardanellen; 1919-1922 Werksstudent und Ingenieur; 1923 Fluglehrer bei der Inspektion der Fliegertruppen in Türkei (bis 1925); 1924 Flugschule Sevdi-Roy Seefliegerschule Halka Bunar; 1925 Instandsetzung des Depots von Afion-Karahissar Eröffnung einer Fliegerschule in Eskhesir

1926-1928 Eintritt in die Junkers-Zentrale Angora Chefpilot in Kaissarie; Hilfe bei Umbau u. Ablieferung der A 20; 1928 tritt Rothe im Auftrag der Jfa in Dienst der Afghanischen Regierung, fliegt dort G 24 Privatpilot von Aman Ullah; 1929 Flucht der Familie von Aman Ullah mit G 24 nach Kandahar (Jan.) Rückkehr von Rothe nach Deutschland (Febr.); 1930 Überführung von 2 W 33 nach Australien Pilot der Guinea Airways Rückkehr im Nov.1931 Überführung einer G 24 nach Griechenland Pilot der griech. Luftverkehrsges. (bis Dez. 1932), Junkers-Flugkapitän.

1932 wegen Krankheit als Pilot ausgeschieden (Ende 1932); 1933 Luftfahrt-Vorträge; 1939-1942 Pilot der DLH; 1965 wohnhaft in Wangen im Allgäu

Rumpler, Edmund

1909 Umbau des Eindeckers von Otto Fritzsche (neue Tragflächen, Ergebnisse befriedigten nicht; Einbau eines Aeous-Motors durch Rumpler, dieser arbeitete nicht richtig); 1910 Bau eines Schwingenflugzeuges mit Motor für Brunsmann (Fehlkonstruktion); Bau eines Eindeckers für Eggers; (Fehlkonstruktion); nach 1910 Erwerb der Nachbaurechte für die Etrich-Taube; Rumpler nannte die nachgebaute Taube zuerst Etrich-Rumpler-Taube, dann nur noch E.-Rumpler-Taube; es gab Unstimmigkeiten über die Lizenzgebühren und Etrich gab daraufhin die Nachbaurechte frei; 1910/11 nochmaliger Umbau des Eindeckers von Otto Fritzsche für einen Daimler-Motor, danach glich das Flugzeug einer Etrich-Taube.

Im Aug 1913 tritt Rumpler an Junkers wegen des Erwerbs des Gleitflieger- Patentes heran, Rumpler wollte die Flugzeuge allein bauen und an Junkers Lizenz zahlen, Verhandlungen durch Kriegsausbruch stillgelegt; 1921 eröffnet Rumpler im Okt. den Luftverkehr München-Wien mit drei Flugzeugen, Flugzeuge beschlagnahmt, Luftverkehr eingestellt (Okt.); 1923 im Verwaltungsrat der Junkers-Luftverkehrsgesellschaft Transeuropa-Union (TREU)

Sablatnig, Joseph (Dr.)

geb. 09.02.1886 in Klagenfurt
gest. 1945 in Berlin

Sablatnig studierte nach dem Abitur an der Technischen Hochschule in Graz Maschinenbau und an der Technischen Hochschule in Brünn Elektrotechnik und Maschinenbau. Anschließend konstruierte er Autos und nahm als Rennfahrer am verschiedenen Rennen teil. Nachdem er von den ersten Motorflügen der Gebrüder Wright gehört hatte, reiste Sablatnig nach Amerika und war eine Zeitlang bei den Wrights tätig. Anschließend begleitete er sie auf ihrer Reise nach Europa und kaufte 1910 sein erstes Flugzeug bei der Flugmaschine Wright GmbH in Berlin. Sablatnig wurde im Jahre 1911 preussischer Staatsbürger und war im Winter bei Bleriot in Pou als Chefpilot und im Sommer in Wiener Neustadt bei Wien in den Autoplanwerken als Chefpilot und Konstrukteur tätig. Im Jahre 1912 stellte er einen Höhenrekord mit drei Passagieren mit Bomhard-Pfeil-Doppeldecker (1120 m) auf und ein Jahr später war Sablatnig einer der Gründer und technischer Leiter der Union-Flugzeugwerke Teltow, wo nach Patenten Bomhards ein Pfeilbringer entwickelt wurde. Er stellte auf der Johannisthaler Flugwoche im Sept./Okt. 1913 mehrere Höhenweltrekorde auf mit zwei, drei und vier Passagieren von 2040, 2830 und 2080 m und mit fünf Passagieren auf 890 m auf. Als die Militärverwaltung im gleichen Jahr den Pfeil-Doppeldecker ablehnte, schied Josef Sablatnig aus den Union-Flugzeugwerke aus und führte bis zum Kriegsausbruch zusammen mit Fokker Kunstflüge und Luftakrobatik in Deutschland aus.

Am 1. August 1914 wurde Sablatnig als Kriegsfreiwilliger dem Prinzen Heinrich von Preussen zur Verfügung gestellt. Als technischer Berater und Pilot bei der ersten Seeflieger-Abt. in Kiel baute er die Marine-Luftwaffe mit auf. 1915 gründete er die Sablatnig-Flugzeugbau GmbH und baute bis zum Kriegsende die verschiedensten Flugzeugtypen. 1918 unternahm er den ersten Friedensflug für den Rat der Volksbeauftragten von Berlin nach Kiel mit 8 Mill. Papiergeld und mehrere Flüge im Auftrag der Regierung. Er baute seine Kriegsflugzeugen in Marineflugzeuge um und betrieb damit die erste Luftlinie Berlin-Warnemünde. 1919 baute er das erste Verkehrsflugzeug nach rein verkehrstechnischen Grundsätzen und flog damit als erster Deutscher ins Ausland (Flug Berlin-Kopenhagen). Sablatnig war anschließend Mitbegründer des Dansk Luftexpress und erwarb eine Postkonzession Stockholm-Göteborg. Am 30. April 1919 wurde unter Führung der Sablatnig-Flugzeugbau GmbH u. der Luftfahrzeug-GmbH (LFG) unter der Firma Aero-Lloyd GmbH ein Wirtschaftsverband zur Wahrung der Interessen der am Luftverkehr beteiligten Unternehmen gegründet.

1920 gründete er den Lloyd-Luftverkehr-Sablatnig und betrieb die Strecke Berlin-Hessen. Während des Bauverbots für Flugzeuge infolge des Versailler Vertrages stieg er wieder auf den Bau von Autos um und gründete 1925 in der Firma Beuchelt & Co., Waggonfabrik, Grünberg (Schlesien) ein Autoabteilung, die aber bereits ein Jahr später infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten wieder aufgelöst wurde. Anschließend reparierte er Flugzeuge und war wieder als Pilot tätig. 1927 erreichte er beim Einfliegen des Macchi-Rennflugzeuges am Lago di Varese bei Mailand eine Stundengeschwindigkeit von ca. 450 km. Seine verschiedenen Versuche, wieder im Flugzeugbau tätig zu sein, schlugen infolge ablehnender Haltung der maßgebenden Behörden fehl.

1931 war Sablatnig kurze Zeit im Hauptbüro von Prof. Junkers tätig und setzte 1932 seine schon früher begonnenen akustischen Studien fort (erste Erfolg bei der Hindenburg-Wahl durch Wahlpropaganda mit Lautsprechern aus Flugzeugen). Seit 1945 ist er in Berlin verschollen.

Sachsenberg, Gotthard

geb. 06.12.1892 in Roßlau
gest. 23.08.1961 in Bremen

Gotthard Sachsenberg, Sohn des Geheimen Kommerzienrates, Dr.-Ing. Gotthard Sachsenberg besuchte zusammen mit dem später berühmt gewordenen Weltkriegspiloten Oswald Boelcke zusammen das Dessauer Gymnasium und wurde nach dem Abitur 1913 Seekadett in der Kaiserlichen Marine. Nach Kriegsausbruch meldete er sich für das Freiwillige Marine-Landfliegercorps und wechselte nach der Pilotenprüfung in Johannisthal zur 2. Marinefliegerabt. Flandern. Im Jahre 1915 bekam er das Offiziers-Patent als Leutnant zur See und gründete am 30. April 1917 das 1. Marinejagdgeschaders Flandern, dessen Kommandeur er wird. Gotthard Sachsenberg setzte sich gegen Ende des Weltkrieges sehr für die Verwendung der Junkersflugzeuge im Heer ein. So flog er beim Vergleichsfliegen in Adlershof im Juli 1918 das Junkers-Flugzeug J-7 und J-9 vor und forderte beim Kommandierenden General der Luftstreitkräfte den Ankauf von Junkers J-9 für sein Marinejagdstaffel Flandern.; Nach seinem 15. Luftsieg erhielt er am 5. Aug. 1918 den Orden Pour-le-merite.; Nach Kriegsende kämpfte er mit seinem Jagdgeschwader im Baltikum und erhielt dafür 30 Junkersflugzeuge vom Typ J-9 und 15 J-10. Im Okt. 1919 wurden er und sein Kampfgeschwader aus der Armee entlassen. Mit einigen seiner Kriegskameraden gründete Gotthard Sachsenberg in Seerappen eine Siedlungsgesellschaft, die Ostdeutschen Landwerkstätten (OLA), die sich bald wieder der Fliegerei zuwandte.

Im Mai 1919 unterbreitete Gotthard Sachsenberg Prof. Junkers den Vorschlag eines Luftverkehrsunternehmens auf der Strecke Berlin-Königsberg und weiter nach den Randstaaten und wurde daraufhin am 7. Nov. als Geschäftsführer der von Junkers, Albatros und dem Norddeutschen Lloyd gegründeten Lloyd Ostflug GmbH eingesetzt. Nach Auflösung der Lloyd Ostflug im April 1921 trat Gotthard Sachsenberg bei Junkers ein und baute die Abteilung Luftverkehr der Junkerswerke auf. Nach Übernahme der Junkers-Luftverkehrs AG durch das Reich Ende 1925 leitete er die Abt. Vertrieb der Junkers-Flugzeugwerke.

Im Mai 1928 wurde Gotthard Sachsenberg von seinen Wahlkreisen Liegnitz und Breslau für die Wirtschaftspartei in den Reichstag gewählt, dem er bis 1932 angehörte. Außerdem war er Mitglied des Sturmvogel und Aufsichtsratsmitglied der Oberschlesischen Luftverkehrs A.G. Nach 1933 war er im Familienbetrieb, der Schiffswerft Gebr. Sachsenberg in Roßlau tätig. Am 7. Juli 1934 wurde Gotthard Sachsenberg im Zusammenhang mit Angelegenheit Schleicher verhaftet und ins KZ gesteckt.

Nach 1942 entwickelte und baute er zusammen mit Frh. von Schertel auf seiner Schiffswerft Roßlau Tragflügelboote in der Schiffswerft Rosslau. 1945 siedelte er nach Westdeutschland über und widmete sich zusammen mit dem ehemaligen Junkers-Mitarbeiter Hagemann dem Aufbau verschiedener Unternehmungen, so z. B. dem Bau von Tragflächenbooten in der Schweiz und in Bremen. Gotthard Sachsenberg war Initiator des "Deutschen Grünen Kreuzes" und gründete zusammen mit der Universität Gießen die "Biologischen Arbeitsgemeinschaft (BAG)" in Lich (die BAG ist Bestandteil der Sachsenberg-Stiftung). Er starb am 23. Aug. 1961 in Bremen nach schwerer Herzerkrankung.

Sachsenberg, Hans

Hans Sachsenberg, Sohn des Geheimen Kommerzienrates Dr.-Ing. Gotthard Sachsenberg und Bruder des Pour-le-merité-Fliegers Gotthard Sachsenberg, erwarb am 6. Januar 1916 seinen Pilotenschein. Im 1. Weltkrieg war Leutnant Sachsenberg Leiter der Bauaufsicht der Inspektion der Fliegertruppen in den Junkerswerken. Nach Kriegsende trat er in die Junkerswerke ein und wurde 1919 zum Vorstandsmitglied und Technischen Direktor der Junkers-Fokker-Werke bestellt. 1922 saß er im Auftrag der Junkerswerke im Vorstand der Ad Astra Aero und 1923 für den ungarischen Aero-Expreß im Verwaltungsrat der Trans-Europa-Union. Ab 1924 war Hans Sachsenberg Aufsichtsratsmitglied der Junkers-Luftverkehrs AG. Von 1926 bis 1931 war Hans Sachsenberg Direktor des Junkers-Flugzeugwerkes Tomtasch in der Türkei.

Sachsenberg, Wilhelm

geb. 24.04.1904

Wilhelm Sachsenbergs Vater war Mitinhaber der Schiffswerft Sachsenberg in Roßlau; 1920-1925 Volontär bei Junkers (Werkstatt-Praxis und kaufmännische Ausbildung bei JLAG); 1926-1927 fliegerische Ausbildung in Kassel bei Raab-Katzenstein; 1928-1929 Flugzeugführer und Organisator von Flugtagen bei RAKA-Flug, Kassel; 1929 Eintritt in den Dienst des Deutschen Luftfahrt-Verbandes Geschäftsführer und Flugbetriebsleiter der Luftdienst Mittelrhein GmbH, Flugplatz Wiesbaden-Erbenheim Vorsitzender der Motorfluggruppe des Mittelrheinischen Vereins für Luftfahrt im DLV, Wiesbaden; Zuerkennung des Sportfliegerabzeichens in Silber beim Mittelrhein. VfL e.V., Wiesbaden; 1931 Geschäftsführer der Südwestdeutschen Sportfliegervereinigung, Leiter der Flugübungsstelle Gießen des DLV.

1934-1935 Referent für Motorflug der Landesgruppe Westfalen Aufbau der Flugübungsstelle Paderborn, Dortmund und Gelsenkirchen sowie der Sportfliegerschule Bielefeld Sturmbannführer; 1935-1940 im Präsidium des DLV (Leiter des Amtes Nationaler Flugsport) später Fliegercorps Hauptreferent für motorfliegerische Wettbewerbe, u.a. Organisator der Deutschlandflüge Teilnehmer an vielen ausländischen Wettbewerben; als Pilot (Zürich 1937 Sternflug zur Pariser Weltausstellung 1937, Holland-Belgien-Rundflüge, Ungarn-Rundflug); Hauptsturmführer; 1940-1945 Fliegerhauptingenieur, Leiter einer Kurierstaffel.

1952 Gründung der Firma Deutscher Luft-Beratungs-Dienst (DLB), Wiesbaden (zusammen mit Ernst Seibert, ehem. Pilot der JFM) und Rhein-Main-Flug GmbH, Frankfurt/M.; 1955 Mitbegründer des Verbandes der Deutschen Luftfahrtunternehmen e.V. (VDLU), Vorstandsvorsitzender bis 1967; 1958 wird vom Bundesminister für Verkehr in den Luft-Beirat berufen; 1959 Vorsitzender der Motorflug-Kommission des Deutschen Aero-Clubs (bis 1969); 1962 Mitbegründer und Präsident der AOPA; Germany (Interessenvertretung Allgemeine Luftfahrt e.V.) bis 1969; 1963 Leitung des Deutschlandfluges; 1965 Geschäftsführer der vom Deutschen Aero-Club und der AOPA Germany gegründeten DAeC-Wirtschaftsdienst GmbH; Vizepräsident der ICAOPA, Washington (International Council of Aircraft Owner and Pilot Association = Weltorganisation für Flugzeugbesitzer und Privatpiloten); 1970 Auszeichnung "Pionierkette der Windrose"

Schade, E. Herbert

geb. 27.06.1895 in Rothenburg

tätig bei Fa. Grade Flugzeugwerke in Bork; am 3. Juli 1922 Eintritt bei Junkers; 1923-1925 31. März 1923 Austritt bei Jfa Übersiedlung nach Russland, tätig im Junkerswerk Fili; 1926-1928 technischer Leiter bei Aviatrust in Rußland; 15. Aug. 1928 Wiedereintritt bei Jfa, geht als techn. Berater zu Mitshubishi nach Japan (Vertrag bis Sept. 1931); 1931-1935 Oberingenieur, Prokurist und später Betriebsdirektor bei Junkersnach dem 2. Weltkrieg in der westdeutschen Schwerindustrie tätig

Schäfer, Othello

1922 Eintritt bei Junkers als Pilot; 1923 Junkers-Pilot in Rußland; 1927 Pilot bei Junkers-Luftverkehr Persien Austritt am 19. April, dann Autotransporte in Persien; 1928 hat er nachträglich die Tapferkeitsmedaille in Persien verliehen bekommen wegen Teilnahme an Kämpfen in Kurdestan

Scheller, Wilhelm

geb. 03.01.1873 in Eschweiler

1902 Eintritt bei Junkers am 1. Okt.; Leiter der Versuchsanstalt Prof. Junkers in Aachen, Schwager von Luerken; am 4. April 1917 Vortrag über "Ölmotoren in der Binnenschiffahrt" im Aachener Bezirksverein des VDI; 1918 nach Dessau übergesiedelt

Schiffer, Hans

geb. 02.06.1892 in Rheydt

1922 Eintritt bei Junkers; 1923 Überführung der F 13 "Schwan" nach Reval; 1924 auf der Nachtflugstrecke Berlin-Stockholm tätig; 1925 beim Nachtflug bei JLAG

Schilling, Ernst

geb. 28.07.1897 in Bremen

1919-1922 Studium an der TH Charlottenburg (Schiffbau) Abschluß als Diplom-Ingenieur; 1922-1925 Tätigkeit im Schiffbau bei Tecklenburg und Krupp-Germania-Werft; am 1. Juli 1925 Eintritt in das Konstruktionsbüro der Jfa, Gruppenführer für die Konstruktion der Tragflügel und Motoreinbauten der G 38 und Ju 52/3m; 1935 Abteilungsleiter und Typenleiter für den Serienbau Ju 52, Ju 86, Ju 88, Ju 188, Ju 388; nach Kriegsende noch einige Jahre in Dessau tätig; Übersiedlung in die BRD tätig bei der BBD in Mannheim

Schinzinger, Reginald

geb. 26.04.1897 in Emmendingen
gest. 30.06.1976 in Neubiberg

1922 Eintritt bei Junkers Mitarbeiter der Abt. Strömungstechnik (Leitung Philipp v. Doepp), Mitglied der Flugversuchsgruppe; leitet 1928 die Vorversuche für Ozeanüberquerung; zwei Höhenweltrekorde mit W 34 (14.9.1928); 1931 Flugversuchs-Ing. der Forschungsanstalt Prof. Junkers und der Jfa; übernimmt 1934 nach Weggang von Hoppe die Leitung der Flugversuchsgruppe; 1938 einer der wenigen Überlebenden beim Absturz der Ju 90 "Preußen" D-AIVI am 26.11.1938 in Bathurst; 1945 einige Jahre in Dessau und anschl. in der Flugzeugindustrie in Frankreich tätig, später bei MBB

Schleissing, Hermann

geb. 04.09.1873 in Köln
gest. 02.06.1940 in Gauting b. München

Hermann Schleissing war ein Sohn des Direktors des Rheinischen Aktienvereins für Zuckerfabrikation, Köln und begann seine berufliche Laufbahn nach dem Besuch der kaufmännischen Hochschule in Köln als Volontär in Großfirmen der Zuckerfabrikation. Als 1889 die Fabrik seines Vaters von Köln nach Dessau-Alten verlegt wurde, siedelte die Familie nach Dessau über und Hermann Schleissing trat in den Speditions-Verein Mittelelbische Hafen- und Lagerhaus A.G. Am 1. Okt. 1897 wechselte Schleissing zur Firma Junkers & Co. über. Am 20. Okt. 1917 war er Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Junkers-Fokker-Werke A.G. mit einem Aktienanteil von 1000.- Am 19. Febr. 1919 wurde Schleissing in den Vorstand des Anhaltischen Vereins für Luftfahrt gewählt. Er gehörte am 7. Nov. 1920 zu den Gründern der Lloyd Ostflug und war 1922 als Vorstandsmitglied der Jfa im Vorstand der Ad Astra vertreten. 1923 saß er für die Rumpler-Luftverkehr AG im Verwaltungsrat der Transeuropa-Union und 1924 im Aufsichtsrat der Junkers-Luftverkehrs AG und der Südwestdt. Luftverkehrs AG. Außerdem war er Vorstandsmitglied der Rhön-Rositten-Gesellschaft. 1931 trat Schleissing aus dem Vorstand der Jfa aus, blieb aber noch Aufsichtsratsmitglied der Jfa. Außerdem war er Geschäftsführer der Junkers-Motorenbau GmbH, Magdeburg und Aufsichtsratsmitglied der Oberschlesischen Luftverkehrs AG. Am 30. Juni 1932 trat er endgültig aus den Junkers-Flugzeugwerken aus.

Schlenstedt, Franz

gest. 1945 in Mühlheim/Inn

1920-1922 Pilot bei Lloyd Ostflug bzw. Danziger Luftpost; 1923-1925 Flugleiter bei der Danziger Luftpost; 1926 Flugbetriebsleiter der DLH; 1930 Flugbetriebsleiter der Deruluft; 1945 als Passagier bei Mühlheim/Inn tödl. verunglückt

Schmetzler

1914 bei Maybach in Friedrichshafen beschäftigt (Motorenprüfstandsarbeiten); im im 1. Weltkrieg bei 1. Seeflieger-Abt.; nach Kriegsende wieder bei Maybach; 1922 wird er durch Truckenbrodt an die Jfa empfohlen (Sommer) und im Aug. eingestellt; 1922 Flug mit F-13 nach Budapest (mit Zimmermann); 1923 Teilnahme an der ESA

Schmidt, Arved von

1917 Erstflug mit J 4 in Döberitz (27./28.1.), Erstflug mit J 7 (17.9.); 1919 Reise nach Dänemark als Vertreter von Junkers (Jan.); im Juni 1919 Pilot der Junkerswerke; am 23. Sept. 1919 Passagier beim Flug der F 13 "Hertha" von Dessau nach Johannisthal zum Kabinenumbau bei der Karosseriefirma Schebera

Schmidt, Friedrich

1918 1. Febr. Eintritt bei Junkers, wird auf Empfehlung der Idflieg als Obering. und Vertreter des techn. Direktors angestellt, soll Verbindung zwischen Jfa und Idlflieg halten (Ausbau des Werkes usw.) im Sept. 1918 wird er nach dem Tod von Karl Bauer in den Vorstand der Jfa berufen; am 3. Dez. sind Hermann Schleissing und Friedrich Schmidt als Vorstand zur gemeinschaftlichen Vertretung der Junkers-Fokker-Werke berechtigt, sie treten dem Auseinandersetzungsvertrag Nr. 305 genehmigend bei; Prokurist der Jfa ab 17.12.1918; am 27. Mai 1919 Löschung als stellv. Vorstandsmitglied; 1933 Leitung der Fachgruppe Wehrtechnik im Kampfbund Deutscher Architekten und Ingenieure, Fabrikdirektor a.D. , wohnhaft in Hamburg

Schnäbele, Karl

geb. 20.01.1896

am 1. Mai 1923 Eintritt bei Junkers als Werkspilot; 1924 100.000 Flugkilometer; 1925 Teilnahme am Dt. Rundflug (3. Platz), Überführung einer G 24 von Angora nach Teheran; 1926 Austritt bei Junkers am 31.5. zur DLH Flug Berlin-Peking-Berlin mit G 24; 1927 1. Auslandsflug der G-31 nach Kleinasien Weltrekorde mit W 33 (März); 1928 Pilot der DLH; 1933 persönl. Pilot von Himmler; im 2. Weltkrieg in der Sowjetunion gefallen

Schnurbusch, Wilhelm

1920 Scadta; 5. Sept. Teilnahme am 2. Flug der F 13 "Columbia"; 19. Okt. 2. Pilot beim Flug der F 13 "Columbia" von Barranquilla nach Girardot; 1931 Technischer Direktor der Scadta; 1959 verbringt seinen Lebensabend in Barranquilla

Scholl, Theodor

geb. 03.09.1892

1929 für Junkers in Russland tätig, Ausweisung von Scholl aus Russland und Ablehnung weiterer Verhandlungen mit Scholl seitens der Russen; 1931 Prokurist und Vertriebsleiter der Jfa

Schreiber, Arthur

geb. 02.06.1893 in Köthen (Anhalt)

Sohn eines Fabrikbesitzers; Besuch der Kriegsschule Kassel; 1913 versetzt zum Kommando der Fliegerstation Darmstadt-Griesheim; 1915 12. Dez. Leutnant Zuschauer beim Erstflug der J-1; 1. WK Artillerieflieger, Bildoffizier im Westen verwundet im Luftkampf vor Verdun Adjutant der Armee-Flieger-Abt. 276; 1919 Freikorps Maercker und im Übergangsheer; 1921 1. Ordonnanz-Offizier beim Rechspräsidenten Eber Hauptmann Ausscheiden aus der Reichswehr; 1922 Luftfahrt-Journalist; Okt. 1924 Eintritt in die Presseabt. der JLAG; 1928-1944 Begründer und Herausgeber des "ILA" (Internationales Luftfahrt-Archiv); 1939 Teilnahme am Schwedenflug der Ju-90 (Erinnerungsflug für ersten Flug F 13 nach Schweden); 1941-1945 Teilnahme am 2. Weltkrieg bei OKW/WPr. in Italien als Presseoffizier; 1949 Verfassung einer Denkschrift über Wiederzulassung des verbotenen Segelflugsports (zusammen mit Wolf Hirth); 1963 freier Luftfahrt-Journalist in Berlin; 1971-1972 Direktor des Segelflugmuseums auf der Rhön; 1973 Goldene Daidalos-Medaille vom Deutschen Aero-Club erhalten

Schroth, Hermann

geb. 22.10.1900 in Stuttgart
gest. 17.07.1974 in Buenos Aires

1916 als Kriegsfreiwilliger zur Seefliegerabt.; 1919 Studium an der TH Stuttgart Dipl.-Ing. danach Konstrukteur bei Heinkel und Fluglehrer bei Aerosport in Warnemünde; 1925 Junkers-Pilot; 1926 Flug mit einer ägypt. F 13 von Athen nach Kairo (Febr.) anschl. Geschäftsführer der LAB (Bolivien); 1927 Leiter und Chefpilot des LAB in Bolivien; 1930 Ernennung zum Flugkapitän; 1941 Aufgabe des Pilotenberufes, da allen dt. Staatsangehörigen Tätigkeit in der Luftfahrt in Amerika untersagt war Industrieller in Buenos Aires

Schubert, F. W. (Dr.)

1913 Generalstabsoffizier Oberstleutnant; 1918 Militärattaché in Rußland; 1921 Angestellter der deutsch-südamerikanischen Bank Berlin anschl. für Gutehoffnungshütte in Rußland tätig; Dez. 1921 Reise mit Bevollmächtigten der Firma Junkers nach Moskau zu Konzessionsverhandlungen mit der russ. Regierung; 1. Juli 1922 Eintritt bei Junkers; 1923 kaufmänn. Direktor des Junkers-Werkes in Fili (1.2.1923 bis 1.2.1924); 1924 Mitglied des Verwaltungsrates der Jfa in Dessau (Febr. 1924 bis 13.9.1925); 31. Dez. 1925 Austritt bei Junkers

Seitz, Carl

geb. 13.05.1870 in Carolath (Niederschlesien)

Seitz war Hofmarschall beim Prinzen Leopold von Preussen, bevor er am 28. Febr. 1918 als Generalbevollmächtigter in die Dienste von Prof. Junkers trat. 1920 wurde er zum Leiter der Zentrale der Junkerswerke ernannt. Nach Auseinandersetzungen mit Gotthard Sachsenberg scheidet er 1924 aus den Junkerswerken aus.

Sell, Werner

geb. 01.09.1900

Studium des Schiffbaues; 1. Nov. 1929 Eintritt bei Junkers (Jfa), Leitung der Exportabteilung für Afrika, Asien und Australien; 1932 Vorschlag von Sell, in die erste Ju 52/3m (für Prinz Bibescu) eine Kochstelle für heiße Getränke einzurichten es wurde eine elektrische Kochplatte aus Magnesiumguß für 28 Volt Spannung gewählt; erste Kocheinrichtung in einem Flugzeug überhaupt; 1933 Austritt bei Junkers u. Eintritt in die Geschäftsleitung der Burger Eisenwerke GmbH (größtes deutsches Unternehmen für Herd- und Ofenbau), Sell-Haus- und Küchentechnik GmbH; Professur an den Universitäten Gießen und Saarbrücken, lehrt die Technologie der GroßverpflegungSELL Aviation Division (Flugzeugzubehörabteilung der Burger Eisenwerke AG, Herborn) bringt eine neue Druckschrift über SELL-Galleys (Flugzeugküchen) heraus SELL-Flugzeugküchen werden bei mehr als 80 internat. Luftverkehrslinien in nahezu allen größeren Flugzeugtypen verwendet

Sikorsky, Iwan Iwanowitsch

geb. 25. Mai 1889 in Kiew
gest. 26. Okt. 1972 in Easton (USA)

Sikorsky baute 1913 in Rußland das erste viermotorige Flugzeug "La Grand" für fünf Passagierge, später folgte die "Ilja Muromez" , die "Russki Witjas" und andere Großflugzeuge. Nach der Oktoberrevolution wanderte er in die USA aus und gründete dort 1923 das Flugzeugwerk S. Aero Engineering Corp. Ab 1937 baute er leistungsfähige Hubschrauber.

Sommer, Robert

1911 Übernahme der Firma Pega & Emich durch den Vater von Robert Sommer; Büro in Darmstadt, Flugzeughalle auf dem Flugplatz Frankfurt-Rebstock; Konstrukteur Robert Sommer; im gleichen Jahr Bau eines Doppeldeckers und eines Eindeckers; 1913 Bau des Doppeldeckers S 13; 1914 Pilotenschein Nr. 668 am 14. Februar; Bau eines Doppeldeckers und Teilnahme am "Prinz Heinrich Flug 1914", Bestellung aus England auf 25 Stück wurde wegen Kriegsbeginns nicht ausgeliefert; nach 1914 keine Heeresaufträge, Robert Sommer legte den Betrieb still und ging als Pilot an die Front; vor 1930 Übersiedlung in die USA; nach 1945 in ärmlichen Verhältnissen gestorben

Spaleck, Paul

Paul Spaleck war ab 15. April 1901 Mitarbeiter von Professor Junkers. Nach Gründung der Firma Junkers & Co. wurde deren Direktor und hatte auch bis 18. Febr. 1918 Vertretungsbefugnis für die Junkers-Flugzeug-Werk A.-G.; 1923 bis 1925 war er geschäftsführender Direktor des Fili-Werkes bei Moskau und Aufsichtsratsmitglied der Junkers-Ludftverkehrs AG.; Am 4. Nov. 1932 schied er aus den Junkerswerken aus.

Steudel, Hans

geb. 22.07.1883 in Berlin-Steglitz
gest. 17.01.1963

Vater Konstruktionsingenieur im Reichsmarineamt; Besuch der Oberrealschule Berlin; Studium an der TH Charlottenburg, dort 4 Jahre Aussistent; 1901 Abschluß seiner Lehrzeit bei Firma F.A.Deichen, Maschinen- und Werkzeug-Fabrik in Berlin, am 22. Okt. Eintritt in die Howaldtswerke, Kiel, Tätigkeit als Maschinenbauer; am 12. Sept. 1902 Austritt aus den Howaldtswerken, Kiel:Studium des Maschinenbaues an der TH Charlottenburg; 1904 während seiner Ferien vom 17. Juli bis 8. Okt. Tätigkeit bei Blohm & Voss; 1905 während seiner Ferien vom 17. Juli bis 30. Sept. Tätigkeit bei Blohm & Voss; am 1. April 1906 Beginn seiner Tätigkeit als ständiger Assistent bei Prof. Heyn (Lehrstuhl für mechan. Technologie) an der TH Charlottenburg; 31. März 1910 Beendigung seiner Tätigkeit bei Prof. Heyn; 26. Febr. 1911 Eintritt als Konstrukteur in die Motorluftschiff-Studiengesellschaft in Reinickendorf-West (Parseval), tritt am 19. Okt. 1911 mit dem gesamten techn. Büro der Motorluftschiff-Ges. in den techn. Betrieb der Luftfahrzeug-Gesellschaft mbH nach Bitterfeld über; 31. Januar 1912 Beendigung seiner Tätigkeit bei der Luftfahrzeug-Gesellschaft; 1. April 1913 Eintritt bei Junkers im Konstruktionsbüro S (Schiffbau) von Junkers tätig; 1916 Mitarbeit am Entwurf J-7 (Rumpf, Steuer u. Inneneinrichtung); 1931 Leiter der Abt. Materialprüfung der Forschungsanstalt (bis 1945); 1945 wird von den Russen nach Kuybischew zum Aufbau eines neuen Werkstoff-Laboratoriums gebracht; 1953 Rückkehr nach DeutschlandFortführung des "Werkstoff-Handbuches Nichteisenmetalle" (Standardwerk in seiner Fachrichtung, VDI-Verlag); 1955 Ernennung zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Metallkunde

Steuerlein, Gustav

geb.
gest. 10.05.1959

nach dem 1. Weltkrieg zu Junkers; war in der von Oberst b. Merkatz aufgebauten Entwicklungsgruppe für die waffentechnische Ausrüstung von Militärflugzeugen tätig später im Flugzeugbau-Konstruktionsbüro tätig, Leiter der Abt. für waffentechnische Ausrüstung; 1946 Okt. nach Rußland verbracht; ließ sich nach Rückkehr aus Rußland in Oberursel nieder

Stinson, Edward

1911 Zulassung als Pilot; 1921 Weltrekord im Dauerflug mit Junkers JL-6 (Dez.); 1923 Nachtflug mit JL-6 von New York nach Chicago Präsident der Stinson-Sales-Corp.; 1924 Sturmflug mit JL-6 auf dem Flug von New York nach Detroit

Stout, W. B.

Konstrukteur, Erfinder des Flugzeuges mit Fledermausschwingen, Leiter der Stout Metal Aeroplane C., Detroit.; 1919 bracht Stout das erste amerikanische Ganzmetall-Verkehrsflugzeug freitragender Bauart heraus. 1922 konstruierte er das dreisitzige 90 PS Stout-Ganzmetallverkehrsflugzeug freitragender Bauart, er verwendete Wellblech zur Bespannung der sämtlichen Flächen und des Rumpfes. 1923 Bau eines freitragenden Zweimotoren-Ganzmetalleindeckers. 1924 Bau des 180-PS-Stout-Ganzmetallflugzeuges für 2 bis 3 Fluggäste und des Verkehrsflugzeuges "Air Pullman", das 1925 auf einer Versuchsstrecke Detroit-Chicago in Dienst gestellt wurde, arbeitete mit Ford zusammen.

Strasser, Georg

geb. 10.11.1891 in Lenkersstetten
gest. 04.12.1925 in Dessau-Alten

1911 Bau eines eigenen Flugzeuges, lernte darauf ohne Hilfe fliegen; im 1. WK Kampfflieger in der Jagdstaffel 17; 1919 Schauflüge mit eigenem Fokker-Flugzeug in Holland; 10. Juli 1922 Eintritt bei Junkers als Pilot; 1923 Teilnahme als Junkers-Pilot am Internat. Flugwettbewerb in Göteborg (2. Platz); 1925 Flugunfall mit F 13 in Dessau Alten

Thiedemann, Richard

geb. 29.10.1889 in Königsberg
gest. 03.09.1971 in Kassel

1910 Pilotenschein Nr. 17 (23.7.); Okt 1918 hat Oberflugmeister Thiedemann vom SVK Warnemünde die Junkers J 11 gründlich erprobt und eingeflogen; 22. Aug. 1919 für die Versuche mit F 13 Wasser in Warnemünde engagiert; am 1. Nov. 1919 Eintritt bei Junkers; 10. März 1920 Höhenflug des Wasserflugzeuges F 13 (WN 541) in Warnemünde Besatzung Thiedemann, Bongers, Thiemicke, Wenzel; 1923 Teilnahme am Internat. Flugwettbewerb in Göteborg (3. u. 5. Platz); 1931 Flugzeugführer und Obering. der Jfa; Betriebsführer der Jfa; 1959 70. Geb., ist noch als Direktor und Vorstandsmitglied der Henschel Flugzeugwerke AG in Kassel tätig, Bundes-Verdienstkreuz, Ehrenpräsident der Hugo-Junkers-Gesellschaft

Thomsen, Otto R.

geb. 14.04.1895 in Rüdenhausen
gest. 1960 in Sulzburg (Baden)

1916-1918 PilotStudium an der TH München, anschl. von Prof. Mader nach Dessau geholt; 14. Sept. 1922 Beginn der Tätigkeit als Junkers-Pilot und Konstrukteur im Kanalstrom; 1923 nimmt er mit dem Segelflugzeug "Dessauer" am Rhön-Segelflugzeug-Wettbewerb teil; 1924-1927 Qualifizierung zum Dipl.-Ing. Versuchsing. und Einflieger in Fili (Entwicklung der Ju-21 und K-30) lernt dort Tupolev kennen; 1927-1933 Leiter der Technischen Abteilung der Deutschen Luftfahrt GmbH; 1931 Fluglehrer u. Leiter der Zweigstelle Staaken der Dt. Luftfahrt GmbH (Fluglehrer von Elly Beinhorm, Hanna Reitsch, Mathias Wiemann, Wernher von Braun u.a.), Teilnahme am Deutschlandflug

Trost, H. B.

geb. 1889

Vater ist Teilhaber der Firma Borries, Craig & Co., Newcastle-on-Tyne Studium Maschinenbau und Elektrotechnik an der Universität Durham; 1910 Lehre bei der Firma C.A. Persons & Co., New-Castle-on-Tyne (Herstellung von Turbo-Generatoren); 1911 März Eintritt bei der Firma Treibel Smoke Combustion Co. Ltd., London als Ingenieur; 1912 Dez. Bewerbung bei der Firma Junkers, später als Junkers-Vertreter in England tätig

Ulderup, Wilhelm

geb. 1876

1927 Kaufmann, Gründer der Luftfrako; 1928 Denkschrift "Die Stellung des Vermittlers im Kreislauf des Aufbaues der Luftfahrt und Gedanken zur wirtschaftlichen Luftfahrt-Entwicklung" vom 23.11.1928; 1. April 1929 Eintritt bei Junkers; 18. Mai Reise nach China im Auftrag von Junkers; 31. März 1930 Austritt bei Junkers

Urban, Anton

geb. 12.06.1882 in Zdanice (Böhmen)

1. Okt. 1911 Eintritt in die Versuchsanstalt Prof. Junkers in Aachen; 1. Juni 1913 als Vertreter von Junkers in Lille tätig (bis 30.7.14); 30. Juli 1914 Austritt bei Junkers; 11. Dez. 1919 erneute Bewerbung bei Junkers; 1920 bei der Firma Dujardin angestellt

Veiel, Georg-Ernst (Dr.)

geb. 06.12.1891 in Ludwigsburg

1921 Mitglied der Untersuchungskommission zum Streit Sachsenberg- Blankenstein (Lloyd Ostflug); Eintritt bei Junkers im Frühjahr 1921 (wahrscheinl. im Mai); 1922 bei Junkers Exposé über Begriffsbestimmungen (März); 1931 Vertreter der Junkerswerke in Spanien; 31. Mai 1933 Austritt bei Junkers

Viehweger, Johannes

geb. 15.11.1889

Johannes Viehweger erhielt am 27. Mai 1913 sein Pilotenzeugnis Nr. 417 und war nach Ausbruch des Weltkrieges als Pilot an der Front. Am 12. April 1919 trat er in die Firma Junkers ein und übernahm die Organisation und Leitung des Luftverkehrs Dessau-Weimar.

Wagenführ, Felix

geb. 01.01.1873

Wagenführ war von 1900 bis 1911 Angehöriger des Eisenbahn-Regiment 2 ind Berlin und wurde zeitweise zur Kaiserlichen Schutztruppe für Südwestafrika abkommandiert. Im Jahre 1911 trat er zur Fliegertruppe über und wurde im darauffolgenden Jahr Mitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt, der er bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1935 angehörte. Im Ersten Weltkrieg war Wagenführ Hauptmann und Führer der Feldfliegerabt. 30, Kommandeur der Flieger der Südarmee und Kommandeur der Prüfanstalt und Werft der Fliegertruppen (PuW) sowie der späteren Kgl.-Preuß.-Flugzeugmeisterei, Berlin-Adlershof. Als solcher setzte er sich für die Verbindung Junkers; Fokker ein. Im September 1919 wurde Major Wagenführ zum Gegenkommissar und Chef der deutschen Luftfahrt-Friedenskommission im Reichswehrministerium ernannt und im November des Jahres zum 1. Vorsitzenden der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt gewählt. Im Jahre 1921 nahm Wagenführ seinen Abschied von der Reichswehr, übernahm die Leitung der von Stinnes aufgekauften "Automobil-Verkehrs- und Übungs-Straße AG" und wurde nebenbei Berater der Junkerswerke. Als Direktor der "Avus" war er Mitglied des Deutschen Luftrates und des Hauptausschusses des Aero-Clubs von Deutschland. Außerdem war er Gesellschafter der Rhön-Rossitten-Gesellschaft. 1929 war Wagenführ Geschäftsführer der "Arado" GmbH . Im Jahre 1936 wurde Oberstleutnant a.D. 'Wagenführ zum Ehrenmitglied der Lilienthal-Gesellschaft für Luftfahrtforschung ernannt und 1939 als Wehrwirtschaftsführer eingesetzt.

Wagenseil, Ludwig

geb. 15.12.1884 in Kempten (Allgäu)
gest. 04.06.1969

1907 nach dem Diplom-Examen an der TH München ab 15. Okt. Mitarbeiter von Prof. Junkers in der Frankenburg; 1914 Leiter der Abt. Patente; 1917 Umzug zusammen mit der Forschungsanstalt nach Dessau; 1934 Leiter der Abt. Patente der JFM; 1938 Austritt aus JFM, Mitarbeiter der Junkerswerke in Allach; 1969 starb er am 4.6. nach einer Operation; bis zuletzt im Junkers-Betrieb in Allach tätig

Wagner, Herbert (Prof.)

geb. 22.05.1900 in Graz

im 1. WK bei der K.u.k. Marine; 1918-1919 Vorstudien an der TH Graz; 1920-1922 Studium des Maschinenbaus an der TH Berlin; 1922-1924 Assistent am Lehrstuhl für Schiffsmaschinenbau der TH Berlin, bestand seine Dipl. und Dr.-Prüfung; 1924-1927 Konstrukteur bei Rohrbach, anschl Lehrauftrag für Flugzeugbau an der TH Danzig; 1928 außerordentl. Prof. an der TH Danzig; 1929 ordentl. Prof. an der TH Danzig; 1930 zur TH Berlin-Charlottenburg; ab 1934 führte er für das Henschel-Flugzeugwerk u.a. Unternehmen wichtige Arbeiten aus; 1935 Beurlaubung von seiner Lehrtätigkeit, wird wissenschaftl. Mitarbeiter in Dessau; 1938 Vorstandsmitglied der Junkers-Flugzeug- und Motorenwerke (ab 1. Juli) und Aussscheiden aus dem Staatsdienst; 1960 in Aachen ansässig

Wagner, Peter

geb. 29.06.1897 in Velden
gest. 30.09.1927 in Teheran

am 1. WK Pilot bei Jagdstaffel 78; 1922 Eintritt bei Jfa am 6.12. als Pilot; 1923-1924 Strecke München-Wien und München-Budapest; 1925 Junkers-Pilot in der Türkei Flug Angora-Teheran mit G 24; 1927 Absturz bei Vorführung einer A-35 bzw. R-53 auf dem Flugplatz in Teheran (30.9.)

Walter, Franz Fr. Carl

geb. 28.11.1896 in Schwäbisch Gmünd

im 1. WK Freiwilliger bei der Fliegertruppe; 1. Sept. 1920 Eintritt als Betriebs-Ing. in die Jco, Abt. Flugzeugbau; 1922 in der Junkers-Verwaltungsstelle Moskau zwecks Teilnahme an den Vorbereitungsarbeiten für die Aufnahme einer Flugzeugfabrikation in Russland tätig im Dez. Rückkehr nach Dessau, als Vorsteher der Auslandsabteilung; (Verbindungsstelle zwischen Jfa Dessau und Werk Fili) tätig (bis April 1924); 1924 ab April im Junkerswerk Fili bei Moskau als Leiter der Fabrikationskontrolle, später als Vorsteher der techn. Vertriebsabteilung tätig (bis 31.12.1926); 1927 führt er als Bevollmächtigter von Junkers die Liquidation in Fili durch; 1928 Leiter des Ausschusses für Motorflugzeuge des DLV; 1932 Geschäftsführer des Leichtflugzeugbaues Klemm, Böblingen; 1934-1945 Technischer Direktor der Siebel-Flugzeugwerke in Halle; 1954 Geschäftsführer der Dt. Studiengemeinschaft Hubschrauber, Stuttgart; 1959 Vorstandsmitglied der Ernst Heinkel AG, Stuttgart-Zuffenhausen

Wasserthal, Walter

geb. 01.01.1899 in Salzwedel
gest. 1928 in Pahlevi

1923 8. Jan. Eintritt bei Jfa als Pilot Pilotenprüfung im Febr.; 22. Mai 1924 Überführung einer sowj. F 13 nach Teheran, am 22. Nov. 1923 landete er als erster mit F 13 am pers. Golf; begleitete Reza Khan mit F 13 auf einer Reise durch die südl. Provinzen; 1928 Selbstmord in Pahlevi wegen Differenzen mit Geschäftsleuten, beerdigt am Kaspischen Meer

Weber, Ludwig

geb. 31.10.1895

1928 1. Juni Eintritt in die Jfa als Pilot; 1932 März Übersiedlung nach Addis Abeba persönlicher Pilot des Negus; 1936 Instrukteur der portugiesischen Luftwaffe in Lissabon nach Lieferung einer größeren Anzahl von Ju 52/3m; 1939 wird im Frühjahr Leiter der neugegründeten brasilianischen Verkehrsgesellschaft "Vasp"; 1975 wohnhaft in Beinwil am See in der Schweiz

Weil, Kurt H.

geb. 26.11.1896 in Leutershausen (Franken)

im 1. WK Pilot in der Kampfstaffel 21 des BOGOHL 4Studium an der TH Aachen; 1. Sept. 1923 Eintritt in die JfaTechnischer Leiter des Junkers-Luftverkehrs; 1927-1932 Leiter des Junkers-Luftverkehrs Persien; 1933 Emigration nach England (Jude) bemüht sich, technische Brücken zwischen der englischen und deutschen Luftfahrt zu schlagen (zusammen mit G. Sachsenberg und Thomas Brown); 1938 Ausreise in die USA; 1949 Entsendung nach Deutschland, um die Kapazität der Luftbrücke nach Westberlin zu erhöhen; leitender Ingenieur in dem Frye "Safari"-Projekt (4mot. Flugzeug); 1957 Berufung als ordentl. Professor und Dekan der Fakultät für "Mechanical Engineering" an dem Stevens Institute of Technology in Hoboken; 1964 Vortragsreise durch Deutschland auf Einladung der TH Aachen

Weller, Alfred

geb. 03.01.1890 in Kappel (Chemnitz)
gest. 11.04.1962 in Wildshausen (Westfalen)

im 1. WK war er dem Oberleutnant z. See Mierzinsky unterstellt; 1919 Betriebsleiter in einer Metallwarenfabrik an der tschech. Grenze; ab Ende 1919 Monteur bzw. Prüfer bei Junkers (durch Vermittlung von Mierzinsky); 1928 Verantwortlicher für die technische Vorbeeitung der W 33 "Bremen" vor dem Ozeanflug, reist nach dem Ozeanflug mit dem Dampfer in die USA, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen; 1. Juli 1936 Ernennung zum Fertigungsingenieur, Abteilungsleiter und Werftleiter; 31. Dez. 1946 Ausscheiden aus der JFM; 1960 in Wildshausen (Westfalen) ansässig

Wende, Hans

geb. 22.03.1899 in Berlin
gest. 29.04.1933 in Traunstein

1919 ab Febr. Pilot der DLR; 9. April 1923 Eintritt in die Jfa als Pilot; Nov. 1924 200.000 Flugkilometer; 1925 Pilot der TREU 5. Mai Flug mit G 24 Berlin-München; 1926 Pilot der DLH (bis 1933); 1928 Strecke Berlin-London, Berlin-Paris mit G-31, nahm mit G-31 am Internat. Flugfest in Reims teil; 1933 Erkundungsflug mit W 34 über Gobi; am 29. April 1933 tödl. Flugunfall mit W 34 der DLH bei Traunstein

Wergien, Emil

geb. 1867

1891 Zusammenarbeit mit Hugo Junkers an den Experimenten zum Gasmotor (ab Febr.); 1892 in der Firma "Hugo Junkers, Civil-Ingenieur" tätig; 1893 Auseinandersetzung mit Junkers, vorläufige Trennung (Juli); 1901 Assistent am Maschinenlaboratorium von Prof. Junkers an der TH Aachen; 1902 privatangestellter Patentingenieur von Prof. Junkers; enger Vertrauter der Familie Junkers

Wieprich, Otto

geb. 12.06.1896 in Halberstadt

1921 Pilot bei Luftverkehr Strähle; 1922 bis 1925 Junkers-Pilot; 1923/24 als Pilot in Rußland, Teilnahme am Kampf gegen die Basmatschen in Chiva (Febr.), 100.000 Flugkm; 1925 Ausscheiden bei Junkers; 1926 Pilot der DLH; nach 1933 Flugleiter des Hitler-Flugplatzes in Ostpreußen

Wilamowitz-Moellendorff, Hermann von

geb. 21.05.1887

Enkel von Theodor Mommsen; 1918 Chef der Nachrichtenabteilung im Stabe des "Kogenluft"; 1924 Eintritt bei Junkers am 10.8.; 1925 Referent für Luftpolitik beim Vorstand der JLAG selbst. Mitarbeiter Mitglied des Deutschen Luftrates; 1931 Schriftsteller, Leiter des Berliner Büros der Junkerswerke, Vors. des Ringes Dt. Flieger u. brandenburg. Flugsport-Ver. wird in einem Brief von Hans Richter an Prof. Junkers als "pathologisch nervenkrank" bezeichnet (26.9.31)

Winter, Harry

geb.
gest. 15.09.1925

1920 Gründungsmitglied der OLA Leiter der Abt. Seerappen der Lloyd Ostflug, später in der Organisationszentrale Junkers-Luftv.; 1925 Leiter des Junkers-Nordsee-Bäderdienstes u. Geschäftsführer der Norddt. Luftverkehrs GmbH, Flugunfall mit S-AAAH (15.9.)

Winterfeld, Georg von

1926 Leiter der Flugexpedition mit 2 G 24 nach Tokio

Wirth

1922 im Vorstand der Ad Astra (Vizepräsident) am 16.3.; 1923 im Verwaltungsrat der TREU (für Ad Astra)

Wiskandt, Hugo

1925 Junkers-Pilot; 1926 Pilot der DLH; 1939 Pilot der Luftwaffe

Witte, Paul

1923-1925 Junkers-Pilot; 1924 150.000 Flugkm (Okt.); 1925 200.000 Flugkm, JLAG; 1926 Pilot der DLH

Wolff, Waldemar

geb.
gest. .101960 in Erkrath

trat Anfang der 20er Jahre in das Konstruktionsbüro der Jfa ein, später Betriebsingenieur der Jfa; Anfang 1930 zur Afi nach Malmö, leitende Position in der Technik, nach Auflösung der Afi Betriebsleiter in Dessau, in den 40er Jahren bis 1945 Leiter des Junkers-Betriebes in Langensalza; nach 1945 verhaftet, mehrere Jahre im Zuchthaus; ab 1952 in Erkrath bei Düsseldorf ansässig; war im Deutschen Luftfahrt-Beratungsdienst (DLB, gegr. von Wilhelm Sachsenberg und Ernst Seibert) tätig; baute den ersten Wartungsbetrieb für Flächenflugzeuge und Hubschrauber in Düsseldorf-Lohhausen auf; arbeitete an einer Anlage für Himmelsschrift und Spezialeinbauten für Hubschrauber; ab 1958 Leiter des Werftbetriebes des DLB in Köln-Wahn

Wygard (Brüder)

Vertreter von Jfa und Jumo in Polen; 1922 Mitbegründer des Polnischen Aero-Lloyd (Juli/Aug.) Generaldirektor der Naphta-Ges. Fanto; Arbeitsgemeinschaftsvertrag mit Danziger Luftpost (August); 1925 Teilnahme an der Sitzung des Neuner-Komitees in Paris (Nov.); 1929 W. sen. in der Leitung des poln. Petroleumsyndikat tätig, W. jun. Ministerialrat im polnischen Verkehrsministerium

Yserentant, Josef

geb. 08.02.1881 in Neutral-Moresnet

1908 Eintritt bei Prof. Junkers im August; 1919 Eintritt in die Forschungsanstalt, Abt. Leichtmotorenbau im Mai 1930 Betriebsleiter der Junkers-Motorenbau GmbH

Zellmann

1924 Junkers-Pilot, Flug Berlin-Dresden-Nürnberg-München-Wien-Budapest mit F 13 (18.6.); 1925 Reichsverkehrsministerium, später persönl. Pilot von Kesselring

Zimmermann, Wilhelm

geb. 24.02.1897 in Coblenz
gest. 29.03.1956 in Berlin

am 1.12. 1919 Eintritt bei Junkers; 1920-1945 Werkspilot, Einflieger und Chefpilot; 1921 Flucht Exkaiser Karl I. mit F 13 der Ad Astra und Pilot Zimmermann, Zimmermann wird anschl. aus der Schweiz ausgewiesen; 1922 Teilnahme an der Internat. Flugwoche Neapel (1. u. 2. Platz) mit F 13 W (Aug.) Elbe-Donau-Flug mit F 13 (Dez.); 1923 Teilnahme am Internat. Flugwettbewerb Göteborg (2. und 3.Platz); 1924 Postflug Dessau-Angora mit A 20 D-403; 1925 Erlaubnis zur Rückkehr in die Schweiz, um G 24 einzufliegen; 1926 Teilnahme am Dt. Seeflugzeug-Wettbewerb mit W 34 D-922; 1927 Pilot beim Europa-Flug der G-31; Weltrekorde mit G 24 und W 33; 1928 Weltrekorde mit G 24 und W 33; 1929 Erprobung des Jumo-4 in F-24, Einfliegen der G 38 (6.11.), Junkers-Flugkapitän-Diplom; 1930 Europa-Flug der G 38 D-2000 Rekorde mit G 38 und A 50 W; 1932 Einfliegen der G 38 D-2500 (14.6.); 1956 gestorben am 29.3. in der Charité Berlin

Zindel, Ernst

geb. 21.03.1897 in Mistelbach (Oberfranken)
gest. 10.10.1978 in Bad Homburg

1914 Kriegsfreiwilliger am bayerischen Infanterie-Regiment in Ingolstadt; 1916 schwere Verwundung anschl. Studium an der TH Charlottenburg; 1918 Teilnahme am 1. Weltkrieg, anschl. Studium des Schiffbaus an der TH Charlottenburg, bis 1920 Assistent am Lehrstuhl für Schiffbau an der TH Charlottenburg; 1920 Diplom-Prüfung in der Fachrichtung Schiffbau an der TH Charlottenburg, Eintritt am 1.10. als Konstrukteur in die Forschungsanstalt Prof. Junkers; 1925 Leitung der Abt. Neukonstruktion im Konstruktionsbüro der Jfa; 1927 Leiter der Junkers-Flugzeugkonstruktion; 1932 Gesamtleiter der Junkers-Flugzeug-Entwicklung, -Konstruktion und -erprobung; 1933 Prokurist und Konstruktionsdirektor der Jfa; 1942 Wehrwirtschaftsführer; 1978 gestorben am 10.10. in Bad Homburg

Zöller

Ing., früherer Angest. v. Js.; erhebt im Nov. 1917 gegen das Hauptpatent "Gleitflieger" Nichtigkeitsklage, AEG tritt als Hauptklägerin bei; Zöller zieht später seine Klage zurück und die AEG schließt einen Lizenzvertrag ab

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LITERATUR ZU JUNKERS UND ZUR LUFTFAHRT
finden Sie z. B. unter WIRTSCHAFT/TECHNIK im Antiquariat
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