Die Abteilung LuftverkehrWie weiter oben schon erwähnt, haben die Junkerswerke in ihrer Besprechung am 21. Dezember 1918 beschlossen, mit dem neugegründeten Reichsluftamt Verbindung aufzunehmen und Unterstaatssekretär Euler dahingehend zu beeinflussen, die Junkerswerke zu unterstützen. Das "Büro Berlin" bemüht sich auch sofort um einen Termin bei Euler. Dabei setzt Seitz auf die am Kaiserhof erlernte Diplomatie und will bei Euler nicht sofort mit der Tür ins Haus fallen. Er nimmt richtigerweise an, daß Euler ihn auf keinen Fall vorlassen wird, wenn sofort den wahren Grund für seinen Besuch offenbart, denn das Reichsluftamt wird zu dieser Zeit mit Anfragen aus der Flugzeugindustrie überhäuft. Nicht nur die Junkerswerke, auch die übrige Flugzeugindustrie kann sich nur schwer daran gewöhnen, daß die militärische Planwirtschaft vorbei und der Staat nicht mehr für sie zuständig ist. Dem Junkers-Generalbevollmächtigten Seitz erscheint es zunächst erfolgreicher zu sein, beim Reichsluftamt territoriale Interessen des anhaltischen Staates beim Aufbau eines Luftverkehrs vorzuschieben und er erhält auch richtig einen Termin bei Euler für eine derartige Besprechung. Die Besprechung wird auf den 6. Januar 1919 gelegt. Zu diesem Termin kann Seitz nun natürlich nicht allein erscheinen, ein Vertreter des Staates Anhalt muß ihn begleiten. Deshalb müssen die anhaltischen Behörden schnellstens von der Notwendigkeit überzeugt werden, daß die Stadt Dessau unbedingt an das Luftverkehrsnetz angeschlossen werden muß. Hierzu bedient sich Seitz des Bruders von Hans Sachsenbergs, dem bekannten Pour-le-merité-Flieger Gotthard Sachsenberg, der gerade zu Besuch in Dessau weilt. Dieser hatte sich schon während des ersten Weltkrieges erfolgreich für die Junkers-Interessen beim Kriegsministerium eingesetzt und erreicht, daß seinem Geschwader eine größere Anzahl Junkers-Flugzeuge zugeteilt bekam. Jetzt soll er sozusagen als Unbeteiligter die anhaltischen Behörden dazu bringen, sich bei Euler für den Anschluß Dessaus an das Luftverkehrsnetz einzusetzen. Gotthard Sachsenberg, der später als Organisator eines europaweiten Junkers-Luftverkehrs noch eine große Rolle spielen wird, setzt sich auch sofort hin und entwirft am 3. Januar 1919 eine Denkschrift an die anhaltischen Behörden, in der es u. a. heißt: "Bereits in den nächsten Tagen wird im Reichsluftamt Berlin die Entscheidung gefällt werden, wo die wichtigsten Luftverkehrsstationen bezw. Hauptstützpunkte zu errichten sind. Das bereits als Fliegerstadt rühmlichst bekannte Dessau (Bölke, Sachsenberg, Osterkamp, Reichardt) sollte diese Gelegenheit nicht versäumen, um Luftverkehrsstation und Luftstützpunkt zu sichern und dadurch Grundlagen für eine gedeihliche Entwicklung der Luftfahrt in Dessau zu schaffen. Wird die sich jetzt bietende Gelegenheit verpaßt, so kann der Schaden später nur mit ungeheuren Mitteln wieder gut gemacht werden, wofern es überhaupt dann noch möglich ist. Es darf daran erinnert werden, unter welchen dauernden großen Nachteilen Dessau und seine gesamte Industrie leiden als Folge s.Zt. unterlassenen energischen Eintretens für einen Schnellzugverkehr. Auch der Postverkehr wird durch den Mangel an Schnellzügen sehr ungünstig beeinflußt. Es darf deshalb nicht erneut der Fehler begangen werden, die günstige Gelegenheit zu versäumen, um Dessau an das neue geplante Luftverkehrsnetz bevorzugt anzuschließen. In Stadt und Land muß Verständnis für die zukünftige Bedeutung des Luftverkehrs geweckt und das Interesse für die vorliegende Frage gepflegt werden. Die Vorteile, die sich für sämtliche Gewerbetreibende, Gastwirte usw. ergeben würden, sind einleuchtend. Die Voraussetzungen zur Erreichung dieses Zieles sind für Dessau in hohem Maße dadurch erfüllt, daß hier am Platze in den Junkers-Werken eine der bedeutendsten Flugzeugfabriken besteht, welche in ihrem Metallflugzeugbau zweifellos eine aussichtsreiche Entwicklung vor sich hat. ... Mit Rücksicht auf die infolge der Einladung des Reichsluftamtes in den nächsten Tagen stattfindenden Verhandlung in Berlin wird eine Besprechung der Dessauer Interessenten am nächsten Sonntag den 5. vorgeschlagen in Verbindung mit einer Besichtigung der Junkers-Werke, welche auch dem Nichtfachmann von der Bedeutung und der sehr aussichtsreichen Zukunft der Junkers-Werke überzeugen wird. ..." Ob diese Besprechung am 5. Januar stattgefunden hat, ist aus den Unterlagen nicht ersichtlich, erscheint aber unwahrscheinlich, da der anhaltische Gewerberat Kraemer, der noch schnell für die Teilnahme an der Besprechung im Reichsluftamt gewonnen worden war, kurz vor der Besprechung von Seitz und Leutnant Sachsenberg erst darüber aufgeklärt werden muß, was er bei Euler vorbringen soll. Über diese Besprechung im Reichsluftamt berichtet Seitz an Prof. Junkers am 6. Januar: "Am 6.1.19, 9 Uhr 30 vormittag, fand zunächst mit Herrn Leutnant zur See Sachsenberg und sodann in dessen Gegenwart mit Herrn Geheimrat Kraemer im Hotel Habsburger Hof eine Aussprache betreffend "Dessau als Luftverkehrsstation" statt. ... Beim Unterstaatssekretär Euler wurde uns ein freundlicher Empfang zuteil. ... Wenngleich Herr Euler auf Grund der Anmeldung nur auf Erörterung der bundesstaatlichen Interessen gefaßt war und solche mit Wünschen der Industrie nicht verquickt wissen wollte, so räumte er mir doch ein, näher auszuführen, welcher Rang den Junkers-Werken in der Flugzeugindustrie zukommt ... Major Seitz bat schließlich, ihm gestatten zu wollen, weder als Vertreter von Stadt und Staat, noch industrieller Werke, sondern in Wahrnehmung wichtiger Allgemein-Interessen die Bedeutung der Forschungs- und Typenbauanstalt im Vergleich zu andern, rein wissenschaftlichen Instituten kurz zu schildern. Er bat Herrn Unterstaatssekretär Euler um seinen Besuch in Dessau, damit derselbe aus eigener Anschauung sich überzeugen könne, was dort geleistet werde und wie die Erhaltung, Förderung, Heranziehung und Auswertung der dortigen Errungenschaften im staatlichen Interesse geboten sei. Unterstaatssekretär Euler ... erklärt sich bereit, Herrn Professor Junkers hier persönlich zu empfangen und eine Denkschrift über seine Zwecke und Ziele entgegen zu nehmen. ... Wenngleich ein greifbares Ergebnis z. Zt. nicht zu erzielen ist, so darf nichts unterlassen werden, um 'Dessau als bevorzugten Hauptstützpunkt für den geplanten Luftverkehr' in besonderer Erinnerung zu halten. Herr Euler schilderte uns kurz und klar den heutigen Zustand der Fliegerei. Der Wiederaufbau der Luftfahrt in ziviler Beziehung leide unter großen Schwierigkeiten, vor allem unter völliger Unsicherheit der Lage und Zukunft. Es sind wenig Verwendungszwecke vorhanden. Ein großes Hemmnis ist der Mangel an Betriebsstoffen und die schlechte Qualität der verfügbaren Ersatzmittel. Man sei über das Stadium der Pläne und Erwägungen noch nicht hinausgekommen. Positive Leistungen solle man z. Zt. nicht erwarten, solche würden heut ein trauriges Bild ergeben, das das Vertrauen der öffentlichkeit erschüttern müsse. Er wolle nicht decouragieren, aber dürfe dem Optimismus und einer allzu großen Unternehmungslust nicht freie Bahn geben. ... Es kommt zunächst alles darauf hinaus, daß das Reich den Unternehmungen des Einzelnen das größte Interesse entgegenbringen und die persönlichen Opfer, welche gebracht werden wollen, dankend entgegennehmen, aber ein Risiko und eine Verantwortung nicht auf sich nehmen will, weil alles noch in der Luft schwebt. Das Reichsluftamt könne mit bestimmten Plänen erst hervortreten, wenn die nächsten Monate größere Klarheit über die politischen und die finanziellen Verhältnisse einerseits, sowie über unsere Beziehungen zu den heutigen Feinden gebracht hätten. Bei der Organisation des Luftverkehrs hat auch der Gegner ein Wort mitzusprechen und es kommt sehr auf das Ergebnis der Friedensverhandlungen an, denn der Luftverkehr könne nur Zweck haben, wenn er international organisiert wird. In ca. 14 Tagen wird an die Bundesstaaten eine Einladung zu einer Sitzung ergehen, die etwa drei Wochen später stattfinden soll und in welcher die staatlichen Vertreter Gelegenheit haben werden, ohne Beisein der Industriellen ihr Interesse an der Sache darzulegen. ... Ein Antrag auf Zulassung zum Luftverkehr könne von uns jederzeit gestellt werden und würde innerhalb dreier Tage erledigt. Dazu sei nur nötig: Die Junkerswerke sind damals offensichtlich nicht die einzigen gewesen, die geglaubt haben, daß das Reichsluftamt Abnehmer von Flugzeugen sei. Euler sieht sich kurz nach dem Besuch der Junkers-Vertreter genötigt, ein für allemal die Aufgaben des Reichluftamtes in der Öffentlichkeit klarzustellen. Er schreibt am 9. Januar 1919 in einer Denkschrift: "Es sind vielfach irrige Auffassungen über die Tätigkeit und den Wirkungskreis des Reichsluftamtes verbreitet. Damit wird auch für die Junkerswerke endgültig klar, daß über eine Einflußnahme auf staatliche Stellen keine Flugzeuge mehr abzusetzen sind. Für einen Absatz von Flugzeugen im Inland gibt es jetzt also nur zwei Möglichkeiten, entweder der Verkauf an private Gesellschaften oder die Einrichtung eines eigenen Luftverkehrs. In Deutschland zeichnet sich zu dieser Zeit bereits die Gründung der ersten Luftverkehrsgesellschaften ab. Am 5. Januar wird die Deutsche Luftreederei (DLR) als erste Gesellschaft mit der Zulassungsbescheinigung zum Luftverkehr Nr. 1 vom Unterstaatssekretär August Euler zum Luftverkehr zugelassen. Die DLR eröffnet am 5. Februar einen Luftverkehr von Berlin nach Weimar, dem Tagungsort der Nationalversammlung. Außerdem besteht zwischen Weimar und Berlin ein Reichskurierdienst, der vom Kriegsministerium unterhalten und von der Fliegerabteilung 423 des Freiwilligen Landjägerkorps geflogen wird. Sowohl die DLR als auch die Fliegerabteilung verfügen aber über genügend eigene Flugzeuge und kommen vorerst als Kunden für umgebaute Junkers-Militärflugzeuge nicht in Frage. Mehr Aussicht auf Absatzmöglichkeit erhoffen sich die Junkerswerke erst, wenn ihr im Bau befindliches neues Verkehrsflugzeug einsatzbereit ist. Bis dahin muß eine Übergangslösung gefunden werden, um im Gespräch zu bleiben. Anfang Februar beschließen die Junkerswerke, zu Propagandazwecken für die Anhaltische Regierung ebenfalls einen Kurierdienst nach Weimar einzurichten. Dazu sollen zwei zu Postflugzeugen umgebaute J 10 verwendet werden. Am 10. März ist das erste Verkehrsflugzeug J 10 mit 200-Benz-Flugmotor für den Junkers-Luftverkehr fertiggestellt. Einen Tag später werden die ersten beiden Probeflüge durchgeführt. ![]() Seitz bemüht sich inzwischen beim Reichsluftamt um die Zulassung der zwei Flugzeuge J 10 zum Luftverkehr. Dort wird er mit der Bemerkung abgewiesen, daß einzelne Flugzeuge nicht zum Luftverkehr zugelassen werden, entweder die Junkerswerke gründen eine Luftverkehrsgesellschaft oder schließen sich an ein anderes Unternehmen an. Erst nach mehrmaligen Nachfragen und erneutem Antrag der JFA erteilt Euler den Junkerswerke am 17. März die ersehnte Zulassung zum Luftverkehr, die allerdings auf die Strecke Dessau-Weimar beschränkt wird: Reichsluftamt Berlin W.8, den 17. März 1919 Wilhelmstrasse 74. Zulassungsbescheinigung zum Luftverkehr in Deutschland No. 5. Die Firma Junkers-Fokker-Werke A.-G. in Dessau erhält auf Grund der Vorordnung vom 7.12.18 Reichsgesetzblatt No. 175 Jahrgang 1918 bis auf weiteres die Genehmigung zur Ausführung von Flügen mit Flugzeugen zum Zwecke der Personen- und Postbeförderung auf der Strecke Dessau - Weimar. Berlin, den 17. März 1919 Gleichzeitig erhalten die Junkerswerke die Zulassungen D 77 und D 78 für die beiden Flugzeuge J 10 Werknummer 1802 und 1806 und die Zulassung Nr. 22 für den Flugzeugführer Emil Monz. (36) Das Reichsluftamt genehmigt außerdem die Zulassung des Flugplatzes der Jfa zwischen den Dörfern Alten und Mosigkau unter Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs. Es wird zur Bedingung gesetzt, daß der Flugplatz auch anderen Unternehmen zur Landung offenstehen muß. Ein großes Problem ist die Beschaffung des notwendigen Brennstoffes. Die Junkerswerke müssen das Benzol für den Luftverkehr bei der Inspektion der Fliegertruppen beantragen. Andere Luftverkehrsgesellschaften verschaffen sich Benzol und Benzin direkt am Ort von den Arbeiter- und Soldatenräten (Johannisthal, Adlershof). (37) Sofort nach Eintreffen der Zulassungen für den Luftverkehr bei Junkers wird der anhaltische Staatsratsvorsitzende Wolfgang Heine benachrichtigt, daß Junkers-Flugzeuge zu Kurierzwecken bereitstehen. Heine bedankt sich am 25. März für das Angebot, betont aber, daß ihm eine Luftverbindung nach Berlin wichtiger wäre: "Ich muß in den nächsten Tagen noch in Berlin bleiben, sobald ich aber nach Dessau zurückgekehrt sein werde, werde ich sehr gern von Ihrem Vorschlag Gebrauch machen und hoffe, selbst einmal den Weg mit Flugzeug zurücklegen zu können. Vielleicht wäre eine Luftverbindung mit Berlin noch wichtiger, da ich leider noch einige Zeit genötigt sein werde, meine Arbeitskraft zwischen Berlin und Dessau zu teilen, nachdem man mich, sehr gegen meinen Willen, gezwungen hat, das Preussische Ministerium des Innern zu übernehmen. Ich empfehle mich Ihnen bestens Ihr ergebenster Sogleich bemüht sich Seitz darum, eine Flugerlaubnis für ganz Deutschland zu bekommen. Auch hier stößt er wieder auf Schwierigkeiten, er scheint sich wohl Anfang Januar bei Euler doch etwas unbeliebt gemacht zu haben. Er muß wieder alle seine Beziehungen zu ehemaligen Offizieren spielen lassen, ehe die Junkerswerke am 5. Mai endlich die erweiterte Zulassung Nr. 5a für den Luftverkehr in ganz Deutschland erhält. Mit Erhalt der Luftverkehrszulassung am 17. März kann der Luftverkehr jedoch nicht sofort eröffnet werden. Erst sind noch vielerlei Vorbereitungen erforderlich. Zuerst einmal setzen sich die Junkerswerke auf Anraten des Reichsluftamtes mit dem Freiwilligen Landjägerkorps in Weimar in Verbindung, um die Bedingungen für eine Landung in Weimar in Erfahrung zu bringen. Aus Weimar trifft am 4. April folgende Auskunft über den Flugplatz Weimar ein: "Als Flugplatz kommt der Flugstützpunkt auf dem Exerzierplatz Weimar am Webicht (Ostausgang von Weimar, an der Straße nach Jena) für den Luftverkehr in Frage. Da es sich hier um ein Privatunternehmen handelt, muß die dortige Firma für Unterbringung , Personal- und Betriebsstofffragen selbst aufkommen. ... Sperrzone, in welcher nicht über 500 m Höhe geflogen werden darf und in welcher Einreiseerlaubnis für Insassen, sowie Ausweis für jeden Flug erforderlich ist, dehnt sich in einem Umkreise von 10 km um Weimar (Mittelpunkt Nationaltheater) aus. Flugzeuge der Firma müssen am Rumpf aufgemalt deutlich sichtbar eine von der Firma für den Luftkurierdienst eingeführte Bezeichnung tragen. (Deutsche Luftreederei hat Buchstaben "D.L.R." und daneben Reichspostflagge eingeführt). ... Flugzeugführer Monz reist daraufhin am 10./11. April nach Weimar, um sich die Verhältnisse an Ort und Stelle anzusehen. Er berichtet über den Weimarer Flugplatz: "Der Flugplatz am Webicht liegt ca. 1/2 Stunde vom Nationaltheater entfernt an der Jenaerstrasse. Die Fliegerabteilung 423, welche Luftkurierdienste für die Regierung ausführt, hat 6 Zelte für ihre Flugzeuge; außerdem stehen noch 4 Zelte für die Bayrischen, sächsischen und württembergischen Regierungsflugzeuge. Die Zelte sind immer stark besetzt. Herr Hauptmann Krocker, Führer der Abteilung 423, steht auf dem Standpunkt, daß wir als Privatfirma für Unterbringungsmöglichkeit, Betriebsstoff etc. selbst zu sorgen hätten. Ich erklärte ihm, daß wir im Auftrag der Anhaltischen Regierung flögen, also genau so Regierungsflieger sind wie die Flieger der anderen Bundesstaaten und daß deshalb doch für unsere Unterbringung in demselben Maß gesorgt werden müßte. ... Um diese Zeit wird bei Junkers immer noch an den beiden Verkehrsflugzeugen J 10 gearbeitet. Die J 10 mit der Kennung D 78 ist zwar seit längerer Zeit flugfertig, jedoch hat sich der Kühler bei den ersten Flügen als unzureichend erwiesen und muß abgeändert werden. Die J 10 D 77 wird Mitte April noch mit einem Verdeck für einen Passagierplatz versehen. ![]() Zur gleichen Zeit wird im Hauptbüro Dessau eine Abteilung Luftverkehr eingerichtet, zu deren Leiter der ehemalige Weltkriegspilot Johannes Viehweger ernannt wird. Am 17. April berichtet Prof. Junkers an Staatsrat Heine, daß der Passagierluftverkehr in Kürze aufgenommen werden kann: "Für die Aufnahme des Luftverkehrs Dessau - Weimar sind nunmehr auch in Weimar selbst im wesentlichen die Wege geebnet. ... Ihren Wünschen entsprechend ist inzwischen auch die Genehmigung für einen Flugverkehr Berlin - Weimar, bezw. Berlin - Dessau beim Reichsluftamt beantragt worden und nach dem augenblicklichen Stand der Angelegenheit darf ich die Hoffnung hegen, daß auch für diese Strecke die Genehmigung bald erteilt werden wird." |
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